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0,29 Ω Schleifenimpedanz: CEE 63 A mit gG-Sicherung

Prüfung der Abschaltbedingung im TN-System: Z_s ≤ 0,9 · U_0 / I_a für 63 A gG an 16 mm² Cu. Validierung gegen DIN VDE 0100-520 Beiblatt 2:2023 Tab. 6.

Z_s bei 50 m

0,29 Ω

Laut Berechnung ist die Abschaltbedingung bei 50 m erfüllt — Schleifenimpedanz 0,29 Ω mit 56 % Reserve bis zum Grenzwert 0,66 Ω

Z_s,max
0,66 Ω
I_k,min
719 A
max. Länge
184 m
Status
Erfüllt

Kurzantwort

63 A gG an NYY-J 5×16 mm² bei 50 m Zuleitung: Schleifenimpedanz Z_s = 0,29 Ohm, max zulässig Z_s,max = 0,66 Ohm — Abschaltbedingung erfüllt mit Reserve.

Grundlage: DIN VDE 0100-520 Beiblatt 2:2023, Tab. 6 (TN-Abschaltbedingungen)

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Stückliste zu dieser Berechnung

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Typische Komponenten für diese Berechnung, keine technische Empfehlung. Marke und Modell wählt die ausführende Fachkraft.

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Zulässige Leitungslänge

Wie sich Z_s, der Kurzschlussstrom und die Reserve mit der Zuleitungslänge entwickeln.

Länge Z_s I_k Reserve Status
10 m 0,18 Ω 1166 A +73 % OK
20 m 0,20 Ω 1009 A +69 % OK
30 m 0,23 Ω 889 A +65 % OK
50 m 0,29 Ω 719 A +56 % OK
80 m 0,37 Ω 558 A +44 % OK
120 m 0,48 Ω 430 A +27 % OK

Eigene Werte durchrechnen

Länge, Querschnitte, Schutzorgan und Vornetz-Impedanz lassen sich hier frei ändern — Z_s, Z_s,max und die Reserve rechnen sofort neu.

Eigene Werte einsetzen: Z_s, Kurzschlussstrom und max. Länge

Prüft die Abschaltbedingung im TN-System: Z_s · I_a ≤ U_0.

max 2.000 mmin 0,1 m
m
5 m200 m
max 5 Ωmin 0,001 Ω
Ω
0,05 Ω1 Ω

Schleifenimpedanz Z_s

0,29Ω

Abschaltbedingung laut Berechnung erfüllt

Max. Z_s,max
0,66 Ω
Fehlerstrom I_k,min
719 A
Abschaltstrom I_a
315 A
Max. Länge l_max
184 m
Reserve
+56 %

Der berechnete Wert ersetzt keine Messung: Bei der Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600 wird Z_s am fertigen Stromkreis gemessen.

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Diese Seite behandelt eine gG-Sicherung. Das Modell rechnet sie ersatzweise wie einen B-Automaten (I_a = 5 · I_n); maßgeblich ist der Abschaltstrom aus der Kennlinie der eingesetzten Sicherung.

Z_s,max = 0,9 · U_0 / I_a, Leiter bei 80 °C, Reaktanz vernachlässigt. Mit der Vornetz-Impedanz der Längentabellen (0,3 Ω) trifft das Modell 12 Stützpunkte aus DIN VDE 0100-520 Beiblatt 2 (Typ B/C, 1,5–4 mm²) auf ± 2 %.

Abschaltbedingung im Fehlerfall

Eine 63-A-CEE-Verteilung wird typisch über NH-/gG-Sicherungen abgesichert und fällt unter das Verteilungs-Schutzziel 5 s — dort gelten weniger strenge Schleifenimpedanz-Vorgaben als bei Endstromkreisen. Die Kennlinie einer gG-Sicherung bildet dieses Modell nicht ab: Ersatzweise rechnet es mit I_a = 5 · I_n = 315 A, also wie mit einem LS B63. Der tatsächliche 5-s-Abschaltstrom der eingesetzten Sicherung steht in der Kennlinie des Herstellers und kann je nach Fabrikat und Größe davon abweichen — maßgeblich ist er, nicht dieser Ersatzwert. Annahme Z_v = 0,15 Ω (Industrie-Anschluss mit nahem Trafo).

Im TN-System muss die Schleifenimpedanz Z_s so klein bleiben, dass der Fehlerstrom die Sicherung innerhalb der geforderten Zeit abschaltet. Für die 63-A-gG-Sicherung setzt das Modell ersatzweise I_a = 5 · I_n = 315 A an (B-äquivalent, keine Sicherungskennlinie). Mit dem Spannungsfaktor c_min = 0,9 für die untere Netzspannung ergibt sich Z_s,max = 0,9 · 230 V / 315 A = 0,66 Ohm. Für den Nachweis zählt der 5-s-Abschaltstrom aus der Kennlinie der eingesetzten Sicherung.

Bei der angenommenen Konfiguration (50 m NYY-J 5×16 mm², Versorger-Impedanz Z_v = 0,15 Ohm) liegt die berechnete Schleifenimpedanz bei 0,29 Ohm. Daraus ergibt sich ein kleinster zu erwartender Fehlerstrom von 719 A (c_min · U_0 / Z_s) — laut Berechnung ausreichend, weil er über den 315 A liegt, ab denen das Modell die Abschaltung ansetzt. Reserve bis zur maximalen Schleifenimpedanz: 56 %.

Die maximal zulässige Leitungslänge bei sonst gleichen Parametern beträgt nach diesem Ersatzmodell 184 m. Ob die Sicherung innerhalb der geforderten 5 s abschaltet, entscheidet ihr Abschaltstrom laut Herstellerkennlinie — liegt er über 315 A, wird die zulässige Länge kürzer.

Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm und Grenzwert-Kurve

Wie weit darf die Zuleitung für CEE 63 A sein?

Schleifenimpedanz über Leitungslänge (CEE 63 A)
Schleifenimpedanz über Leitungslänge (CEE 63 A) Z_s in Abhängigkeit von Leitungslänge. 6 Datenpunkte. Z_s,max 10,0 32,0 54,0 76,0 98,0 120 0,00 0,18 0,36 0,54 0,71 Leitungslänge [m] Z_s [Ω]

Verlauf von Z_s über die Zuleitungslänge für 63 A gG an NYY-J 5×16 mm². Die gestrichelte Linie markiert Z_s,max = 0,66 Ω. Oberhalb dieses Werts ist die Abschaltbedingung laut Berechnung verletzt — die maximale zulässige Leitungslänge beträgt 184 m.

Normative Grundlagen

  • DIN VDE 0100-410 — Schutz gegen elektrischen Schlag: Abschaltbedingung im TN-System
  • DIN VDE 0100-520 Beiblatt 2 — maximal zulässige Kabel- und Leitungslängen aus der Abschaltbedingung
  • DIN EN 60898-1 (VDE 0641-11) — Leitungsschutzschalter: Definition der Auslösestrom-Charakteristik B, C und D

Z_s und der Kurzschlussstrom werden hier aus Vorimpedanz und Leiterwiderstand gerechnet, nicht aus einer Norm-Tabelle abgelesen: für 63 A gG an NYY-J 5×16 mm² (16 mm² Außenleiter) ergeben sich rechnerisch 0,29 Ω gegenüber einem Grenzwert von 0,66 Ω (0,9 · U_0 / I_a) und daraus 184 m maximale Zuleitungslänge. Mit der Vornetz-Impedanz der Längentabellen im Beiblatt (0,3 Ω) trifft das Modell deren Werte für Typ B und C bis 4 mm² auf rund 2 %. Die Leitungsreaktanz ist vernachlässigt; bei großen Querschnitten wird sie spürbar und macht das Ergebnis weniger konservativ. Die gG-Sicherung ist B-äquivalent gerechnet (I_a = 5 · I_n) — maßgeblich ist die Kennlinie des Herstellers. Die reale Vorimpedanz des Hausanschlusses ist nur durch eine Messung an der Anlage belegbar.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Berechnung

Welche maximale Leitungslänge ist bei CEE 63 A mit 63 A gG und NYY-J 5×16 mm² zulässig?
Bei einer Versorger-Impedanz von 0,15 Ohm und Kupfer-Leitern in der angegebenen Konfiguration sind 184 m möglich, bevor die Schleifenimpedanz die Grenze von 0,66 Ohm übersteigt und damit die Abschaltbedingung verletzt wäre. Bei kleineren Versorger-Impedanzen oder größeren Querschnitten verschiebt sich diese Grenze entsprechend.
Warum reicht der Spannungsfall-Rechner nicht — was kommt zusätzlich?
Spannungsfall und Schleifenimpedanz prüfen unterschiedliche Schutzziele: Der Spannungsfall begrenzt den Komfort-Verlust und die Verluste im Normalbetrieb (3 % Empfehlung), die Schleifenimpedanz die Sicherheit beim Erdschluss-Fehlerfall. Beide müssen unabhängig erfüllt sein. Für CEE 63 A ist die Schleifenimpedanz oft die kritischere Größe — vor allem bei C-Charakteristik wie bei Wärmepumpen.
Welche Reserven stecken in der Berechnung von Z_s,max?
Zwei, und beide sind offen ausgewiesen. Erstens der Spannungsfaktor c_min = 0,9: Gerechnet wird mit der Netzspannung am unteren Toleranzrand, also mit dem kleinsten Fehlerstrom. Zweitens die Leitertemperatur von 80 °C: Ein Leiter, der vor dem Fehler unter Last war, hat einen höheren Widerstand als ein kalter. Der Abschaltstrom selbst ist ohne Aufschlag angesetzt — I_a = 5 · I_n = 315 A für 63 A gG, hier als Ersatzwert, weil die Sicherungskennlinie nicht abgebildet ist. Den Nachweis an der fertigen Anlage führt die Messung nach DIN VDE 0100-600 mit denselben Abschaltströmen; der Messwert gilt für kalte Leiter und muss um die Erwärmung korrigiert werden. Die Leitungsreaktanz ist vernachlässigt, was bei kleinen Querschnitten kaum ins Gewicht fällt.
Wie verhält sich Z_s zur Versorger-Impedanz Z_v?
Die Schleifenimpedanz ist die Summe Z_s = Z_v + Z_phase + Z_PE. Z_v stammt aus dem Versorger-Trafo bis zum Hausanschluss und wird typisch mit 0,4 Ohm für ein deutsches Niederspannungsnetz angesetzt; in Industriegebieten oder mit eigenem Trafo kann sie deutlich kleiner sein (bis 0,1 Ohm). Im konkreten Setup hier ist Z_v = 0,15 Ohm angesetzt. Z_phase und Z_PE sind die Widerstände der eigenen Zuleitung — sie skalieren linear mit der Länge. Die Zuleitung trägt 0,14 Ohm zur Gesamt-Schleifenimpedanz von 0,29 Ohm bei.
Was passiert, wenn die Abschaltbedingung verletzt ist?
Wenn Z_s zu groß wird, reicht der Kurzschlussstrom beim Erdschluss nicht mehr für die unverzögerte Auslösung des LS. Der Schalter löst dann unter Umständen nur noch über die thermische Auslösung aus — nach Sekunden bis Minuten, je nach Höhe des Fehlerstroms. Während dieser Zeit kann am berührbaren Metallteil eine gefährliche Berührungsspannung anstehen. Lösungsweg in Reihenfolge: erstens Querschnitt größer (proportional kleinere Z_phase + Z_PE), zweitens PE-Querschnitt vergrößern wenn er reduziert war, drittens Verteilung näher an den Verbraucher legen, viertens Charakteristik wechseln (B statt C wo möglich).

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