TGB Automation

Spannungsabfall: Steckdose 16 A auf 30 m

NYM-J 3×1,5 mm² · 16 A · Wechselstrom 230 V · cos φ = 1

Spannungsabfall

5,95 %
Absolut
13,67 V
Verlustleistung
218,8 W
Compliance
Ueber Grenzwert

Kurzantwort

Auf 30 m NYM-J 3×1,5 mm² bei einer Schuko-Steckdose (einphasig, 16 A) mit 16 A Nennstrom entsteht ein Spannungsabfall von 13,67 V, das entspricht 5,95 Prozent von 230 V einphasiger Wechselstrom. Die Berechnung ist ueber der 5-Prozent-Grenze der DIN VDE 0100-520 — der Querschnitt muss erhoeht oder die Leitung verkuerzt werden.

Grundlage: DIN VDE 0100-520, physikalische Spannungsabfall-Formel

Interpretation der Berechnung

Ein Standard-Steckdosenstromkreis in der Hausinstallation wird einphasig mit 230 V betrieben und mit einem Leitungsschutzschalter B16 abgesichert. Ueblicher Querschnitt ist 1,5 mm² Kupfer bei NYM-J 3-adrig.

Auf 30 m Leitungslaenge bei 16 A durch 1,5 mm² Kupfer bei einer Betriebstemperatur von 70 °C ergibt sich eine spezifische Leitfaehigkeit von 46,8 m/(Ω·mm²). Bei Wechselstrom gilt ΔU = (2 · L · I · cos φ) / (κ · A), der Faktor 2 beruecksichtigt Hin- und Rueckleiter. Das Ergebnis: 13,67 V absoluter Spannungsabfall, 5,95 Prozent vom Nennwert.

Mit 5,95 Prozent uebersteigt der Spannungsabfall die 5-Prozent-Grenze der DIN VDE 0100-520. Fuer eine normgerechte Installation muss entweder der Querschnitt auf die naechste Stufe (2,5 mm²) erhoeht oder die Leitungslaenge reduziert werden.

Die Verlustleistung des Leiters betraegt 218,8 W und wird als Waerme an die Umgebung abgegeben. Ueber eine Stunde Vollast entspricht das 0,219 kWh Waermeverlust, die den Nutzungsgrad der Installation minimal, aber kumulativ spuerbar reduzieren.

Eingangswerte und Ergebnisse

Anwendung Schuko-Steckdose (einphasig, 16 A)
Kabeltyp NYM-J 3×1,5 mm²
Leiterquerschnitt 1,5 mm²
Leitermaterial Kupfer (Cu)
Nennstrom 16 A
Nennspannung 230 V
Stromart Wechselstrom 230 V
Leistungsfaktor cos φ 1
Leitungslaenge (einfach) 30 m
Leitertemperatur (angenommen) 70 °C
Leitfaehigkeit κ bei 70 °C 46,8 m/(Ω·mm²)
Spannungsabfall absolut 13,67 V
Spannungsabfall relativ 5,95 %
Verlustleistung 218,8 W

Berechnet am 2026-04-11. Grundlage: physikalische Spannungsabfall-Formel bei 70 °C Leitertemperatur.

Berechnungsgrundlage

ΔU
Spannungsabfall auf der Leitung (V)
L
Leitungslaenge (einfach) (m)
I
Strom im Leiter (A)
cos φ
Leistungsfaktor
κ
Spezifische Leitfaehigkeit bei Betriebstemperatur (m/(Ω·mm²))
A
Leiterquerschnitt (mm²)

Temperaturabhaengigkeit der Leitfaehigkeit

κ_20
Cu 56 bzw. Al 35 (m/(Ω·mm²))
α
Cu 0,00393, Al 0,00403 (1/K)
T
Leitertemperatur (°C)

Haeufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination

Wie gross ist der Spannungsabfall fuer eine Schuko-Steckdose (einphasig, 16 A) auf 30 m?
Bei 16 A Nennstrom durch 30 m NYM-J 3×1,5 mm² entsteht ein Spannungsabfall von 13,67 V. Das sind 5,95 Prozent von 230 V einphasiger Wechselstrom.
Welcher Spannungsabfall ist normativ zulaessig?
Die DIN VDE 0100-520 empfiehlt fuer Beleuchtungsstromkreise maximal 3 Prozent und fuer Steckdosen- und Geraetestromkreise maximal 5 Prozent Spannungsabfall zwischen Hausanschluss und Verbraucher. Dieser berechnete Wert (5,95 Prozent) ist ueber beiden Grenzen und normativ nicht mehr zulaessig.
Wie wurde gerechnet?
Die Berechnung nutzt die klassische Spannungsabfall-Formel fuer einphasiger Wechselstrom. Eingangswerte: 16 A Strom, 1,5 mm² Querschnitt, Kupfer bei 70 °C Leitertemperatur (kappa ≈ 46,8 m/Ω·mm²), cos phi 1, Einfachlaenge 30 m.
Wie viel Verlustleistung geht verloren?
Die ohmsche Verlustleistung im Leiter betraegt bei 16 A und 30 m rund 218,8 W. Diese Energie wird als Waerme an die Umgebung abgegeben und senkt den Gesamtwirkungsgrad der Installation geringfuegig.
Kann ich mit einem groesseren Querschnitt Energie sparen?
Ja. Da die Verlustleistung proportional zum Widerstand ist, halbiert eine Verdoppelung des Querschnitts die Verluste. Bei dieser Installation (218,8 W) waere das Einsparpotential rund 109,4 W. Ueber Jahre hinweg rechnet sich der dickere Querschnitt bei dauerhaften Hochlast-Anwendungen wie Wallboxen oder Waermepumpen oft.

Normative Grundlagen

Die Grenzwerte (3 Prozent fuer Beleuchtung, 5 Prozent fuer Geraete) sind Empfehlungen der DIN VDE 0100-520. In Sonderfaellen (z.B. Motorstart, Schutzpotentialausgleich) gelten abweichende Anforderungen.