100 W Schaltschrankheizung: Wechselrichter-Schrank
Heizleistung für Wechselrichter-Schrank (800×600×300 mm, Stahlblech (lackiert)) gegen Frost und Kondensation. Wärmebilanz Q = k·A·ΔT, effektive Oberfläche in Anlehnung an IEC TR 60890.
Empfohlener Normheizer
100 W
Laut Berechnung fehlen 83 W bei -10 °C — ein Heizwiderstand ab 100 W deckt den Hüllverlust und senkt die relative Feuchte der Innenluft auf rund 25 %
- Effektive Fläche
- 1,36 m²
- ΔT
- 15 K
- Hüllverlust
- 112 W
- Status
- Heizung nötig
Kurzantwort
Laut Berechnung braucht Wechselrichter-Schrank (800×600×300 mm, Stahlblech (lackiert)) bei -10 °C Umgebung und 5 °C Ziel-Innentemperatur rund 83 W Heizleistung — aufgerundet ein 100-W-Normheizer. Effektive Oberfläche 1,36 m², Hüllverlust 112 W.
Grundlage: Wärmebilanz Q = k·A·ΔT, effektive Oberfläche in Anlehnung an IEC TR 60890
Heizer, Thermostat und Hygrostat
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Heizleistung nach Außentemperatur
Wie sich Hüllverlust, erforderliche Heizleistung und die Normheizer-Stufe mit der Umgebungstemperatur entwickeln (Ziel-Innentemperatur 5 °C fest).
| T_u | ΔT | Hüllverlust | Erforderlich | Normheizer |
|---|---|---|---|---|
| 0 °C | 5 K | 37 W | 0 W | passiv |
| -5 °C | 10 K | 75 W | 40 W | 45 W |
| -10 °C | 15 K | 112 W | 83 W | 100 W |
| -15 °C | 20 K | 149 W | 126 W | 150 W |
| -20 °C | 25 K | 187 W | 168 W | 200 W |
| -25 °C | 30 K | 224 W | 211 W | 250 W |
Eigene Werte durchrechnen
Maße, Werkstoff, Aufstellungsart und Temperaturen lassen sich hier frei ändern — Hüllverlust, erforderliche Heizleistung und Normheizer-Stufe rechnen sofort neu.
Schaltschrankheizung-Rechner
Erforderliche Heizleistung gegen Frost und Kondensation: Q = k · A · ΔT.
Verlustwärme der Einbauten — 0 W ist der konservative Fall (Anlage kalt).
Empfohlener Normheizer
Heizung erforderlich · 83 W rechnerisch
- Effektive Oberfläche A
- 1,36 m²
- k-Wert
- 5,5 W/(m²·K)
- ΔT
- 15 K
- Hüllverlust Q
- 112 W
- Erforderlich (+15 %)
- 83 W
Eigenes Wärmebilanz-Modell, effektive Oberfläche in Anlehnung an IEC TR 60890. Pauschale Abschätzung ohne Luftstrom-Verteilung — die Auslegung gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
Frost- und Kondensationsschutz
Ein Wechselrichter steht selten ganz still — auch im Standby gibt die Elektronik Verlustwärme ab. Diese rund 40 W heizen den Schrank von innen mit und senken den Bedarf der Zusatzheizung spürbar: Aus knapp 112 W reinem Hüllverlust werden netto nur noch gut 80 W, die der Heizer decken muss. Wer die interne Verlustleistung im Rechner ehrlich einträgt, vermeidet einen überdimensionierten Heizer, der den Schrank im Betrieb unnötig aufheizt.
Die Heizleistung folgt aus der Wärmebilanz der Hülle: Q = k · A · ΔT. Der Werkstoff Stahlblech (lackiert) hat einen Wärmedurchgangskoeffizienten von k = 5,5 W/(m²·K). Die wirksame Wärmeabgabe-Fläche dieses Gehäuses berechnet sich nach der Aufstellungsart „Wandanbau (Rückseite an Wand)" zu A = 1,36 m² — die b-Faktor-Methode in Anlehnung an die Berechnung nach IEC TR 60890 gewichtet jede Gehäusefläche danach, wie frei sie Wärme abgeben kann. Wand-, Nachbar- und Bodenflächen zählen weniger als frei umströmte Seiten.
Bei ΔT = 15 K ergibt sich ein Hüllverlust von 112 W. Mit 15 % Sicherheitszuschlag ergeben sich rund 83 W erforderliche Heizleistung, aufgerundet auf die nächste Normheizer-Stufe also 100 W. Die interne Verlustleistung der Einbauten (40 W) heizt von innen mit und senkt den Bedarf — sie ist in den 83 W bereits abgezogen.
Ein Heizwiderstand dieser Stufe mit nachgeschaltetem Thermostat hält das Innenklima stabil. Bei feuchten Standorten ergänzt ein Hygrostat die Regelung, damit auch außerhalb der kalten Stunden keine Betauung entsteht.
Zur Kondensation: Ein Schaltschrank ist nicht luftdicht, die Luft darin hat deshalb dieselbe absolute Feuchte wie die Umgebung. Bei 75 % relativer Luftfeuchte und -10 °C liegt ihr Taupunkt bei rund -13,6 °C. Tauwasser fällt dort aus, wo eine Innenfläche kälter ist als dieser Taupunkt. Auf 5 °C erwärmt, hat die Innenluft nur noch rund 25 % relative Feuchte — die beheizten Flächen bleiben trocken. Kritisch sind Flächen, die der Umgebung folgen (Tür, Dach, Kabeleinführung): Sie liegen bei -10 °C nur 3,6 K über dem Taupunkt. Kühlt die Umgebung schneller ab als der Schrank, etwa nachts oder nach einem Regenschauer, reicht dieser Abstand nicht mehr. Deshalb gehört die Heizung unten in den Schrank, damit die warme Luft an den Wänden entlangstreicht, und an feuchten Standorten zusätzlich ein Hygrostat dazu.
Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm und Heizer-Kapazität
Welcher Heizer reicht für Wechselrichter-Schrank bei welcher Kälte?
Verlauf der erforderlichen Heizleistung über die Umgebungstemperatur für Wechselrichter-Schrank. Je kälter es wird, desto mehr Leistung ist nötig. Die gestrichelte Linie markiert die Kapazität des empfohlenen 100-W-Normheizers — wird es kälter als die Kurve diese Linie schneidet, ist der Heizer zu klein.
Normative Grundlagen
- IEC TR 60890 — Ermittlung der Übertemperatur von Schaltgerätekombinationen durch Berechnung; von dort stammt die Methodik der effektiven Oberfläche mit Lage-Faktoren
- DIN EN IEC 61439-1 (VDE 0660-600-1) — Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen, Erwärmung und Klimatisierung des Gehäuses
Gerechnet wird mit einem eigenen stationären Wärmebilanz-Modell Q = k · A · ΔT: für Wechselrichter-Schrank (800×600×300 mm, Stahlblech (lackiert)) ergeben sich 1,36 m² effektive Oberfläche, k = 5,5 W/(m²·K) und ΔT = 15 K, also 112 W Hüllverlust. Die Flächen-Methodik ist in Anlehnung an IEC TR 60890 nachgebildet, Tabellenwerte der Norm werden nicht wiedergegeben. Das Modell rechnet ohne Luftstrom-Verteilung im Schrank; Sonneneinstrahlung, Türöffnungen und Kabeleinführungen sind nicht berücksichtigt und verschieben den realen Bedarf.
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Berechnung
Welche Heizleistung braucht Wechselrichter-Schrank?
Wie wirkt sich die Aufstellungsart auf die Heizleistung aus?
Muss ich die Verlustleistung der eingebauten Geräte berücksichtigen?
Verhindert die Heizung Kondenswasser im Schaltschrank?
Reicht ein Thermostat oder brauche ich einen Hygrostat?
Nächste Schritte
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