75 W Schaltschrankheizung: Kellerschrank (Kondensation)
Heizleistung für Kellerschrank (Kondensation) (600×600×250 mm, Stahlblech (lackiert)) gegen Frost und Kondensation. Wärmebilanz Q = k·A·ΔT, effektive Oberfläche in Anlehnung an IEC TR 60890.
Empfohlener Normheizer
75 W
Laut Berechnung fehlen 62 W bei 5 °C — ein Heizwiderstand ab 75 W deckt den Hüllverlust und senkt die relative Feuchte der Innenluft auf rund 41 %
- Effektive Fläche
- 0,98 m²
- ΔT
- 10 K
- Hüllverlust
- 54 W
- Status
- Heizung nötig
Kurzantwort
Laut Berechnung braucht Kellerschrank (Kondensation) (600×600×250 mm, Stahlblech (lackiert)) bei 5 °C Umgebung und 15 °C Ziel-Innentemperatur rund 62 W Heizleistung — aufgerundet ein 75-W-Normheizer. Effektive Oberfläche 0,98 m², Hüllverlust 54 W.
Grundlage: Wärmebilanz Q = k·A·ΔT, effektive Oberfläche in Anlehnung an IEC TR 60890
Heizer, Thermostat und Hygrostat
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Heizleistung nach Außentemperatur
Wie sich Hüllverlust, erforderliche Heizleistung und die Normheizer-Stufe mit der Umgebungstemperatur entwickeln (Ziel-Innentemperatur 15 °C fest).
| T_u | ΔT | Hüllverlust | Erforderlich | Normheizer |
|---|---|---|---|---|
| 12 °C | 3 K | 16 W | 19 W | 20 W |
| 10 °C | 5 K | 27 W | 31 W | 45 W |
| 8 °C | 7 K | 38 W | 44 W | 45 W |
| 5 °C | 10 K | 54 W | 62 W | 75 W |
| 2 °C | 13 K | 70 W | 81 W | 100 W |
| 0 °C | 15 K | 81 W | 93 W | 100 W |
Eigene Werte durchrechnen
Maße, Werkstoff, Aufstellungsart und Temperaturen lassen sich hier frei ändern — Hüllverlust, erforderliche Heizleistung und Normheizer-Stufe rechnen sofort neu.
Schaltschrankheizung-Rechner
Erforderliche Heizleistung gegen Frost und Kondensation: Q = k · A · ΔT.
Verlustwärme der Einbauten — 0 W ist der konservative Fall (Anlage kalt).
Empfohlener Normheizer
Heizung erforderlich · 62 W rechnerisch
- Effektive Oberfläche A
- 0,98 m²
- k-Wert
- 5,5 W/(m²·K)
- ΔT
- 10 K
- Hüllverlust Q
- 54 W
- Erforderlich (+15 %)
- 62 W
Eigenes Wärmebilanz-Modell, effektive Oberfläche in Anlehnung an IEC TR 60890. Pauschale Abschätzung ohne Luftstrom-Verteilung — die Auslegung gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
Frost- und Kondensationsschutz
Im Keller geht es selten um Frost, sondern um Tauwasser. Die Wände sind kühl, die Luft ist feucht, und sobald warme Luft an der kalten Schrankinnenwand abkühlt, schlägt sich Feuchtigkeit nieder — genau dort, wo Elektronik und Klemmen sitzen. Eine schwache Dauerheizung hält das Blech ein paar Grad über der Umgebung, sodass die Innenfläche über dem Taupunkt bleibt. Bei 80 % Luftfeuchte und 5 °C liegt der Taupunkt schon bei rund 2 °C, der Sicherheitsabstand ist also knapp.
Die Heizleistung folgt aus der Wärmebilanz der Hülle: Q = k · A · ΔT. Der Werkstoff Stahlblech (lackiert) hat einen Wärmedurchgangskoeffizienten von k = 5,5 W/(m²·K). Die wirksame Wärmeabgabe-Fläche dieses Gehäuses berechnet sich nach der Aufstellungsart „Wandanbau (Rückseite an Wand)" zu A = 0,98 m² — die b-Faktor-Methode in Anlehnung an die Berechnung nach IEC TR 60890 gewichtet jede Gehäusefläche danach, wie frei sie Wärme abgeben kann. Wand-, Nachbar- und Bodenflächen zählen weniger als frei umströmte Seiten.
Bei ΔT = 10 K ergibt sich ein Hüllverlust von 54 W. Mit 15 % Sicherheitszuschlag ergeben sich rund 62 W erforderliche Heizleistung, aufgerundet auf die nächste Normheizer-Stufe also 75 W.
Ein Heizwiderstand dieser Stufe mit nachgeschaltetem Thermostat hält das Innenklima stabil. Bei feuchten Standorten ergänzt ein Hygrostat die Regelung, damit auch außerhalb der kalten Stunden keine Betauung entsteht.
Zur Kondensation: Ein Schaltschrank ist nicht luftdicht, die Luft darin hat deshalb dieselbe absolute Feuchte wie die Umgebung. Bei 80 % relativer Luftfeuchte und 5 °C liegt ihr Taupunkt bei rund 1,8 °C. Tauwasser fällt dort aus, wo eine Innenfläche kälter ist als dieser Taupunkt. Auf 15 °C erwärmt, hat die Innenluft nur noch rund 41 % relative Feuchte — die beheizten Flächen bleiben trocken. Kritisch sind Flächen, die der Umgebung folgen (Tür, Dach, Kabeleinführung): Sie liegen bei 5 °C nur 3,2 K über dem Taupunkt. Kühlt die Umgebung schneller ab als der Schrank, etwa nachts oder nach einem Regenschauer, reicht dieser Abstand nicht mehr. Deshalb gehört die Heizung unten in den Schrank, damit die warme Luft an den Wänden entlangstreicht, und an feuchten Standorten zusätzlich ein Hygrostat dazu.
Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm und Heizer-Kapazität
Welcher Heizer reicht für Kellerschrank (Kondensation) bei welcher Kälte?
Verlauf der erforderlichen Heizleistung über die Umgebungstemperatur für Kellerschrank (Kondensation). Je kälter es wird, desto mehr Leistung ist nötig. Die gestrichelte Linie markiert die Kapazität des empfohlenen 75-W-Normheizers — wird es kälter als die Kurve diese Linie schneidet, ist der Heizer zu klein.
Normative Grundlagen
- IEC TR 60890 — Ermittlung der Übertemperatur von Schaltgerätekombinationen durch Berechnung; von dort stammt die Methodik der effektiven Oberfläche mit Lage-Faktoren
- DIN EN IEC 61439-1 (VDE 0660-600-1) — Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen, Erwärmung und Klimatisierung des Gehäuses
Gerechnet wird mit einem eigenen stationären Wärmebilanz-Modell Q = k · A · ΔT: für Kellerschrank (Kondensation) (600×600×250 mm, Stahlblech (lackiert)) ergeben sich 0,98 m² effektive Oberfläche, k = 5,5 W/(m²·K) und ΔT = 10 K, also 54 W Hüllverlust. Die Flächen-Methodik ist in Anlehnung an IEC TR 60890 nachgebildet, Tabellenwerte der Norm werden nicht wiedergegeben. Das Modell rechnet ohne Luftstrom-Verteilung im Schrank; Sonneneinstrahlung, Türöffnungen und Kabeleinführungen sind nicht berücksichtigt und verschieben den realen Bedarf.
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Berechnung
Welche Heizleistung braucht Kellerschrank (Kondensation)?
Wie wirkt sich die Aufstellungsart auf die Heizleistung aus?
Muss ich die Verlustleistung der eingebauten Geräte berücksichtigen?
Verhindert die Heizung Kondenswasser im Schaltschrank?
Reicht ein Thermostat oder brauche ich einen Hygrostat?
Nächste Schritte
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