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Leitungsschutz für Maschine / Transformator: D32

Welcher Leitungsschutzschalter für Große Maschine oder Transformator (hohe Einschaltströme)? Koordinationsprüfung gegen NYY-J 5×6 mm² nach DIN VDE 0100-430. I_B = 28,87 A · I_z = 42,4 A · Drehstrom 400 V

Empfohlener Nennstrom I_n (D-Charakteristik)

32 A

Laut Berechnung erfüllt D32 beide Überlast-Bedingungen — 90 % Auslastung bei 28,87 A Betriebsstrom und 10,4 A Reserve bis zur Belastbarkeit der Leitung

Auslösebereich
320–640 A
Auslastung I_B / I_n
90 %
Reserve bis I_z
10,4 A
Koordination
Erfüllt

Kurzantwort

Für Große Maschine oder Transformator (hohe Einschaltströme) auf NYY-J 5×6 mm² ergibt die Rechnung einen D32 Leitungsschutzschalter. Die Überlast-Bedingungen der DIN VDE 0100-430 sind laut Berechnung erfüllt, bei 30 °C Umgebung und ohne Häufung mit anderen Stromkreisen: I_B = 28,87 A, I_n = 32 A, I_z = 42,4 A. Auslastung 90 Prozent.

Grundlage: DIN VDE 0100-430 Bedingungen 1+2, IEC 60898-1 Auslösekennlinien

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Stückliste zu dieser Berechnung

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Typische Komponenten für diese Berechnung, keine technische Empfehlung. Marke und Modell wählt die ausführende Fachkraft.

* Werbe-Link — wir erhalten beim Kauf eine Provision, für Sie ändert sich am Preis nichts. Preise und Lieferstatus laut Händler-Feed vom 01.10.2026 — maßgeblich ist der Preis im Shop.

Koordination von LS-Schalter und Kabel

Drei Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Leitung und Leitungsschutzschalter zusammen gegen Überlast schützen: I_B ≤ I_n (Last unter Nennstrom), I_n ≤ I_z (Schalter schützt Leitung), I_2 ≤ 1,45 · I_z (großer Prüfstrom unter thermischer Grenze). Für diese Kombination (28,87 A Betriebsstrom, D32 LS, 42,4 A Leitungsbelastbarkeit):

Bedingung Wert Grenze Status
Bedingung 1: I_B ≤ I_n
Betriebsstrom unter Nennstrom
28,87 A 32 A erfüllt
Bedingung 2a: I_n ≤ I_z
Nennstrom unter Leitungsbelastbarkeit
32 A 42,4 A erfüllt
Bedingung 2b: I_2 ≤ 1,45 · I_z
Großer Prüfstrom (1,45·I_n) unter thermischer Grenze
46,4 A 61,5 A erfüllt

Bedingung 2b ist für Leitungsschutzschalter nach IEC 60898-1 automatisch erfüllt, wenn 2a erfüllt ist (I_2 = 1,45 · I_n). Sie wird für Transparenz explizit mitgeprüft, relevant wird sie bei Schmelzsicherungen gL/gG.

Eigene Werte durchrechnen

Betriebsstrom, Leitungsbelastbarkeit und Lastcharakter lassen sich hier frei ändern — die Koordinationsprüfung nach DIN VDE 0100-430 läuft sofort neu.

Eigene Werte einsetzen: Betriebsstrom, Leitung und Charakteristik

Welche Absicherung für meine Anwendung? Charakteristik und Nennstrom nach DIN VDE 0100-430 (Überlast-Check) und IEC 60898-1 (Auslösebereiche).

Schnell-Modus: typische Anwendung wählen, Querschnitt anpassen.

Standard für Maschine / Transformator: 6 mm² (NYY-J 5×6 mm²).

Empfohlener Leitungsschutzschalter

D32
Erfüllt
Charakteristik
D (10–20·I_n)
Betriebsstrom I_B
28,9 A
Nennstrom I_n
32 A
Leitung I_z (6 mm²)
42,4 A
Auslösebereich I_a
320–640 A
Auslastung
90 %

I_z gilt für 30 °C Umgebung und einen einzeln verlegten Stromkreis. Wärmere Umgebung oder Häufung senken I_z; der Kurzschluss- und Fehlerschutz (Schleifenimpedanz) ist separat zu prüfen.

DIN VDE 0100-430 Prüfung
erfüllt I_B ≤ I_n (28,9 A ≤ 32 A)
erfüllt I_n ≤ I_z (32 ≤ 42,4 A)
erfüllt I_2 ≤ 1,45·I_z (46,4 ≤ 61,5 A)
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Welche Charakteristik (B/C/D) passt für Maschine / Transformator?

Leitungsschutzschalter nach IEC 60898-1 gibt es in den Charakteristiken B, C und D. Sie unterscheiden sich im Kurzschluss-Auslösebereich. Für diese Anwendung (induktive Last mit hohen Einschaltströmen):

Charakteristik Auslösebereich Typische Anwendung Eignung
B 3–5 · I_n Ohm'sche Lasten, Haushaltskreise (Licht, Steckdosen, Herd)
Ungeeignet
Zu empfindlich — darf schon ab 3 mal I_n auslösen
C 5–10 · I_n Gemischte Lasten, Wärmepumpen, Kleinmotoren, Leuchtstofflampen
Ungeeignet
Zu empfindlich — darf ab 5 mal I_n auslösen, der Inrush liegt darüber
D Empfohlen 10–20 · I_n Hohe Einschaltströme — Trafos, große Maschinen mit Anlaufstrom
Optimal
Optimal — löst unterhalb von 10 mal I_n nicht unverzögert aus

Welcher Nennstrom passt für Maschine / Transformator?

Was passiert, wenn ich den LS-Schalter eine Stufe kleiner oder größer wähle? Die Tabelle zeigt die Koordinations-Prüfung für die 5 Nennströme rund um den empfohlenen Wert von 32 A — bei gleicher Leitung (NYY-J 5×6 mm², I_z = 42,4 A):

I_n Auslösebereich Auslastung B1 · B2a · B2b Urteil
D20 200–400 A 144 % B1 nicht erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Nicht zulässig
D25 250–500 A 115 % B1 nicht erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Nicht zulässig
D32
Empfohlen
320–640 A 90 % B1 erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Erfüllt
D40 400–800 A 72 % B1 erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Erfüllt
D50 500–1000 A 58 % B1 erfüllt B2a nicht erfüllt B2b nicht erfüllt Nicht zulässig

Die drei Badges B1/B2a/B2b entsprechen den Bedingungen 1, 2a, 2b nach DIN VDE 0100-430. Eine Stufe größer: der LS-Schalter schützt die Leitung nicht mehr (Bedingung 2a). Eine Stufe kleiner: der Schalter löst bereits bei Normallast aus (Bedingung 1).

Überlast- und Kurzschlussschutz der Leitung

Eine große Werkzeugmaschine oder ein Transformator mit 17 kW Wirkleistung zieht bei cos φ 0,85 rund 28,9 A je Außenleiter und beim Einschalten einen Inrush-Strom vom Zehn- bis Vierzehnfachen, weil sich der Eisenkern erst aufmagnetisieren muss. Für solche Lasten gibt es die D-Charakteristik: Sie darf unterhalb des Zehnfachen ihres Nennstroms nicht unverzögert auslösen und löst erst ab dem Zwanzigfachen sicher unverzögert aus. Der Preis dafür ist eine sehr kleine zulässige Schleifenimpedanz — bei D32 muss der Fehlerstrom 640 A erreichen.

Der Lastcharakter ist eine induktive Last mit hohen Einschaltströmen — daraus folgt die Empfehlung für D-Charakteristik (Auslösebereich 10 bis 20 mal I_n, hohe Einschaltströme). Der Auslösebereich des D32 liegt zwischen 320 A und 640 A (10- bis 20-facher Nennstrom): Unterhalb von 320 A löst der Schalter nicht unverzögert aus — Einschaltströme bis dahin sind unkritisch —, ab 640 A löst er sicher unverzögert aus. Dazwischen hängt es vom einzelnen Exemplar ab. Im Überlastbereich darunter wirkt die thermische Auslösung nach der Strom-Zeit-Kennlinie des Schalters.

Koordinationsprüfung nach DIN VDE 0100-430: Bedingung 1 (I_B 28,87 A kleiner-gleich I_n 32 A) ist erfüllt. Bedingung 2a (I_n 32 A kleiner-gleich I_z 42,4 A) ist erfüllt. Bedingung 2b (I_2 gleich 1,45 mal I_n 46,4 A kleiner-gleich 1,45 mal I_z 61,5 A) ist erfüllt. Das Verhältnis I_B/I_n liegt bei 90 Prozent; die verbleibende Reserve der Leitung beträgt 10,4 A bis zur berechneten Belastbarkeit. Diese Belastbarkeit gilt bei 30 °C Umgebung und ohne Häufung mit anderen Stromkreisen — liegt die Leitung in wärmerer Umgebung oder im Bündel mit weiteren belasteten Kreisen, sinkt I_z, und die Prüfung muss mit dem verminderten Wert wiederholt werden.

Die Überlast-Bedingungen sind laut Berechnung mit Reserve erfüllt: Die Leitung hat 10,4 A thermische Reserve, der LS-Schalter ist zu 90 Prozent ausgelastet. Den Kurzschluss- und Fehlerschutz (Schleifenimpedanz) prüft dieser Rechner nicht — er ist die dritte, separate Bedingung.

Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm, Eingangswerte, Formeln, Normen
Auslastung des LS-Schalters nach Nennstromstufe (Maschine / Transformator)
Auslastung des LS-Schalters nach Nennstromstufe (Maschine / Transformator) Auslastung in Abhängigkeit von Nennstrom I_n. 9 Datenpunkte. 95 % Reserve-Grenze 100 % Bedingung 1 6,00 14,8 23,6 32,4 41,2 50,0 0,00 37,5 75,0 113 150 Nennstrom I_n [A] Auslastung [%]

Auslastung I_B/I_n für verschiedene Standard-Nennströme. Punkte in Rot: Bedingung 1 (I_B ≤ I_n) oder 2a (I_n ≤ I_z) verletzt. Gelb: Bedingungen erfüllt, aber ≥ 95 Prozent ausgelastet. Grün: erfüllt mit Reserve. Empfohlen ist D32 bei 90 Prozent Auslastung.

Eingangswerte und Ergebnisse

Anwendung Große Maschine oder Transformator (hohe Einschaltströme)
Lastcharakter induktive Last mit hohen Einschaltströmen
Betriebsstrom I_B 28,87 A
Nennspannung 400 V
Stromart Drehstrom 400 V
Leistungsfaktor cos φ 0,85
Leitung NYY-J 5×6 mm²
Leitungsbelastbarkeit I_z 42,4 A
Empfohlene Charakteristik D
Empfohlener Nennstrom I_n 32 A
Auslösebereich I_a 320–640 A
Großer Prüfstrom I_2 (1,45·I_n) 46,4 A
Auslastung I_B / I_n 90 %

Grundlage: DIN VDE 0100-430 (Koordinationsregel), IEC 60898-1 (Charakteristik-Definitionen).

Koordinationsregel nach DIN VDE 0100-430

I_B
Betriebsstrom der Last (A)
I_n
Nennstrom des Schutzorgans (A)
I_z
Strombelastbarkeit der Leitung (A)
I_2
Großer Prüfstrom des Schutzorgans (LS: 1,45·I_n) (A)

Auslösebereich der Charakteristik

I_a
Unverzögerter Kurzschluss-Auslösestrom (A)
k
Faktor: B = 3–5, C = 5–10, D = 10–20; unterhalb des unteren Werts keine unverzögerte Auslösung, ab dem oberen sicher
I_n
Nennstrom des LS-Schalters (A)

Normative Grundlagen

  • DIN VDE 0100-430 — Errichtung von Niederspannungsanlagen: Schutz bei Überstrom
  • IEC 60898-1 — Elektrisches Installationsmaterial: Leitungsschutzschalter für Haushalt und ähnliche Zwecke
  • EN 60898-1 — Europäische Fassung der IEC 60898-1
  • DIN VDE 0100-410 — Schutz gegen elektrischen Schlag (Abschaltbedingungen, nicht Teil dieses Rechners)

Dieser Rechner deckt die Überlast-Koordination (Bedingungen 1 und 2 der DIN VDE 0100-430) ab. Der Kurzschluss-Check (Bedingung 3: I_k,min ≥ I_a) ist nicht Teil der Berechnung und muss für die konkrete Anlage separat mit der Netzimpedanz des Hausanschlusses geprüft werden.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Berechnung

Welcher Leitungsschutzschalter für Maschine / Transformator?
Empfohlen ist ein D32 Leitungsschutzschalter: Charakteristik D wegen induktive Last mit hohen Einschaltströmen, Nennstrom 32 A ist die nächste Standardstufe oberhalb des Betriebsstroms 28,87 A.
Warum D und nicht B?
Die Charakteristik D löst unterhalb von 320 A nicht unverzögert aus und ab 640 A sicher unverzögert. Bei Maschine / Transformator ist das sinnvoll, weil hohe Einschaltströme typisch sind (Inrush beim Trafo, Anlaufstrom des Motors); B oder C könnten dabei auslösen, D darf erst ab dem 10-fachen Nennstrom unverzögert auslösen.
Ist die Kombination nach DIN VDE 0100-430 zulässig?
Laut Berechnung ja — bei 30 °C Umgebung und ohne Häufung mit anderen Stromkreisen. Für den Überlastschutz verlangt die Norm I_B ≤ I_n, I_n ≤ I_z und I_2 ≤ 1,45 mal I_z. Für diese Kombination (28,87 A Betriebsstrom, D32 LS, 42,4 A Leitungsbelastbarkeit bei NYY-J 5×6 mm²) ergibt sich: Bedingung 1 erfüllt, Bedingung 2a erfüllt, Bedingung 2b erfüllt. Kurzschluss- und Fehlerschutz sind damit noch nicht nachgewiesen.
Was passiert bei Überlast?
Im Überlastbereich (Strom oberhalb I_n, aber unterhalb von 320 A, wo die unverzögerte Auslösung beginnen kann) löst der Leitungsschutzschalter zeitverzögert über den Bimetall-Auslöser aus — je größer der Überstrom, desto schneller. Beim großen Prüfstrom I_2 = 46,4 A (1,45 mal I_n) löst er spätestens innerhalb der konventionellen Zeit aus: 1 Stunde bei Nennströmen bis 63 A.
Kann ich eine Stufe größer absichern?
Nur wenn die Leitung das trägt. Die nächste Stufe D40 wäre mit dieser Leitung ebenfalls koordiniert (40 A ≤ 42,4 A Belastbarkeit) und lässt Reserve für lange Volllast. Faustregel: der Leitungsschutzschalter schützt die Leitung, nicht umgekehrt — und eine größere Stufe verlangt im Fehlerfall einen höheren Fehlerstrom, also eine kleinere Schleifenimpedanz.
Unterschied B, C und D?
Alle drei Charakteristiken sind nach IEC 60898-1 definiert und unterscheiden sich im Bereich der unverzögerten Auslösung: B zwischen 3 und 5 mal I_n (Haushalt), C zwischen 5 und 10 mal I_n (gemischte Lasten, kleinere Motoren), D zwischen 10 und 20 mal I_n (Trafos, große Maschinen mit Anlaufstrom). Die untere Zahl ist die Grenze, bis zu der der Schalter nicht unverzögert auslösen darf, die obere der Strom, ab dem er sicher unverzögert auslöst. Im Überlastbereich darunter verhalten sie sich nahezu identisch.

Nächste Schritte

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