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400 W Schaltschrankheizung: Ladesäulen-Anschlussschrank

Heizleistung für Ladesäulen-Anschlussschrank (1200×800×400 mm, Stahlblech (lackiert)) gegen Frost und Kondensation. Wärmebilanz Q = k·A·ΔT, effektive Oberfläche in Anlehnung an IEC TR 60890.

Empfohlener Normheizer

400 W
Effektive Fläche
3,04 m²
ΔT
20 K
Hüllverlust
334 W
Status
Heizung nötig

Kurzantwort

Laut Berechnung braucht Ladesäulen-Anschlussschrank (1200×800×400 mm, Stahlblech (lackiert)) bei -15 °C Umgebung und 5 °C Ziel-Innentemperatur rund 385 W Heizleistung — aufgerundet ein 400-W-Normheizer. Effektive Oberfläche 3,04 m², Hüllverlust 334 W.

Grundlage: Wärmebilanz Q = k·A·ΔT, effektive Oberfläche in Anlehnung an IEC TR 60890

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Welcher Heizer reicht für Ladesäulen-Anschlussschrank bei welcher Kälte?

Erforderliche Heizleistung über die Umgebungstemperatur (Ladesäulen-Anschlussschrank)
Erforderliche Heizleistung über die Umgebungstemperatur (Ladesäulen-Anschlussschrank) Heizleistung in Abhaengigkeit von Umgebungstemperatur. 6 Datenpunkte. Heizer 400 W -25,0 -20,0 -15,0 -10,0 -5,00 0,00 0,00 159 317 476 634 Umgebungstemperatur [°C] Heizleistung [W]

Verlauf der erforderlichen Heizleistung über die Umgebungstemperatur für Ladesäulen-Anschlussschrank. Je kälter es wird, desto mehr Leistung ist nötig. Die gestrichelte Linie markiert die Kapazität des empfohlenen 400-W-Normheizers — wird es kälter als die Kurve diese Linie schneidet, ist der Heizer zu klein.

Bezugsquellen — passend zur Berechnung

Heizer, Thermostat und Hygrostat

Typische Komponenten für diese Berechnung, mit aktuellem Preis und Lieferstatus — keine technische Empfehlung, die Auswahl der konkreten Marke und des konkreten Modells liegt bei der ausführenden Fachkraft.

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Weitere Berechnungen für Ladesäulen-Anschlussschrank

Passende Folgeberechnungen für diese Parameter-Kombination.

Wie viel Heizleistung brauche ich bei sinkender Temperatur?

Wie sich Hüllverlust, erforderliche Heizleistung und die Normheizer-Stufe mit der Umgebungstemperatur entwickeln (Ziel-Innentemperatur 5 °C fest).

T_u ΔT Hüllverlust Erforderlich Normheizer
0 °C 5 K 84 W 96 W 100 W
-5 °C 10 K 167 W 192 W 200 W
-10 °C 15 K 251 W 288 W 400 W
-15 °C 20 K 334 W 385 W 400 W
-20 °C 25 K 418 W 481 W 550 W
-25 °C 30 K 502 W 577 W 800 W

Reicht die Heizung gegen Frost und Kondenswasser?

Der Anschluss- und Verteilschrank neben einer Ladesäule sitzt frei auf dem Parkplatz und versorgt Leistungselektronik, die bei Frost zuverlässig anlaufen muss. Freistehend und in Stahlblech kommt bei −15 °C eine Heizleistung im oberen dreistelligen Bereich zusammen. Eine Gebläseheizung mit Thermostat hält das Innenklima stabil, ohne dass Kondenswasser an den Leistungsklemmen entsteht — wichtig, weil hier hohe Ströme fließen.

Die Heizleistung folgt aus der Wärmebilanz der Hülle: Q = k · A · ΔT. Der Werkstoff Stahlblech (lackiert) hat einen Wärmedurchgangskoeffizienten von k = 5,5 W/(m²·K). Die wirksame Wärmeabgabe-Fläche dieses Gehäuses berechnet sich nach der Aufstellungsart „Freistehend (allseitig zugänglich)" zu A = 3,04 m² — die b-Faktor-Methode in Anlehnung an die Berechnung nach IEC TR 60890 gewichtet jede Gehäusefläche danach, wie frei sie Wärme abgeben kann. Wand-, Nachbar- und Bodenflächen zählen weniger als frei umströmte Seiten.

Bei ΔT = 20 K ergibt sich ein Hüllverlust von 334 W. Mit 15 % Sicherheitszuschlag ergeben sich rund 385 W erforderliche Heizleistung, aufgerundet auf die nächste Normheizer-Stufe also 400 W.

Das ist mehr, als ein einzelner kompakter Heizwiderstand liefert. Praktisch führt das zu einer Gebläseheizung, die die warme Luft aktiv umwälzt und auch die kalten Ecken erreicht. Oft lohnt zusätzlich eine Dämmung der Türinnenseite oder ein Standortwechsel weg vom Wind, um die nötige Leistung zu senken.

Zur Kondensation: Bei 85 % relativer Luftfeuchte und -15 °C liegt der Taupunkt bei rund -17,0 °C. Fällt die Innenwand-Temperatur darunter, schlägt sich Feuchtigkeit nieder. Eine Heizung, die das Gehäuse einige Grad über der Umgebung hält, schiebt die Oberflächentemperatur über den Taupunkt — das ist neben dem Frostschutz der eigentliche Zweck einer Schaltschrankheizung.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination

Welche Heizleistung braucht Ladesäulen-Anschlussschrank?
Unter den angegebenen Annahmen (1200×800×400 mm, Stahlblech (lackiert), -15 °C Umgebung, 5 °C Ziel) ergeben sich rund 385 W. Aufgerundet auf die nächste Normheizer-Stufe entspricht das 400 W. Der Wert gilt für die effektive Oberfläche von 3,04 m² und einen k-Wert von 5,5 W/(m²·K).
Wie wirkt sich die Aufstellungsart auf die Heizleistung aus?
Die Aufstellungsart bestimmt die effektive Wärmeabgabe-Fläche. Ein freistehender Schrank gibt über alle Seiten plus Dach Wärme ab, ein Wandanbau verliert die Rückseite, ein Mittelschrank in einer Reihe zusätzlich beide Seiten und das abgedeckte Dach. Dieses Gehäuse ist als „Freistehend (allseitig zugänglich)" gerechnet und kommt damit auf A = 3,04 m². Derselbe Schrank freistehend hätte eine deutlich größere Fläche und bräuchte mehr Heizleistung.
Muss ich die Verlustleistung der eingebauten Geräte berücksichtigen?
Ja. Jedes Bauteil im Schrank — Wechselrichter, Netzteile, SPS, Schütze — gibt im Betrieb Wärme ab und heizt von innen mit. Diese interne Verlustleistung wird vom Heizbedarf abgezogen: P_heat = k·A·ΔT − P_intern. In diesem Beispiel ist sie konservativ mit 0 W angesetzt — der ungünstigste Fall, in dem die Anlage im Winter abgeschaltet ist und keine Eigenwärme liefert. Wer die reale Verlustleistung kennt, vermeidet einen überdimensionierten Heizer.
Verhindert die Heizung Kondenswasser im Schaltschrank?
Das ist neben dem Frostschutz ihr Hauptzweck. Bei 85 % Luftfeuchte und -15 °C liegt der Taupunkt bei etwa -17,0 °C. Hält die Heizung die Innenwand ein paar Grad über der Umgebung, bleibt die Oberfläche über dem Taupunkt und es fällt kein Tauwasser an. An sehr feuchten Standorten regelt man die Heizung über einen Hygrostat, der nur bei drohender Betauung zuschaltet.
Reicht ein Thermostat oder brauche ich einen Hygrostat?
Ein Thermostat schaltet die Heizung nach Temperatur — richtig, wenn es um Frostschutz oder eine Mindest-Innentemperatur geht. Ein Hygrostat schaltet nach Luftfeuchte — richtig, wenn Kondensation das Problem ist. Bei Außen- und Kellerschränken kombiniert man beides oft in einem Thermo-Hygrostat: Frostschutz über die Temperatur, zusätzlicher Schutz gegen Betauung über die Feuchte. Für diesen Schrank trägt das Thermostat die Hauptlast der Regelung.

Fachbegriffe in diesem Text