33,0 A für 16 mm² Cu im Schaltschrank B1
Anordnung Kabelkanal (B1) · Gehäusetemperatur 55 °C · 2 belastete Stromkreise
Max. Betriebsstrom
Kurzantwort
33.0 A maximaler Dauerstrom für 16 mm² Kupfer im Kabelkanal auf einer Wand bei 55 °C Gehäusetemperatur. Temperaturfaktor k_t = 0,612, Häufungsfaktor k_2 = 0,80 bei 2 belasteten Stromkreisen. Berechnung nach physikalischem Wärmemodell der DIN EN IEC 61439-1 für PVC-isolierte Leiter mit 70 °C zulässiger Leitertemperatur.
Grundlage: DIN EN IEC 61439-1 (VDE 0660-600-1), physikalisches Wärmemodell
Wie viel Strom hält der Querschnitt bei welcher Schaltschrank-Temperatur?
Maximaler Betriebsstrom eines 16 mm² Cu Leiters in Anordnung Kabelkanal (B1) in Abhaengigkeit der Gehäuse-Innentemperatur. Der Grundwert I₃₀ = 67,4 A sinkt mit steigender Umgebungstemperatur nach dem Wurzel-Modell k_t = sqrt((T_max - T_umg)/(T_max - 30)).
Welche Verlegeanordnung würde mehr Strom erlauben?
Frei in Luft mit Abstand (Anordnung G) erlaubt deutlich höhere Ströme als im Kabelkanal (B1), weil die Wärme besser abgegeben wird. Die folgende Liste verlinkt direkt zu den passenden Vergleichs-Berechnungen für 16 mm² in den anderen Verlegeanordnungen.
Weitere Berechnungen für 16 mm² in Anordnung B1
Passende Folgeberechnungen für diese Parameter-Kombination.
Was bedeutet diese Strombelastbarkeit für meinen Schaltschrank?
Der Grundwert der Strombelastbarkeit bei 30 °C Umgebungstemperatur beträgt 67.4 A. Durch die erhöhte Gehäusetemperatur von 55 °C im Schaltschrank reduziert sich die zulässige Strombelastbarkeit um 39 Prozent (Temperaturfaktor k_t = 0.612). Dieser Faktor folgt dem physikalischen Zusammenhang, dass die Wärmeabfuhr proportional zur Wurzel der Temperaturdifferenz zwischen Leiter und Umgebung verläuft.
Bei 2 gleichzeitig belasteten dreiphasigen Stromkreisen in der Anordnung B1 gilt ein Häufungsfaktor k_2 = 0.80, was einer zusätzlichen Reduktion von 20 Prozent entspricht. Je dichter die Leiter beieinander liegen, desto stärker beeinflusst die gegenseitige Wärmeabgabe das Endergebnis. Die hier gewählte Anordnung (im Kabelkanal auf einer Wand) ist typisch für die Innenverdrahtung handelsüblicher Schaltgerätekombinationen.
Bei voller Belastung mit 33.0 A entsteht im Leiter eine ohmsche Verlustleistung von 1.50 W je Meter. Auf eine typische Verdrahtungslänge von 10 m im Schaltschrank umgelegt ergibt das 15.0 W Wärmeeintrag — ein Wert, der bei der Dimensionierung der Schrankbelüftung und der Innentemperatur-Abschätzung berücksichtigt werden muss.
Eingangswerte und Ergebnisse
| Leiterquerschnitt | 16 mm² |
|---|---|
| Leitermaterial | Kupfer (Cu) |
| Isolierung | PVC (max. 70 °C Leitertemperatur) |
| Verlegeanordnung | Kabelkanal (B1) |
| Gehäusetemperatur | 55 °C |
| Belastete Stromkreise | 2 |
| Grundwert I₃₀ (bei 30 °C) | 67.4 A |
| Temperaturfaktor k_t | 0.612 (physikalisch aus Wurzel-Modell) |
| Anordnungsfaktor k_2 | 0.80 |
| Max. Betriebsstrom I_max | 33.0 A |
| Verlustleistung je Leiter | 1.50 W/m |
Berechnet am 2026-05-21. Grundlage: physikalisches Wärmemodell der DIN EN IEC 61439-1.
Berechnungsgrundlage
- I_max
- Maximal zulässiger Betriebsstrom (A)
- I_30
- Grundwert bei 30 °C Umgebungstemperatur (A)
- T_max
- Zulässige Leitertemperatur (PVC) (°C)
- T_umg
- Gehäusetemperatur im Schaltschrank (°C)
- k_2
- Häufungsfaktor nach Anzahl Stromkreise
Verlustleistung
- P_v
- Verlustleistung je Meter Leiter (W/m)
- R_20
- Ohmscher Widerstand bei 20 °C (Ω/m)
- α
- Temperaturkoeffizient Cu ≈ 0,00393 (1/K)
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination
Wie hoch darf der Strom für 16 mm² Cu bei 55 °C im Schrank sein?
Warum ist die Belastbarkeit im Schrank geringer als im Haus?
Welche Verlustleistung entsteht im Leiter?
Was passiert bei anderer Anzahl belasteter Stromkreise?
Gilt der Wert auch für Aluminium-Leiter?
Fachbegriffe in diesem Text
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Normative Grundlagen
- DIN EN IEC 61439-1 (VDE 0660-600-1) — Schaltgerätekombinationen, Allgemeine Festlegungen
- IEC 60364-5-52 — Errichtung von Niederspannungsanlagen: Strombelastbarkeit
- DIN VDE 0298-4 — Strombelastbarkeit elektrischer Leitungen (Hausinstallation)
Die hier verwendete Berechnung ist keine 1:1 Wiedergabe geschuetzter Normtabellen, sondern ein eigenes physikalisches Modell, das gegen die Normwerte validiert wurde.