TGB Automation

22 W Hüllverlust: Maschinensteuerung (Halle) ohne Zusatzheizung

Heizleistung für Maschinensteuerung (Halle) (600×800×300 mm, Stahlblech (lackiert)) gegen Frost und Kondensation. Wärmebilanz Q = k·A·ΔT, effektive Oberfläche in Anlehnung an IEC TR 60890.

Heizleistung

0 W
Effektive Fläche
1,33 m²
ΔT
3 K
Hüllverlust
22 W
Status
Eigenerwärmung reicht

Kurzantwort

Laut Berechnung braucht Maschinensteuerung (Halle) (600×800×300 mm, Stahlblech (lackiert)) unter den angegebenen Annahmen keine Zusatzheizung: Der Hüllverlust liegt bei 22 W, die interne Verlustleistung der Einbauten deckt ihn bereits. Gegen Tauwasser bleibt ein Hygrostat sinnvoll.

Grundlage: Wärmebilanz Q = k·A·ΔT, effektive Oberfläche in Anlehnung an IEC TR 60890

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Welcher Heizer reicht für Maschinensteuerung (Halle) bei welcher Kälte?

Erforderliche Heizleistung über die Umgebungstemperatur (Maschinensteuerung (Halle))
Erforderliche Heizleistung über die Umgebungstemperatur (Maschinensteuerung (Halle)) Heizleistung in Abhaengigkeit von Umgebungstemperatur. 6 Datenpunkte. -10,0 -7,00 -4,00 -1,00 2,00 5,00 0,00 22,5 45,0 67,5 90,0 Umgebungstemperatur [°C] Heizleistung [W]

Verlauf der erforderlichen Heizleistung über die Umgebungstemperatur für Maschinensteuerung (Halle). Je kälter es wird, desto mehr Leistung ist nötig. Bei der angesetzten Auslegungstemperatur deckt die Eigenerwärmung den Bedarf.

Bezugsquellen — passend zur Berechnung

Heizer, Thermostat und Hygrostat

Typische Komponenten für diese Berechnung, mit aktuellem Preis und Lieferstatus — keine technische Empfehlung, die Auswahl der konkreten Marke und des konkreten Modells liegt bei der ausführenden Fachkraft.

* Werbe-Link — wir erhalten beim Kauf eine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts.

Weitere Berechnungen für Maschinensteuerung (Halle)

Passende Folgeberechnungen für diese Parameter-Kombination.

Wie viel Heizleistung brauche ich bei sinkender Temperatur?

Wie sich Hüllverlust, erforderliche Heizleistung und die Normheizer-Stufe mit der Umgebungstemperatur entwickeln (Ziel-Innentemperatur 5 °C fest).

T_u ΔT Hüllverlust Erforderlich Normheizer
5 °C 0 K 0 W 0 W 0 W
2 °C 3 K 22 W 0 W passiv
0 °C 5 K 37 W 0 W passiv
-3 °C 8 K 59 W 21 W 30 W
-6 °C 11 K 81 W 47 W 50 W
-10 °C 15 K 110 W 80 W 100 W

Reicht die Heizung gegen Frost und Kondenswasser?

Ein Steuerschrank an der Maschine in einer Produktionshalle ist der Grenzfall: Die Halle kühlt nachts kaum unter ein paar Grad aus, und die Steuerung selbst gibt im Betrieb genug Verlustwärme ab, um den geringen Hüllverlust zu decken. Rechnerisch bleibt unter diesen Annahmen keine Heizleistung übrig — die Eigenerwärmung reicht. Sinnvoll bleibt trotzdem ein Hygrostat, der nur bei drohender Betauung kurz zuheizt, etwa nach einem kalten Wochenende mit stehender Maschine.

Die Heizleistung folgt aus der Wärmebilanz der Hülle: Q = k · A · ΔT. Der Werkstoff Stahlblech (lackiert) hat einen Wärmedurchgangskoeffizienten von k = 5,5 W/(m²·K). Die wirksame Wärmeabgabe-Fläche dieses Gehäuses berechnet sich nach der Aufstellungsart „Wandanbau (Rückseite an Wand)" zu A = 1,33 m² — die b-Faktor-Methode in Anlehnung an die Berechnung nach IEC TR 60890 gewichtet jede Gehäusefläche danach, wie frei sie Wärme abgeben kann. Wand-, Nachbar- und Bodenflächen zählen weniger als frei umströmte Seiten.

Bei ΔT = 3 K ergibt sich ein Hüllverlust von 22 W. Die interne Verlustleistung der Einbauten (40 W) liegt darüber — rechnerisch bleibt unter diesen Annahmen keine Heizleistung übrig. Eine fest eingeschaltete Heizung würde den Schrank im Betrieb eher unnötig aufheizen.

Sinnvoll bleibt ein Hygrostat: Er schaltet einen kleinen Heizer nur dann zu, wenn die Luftfeuchte steigt und Betauung droht — etwa wenn die Maschine über ein kaltes Wochenende stillsteht und die Eigenerwärmung fehlt. So vermeidet man Tauwasser, ohne im Normalbetrieb Energie zu verschwenden.

Zur Kondensation: Bei 65 % relativer Luftfeuchte und 2 °C liegt der Taupunkt bei rund -3,9 °C. Fällt die Innenwand-Temperatur darunter, schlägt sich Feuchtigkeit nieder. Eine Heizung, die das Gehäuse einige Grad über der Umgebung hält, schiebt die Oberflächentemperatur über den Taupunkt — das ist neben dem Frostschutz der eigentliche Zweck einer Schaltschrankheizung.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination

Welche Heizleistung braucht Maschinensteuerung (Halle)?
Unter den angegebenen Annahmen (600×800×300 mm, Stahlblech (lackiert), 2 °C Umgebung, 5 °C Ziel) beträgt der Hüllverlust nur 22 W und wird von der internen Verlustleistung gedeckt. Rechnerisch ist keine Zusatzheizung nötig — gegen Betauung genügt ein Hygrostat mit kleinem Heizer.
Wie wirkt sich die Aufstellungsart auf die Heizleistung aus?
Die Aufstellungsart bestimmt die effektive Wärmeabgabe-Fläche. Ein freistehender Schrank gibt über alle Seiten plus Dach Wärme ab, ein Wandanbau verliert die Rückseite, ein Mittelschrank in einer Reihe zusätzlich beide Seiten und das abgedeckte Dach. Dieses Gehäuse ist als „Wandanbau (Rückseite an Wand)" gerechnet und kommt damit auf A = 1,33 m². Derselbe Schrank freistehend hätte eine deutlich größere Fläche und bräuchte mehr Heizleistung.
Muss ich die Verlustleistung der eingebauten Geräte berücksichtigen?
Ja. Jedes Bauteil im Schrank — Wechselrichter, Netzteile, SPS, Schütze — gibt im Betrieb Wärme ab und heizt von innen mit. Diese interne Verlustleistung wird vom Heizbedarf abgezogen: P_heat = k·A·ΔT − P_intern. In diesem Beispiel sind 40 W angesetzt. Wer die reale Verlustleistung kennt, vermeidet einen überdimensionierten Heizer.
Verhindert die Heizung Kondenswasser im Schaltschrank?
Das ist neben dem Frostschutz ihr Hauptzweck. Bei 65 % Luftfeuchte und 2 °C liegt der Taupunkt bei etwa -3,9 °C. Hält die Heizung die Innenwand ein paar Grad über der Umgebung, bleibt die Oberfläche über dem Taupunkt und es fällt kein Tauwasser an. An sehr feuchten Standorten regelt man die Heizung über einen Hygrostat, der nur bei drohender Betauung zuschaltet.
Reicht ein Thermostat oder brauche ich einen Hygrostat?
Ein Thermostat schaltet die Heizung nach Temperatur — richtig, wenn es um Frostschutz oder eine Mindest-Innentemperatur geht. Ein Hygrostat schaltet nach Luftfeuchte — richtig, wenn Kondensation das Problem ist. Bei Außen- und Kellerschränken kombiniert man beides oft in einem Thermo-Hygrostat: Frostschutz über die Temperatur, zusätzlicher Schutz gegen Betauung über die Feuchte. Für diesen Schrank, bei dem rechnerisch keine Dauerheizung nötig ist, steht der Hygrostat im Vordergrund.

Fachbegriffe in diesem Text