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9,4 kW Heizlast für 100 m² Bestandsbau 1995–2010

Heizlast saniertes Doppelhaus, 100 m² Wohnfläche je Hälfte — physikbasiert berechnet, mit Sensitivitäts-Kurve und Cross-Links zu Verkabelungs- und Stromkosten-Rechnern.

Heizlast

9,40 kW
Spezifische Heizlast
90 W/m²
Transmission/Lüftung
9.000 W
Warmwasser-Reserve
400 W

Kurzantwort

9,40 kW Heizlast für ein Bestandsbau 1995–2010 mit 100 m² Wohnfläche — spezifischer Bedarf 90 W/m². Wert nach der Spezifische-Heizlast-Methode in Anlehnung an DIN EN 12831, Erwartungswert ±15 Prozent je nach realer Bauteilqualität.

Grundlage: Spezifische-Heizlast-Methode in Anlehnung an DIN EN 12831 (Wärmebilanz nach beheizter Fläche). Typische Bandmitte je Baustandard, Erwartungswert ±15 % je nach realer Bauteilqualität. Für die Anlagen-Auslegung ist eine detaillierte Heizlast nach DIN EN 12831 durch eine Elektrofachkraft oder einen Energieberater zu erstellen.

Wie verändert sich der Wert mit den Parametern?

Heizlast-Kurve Bestandsbau 1995–2010
Heizlast-Kurve Bestandsbau 1995–2010 Heizlast in Abhaengigkeit von Wohnfläche. 6 Datenpunkte. 80,0 108 136 164 192 220 0,00 5,43 10,9 16,3 21,7 Wohnfläche [m²] Heizlast [kW]

Heizlast in Abhängigkeit von der Wohnfläche bei q_h = 90 W/m². Die markierte Marke liegt bei der hier gewählten 100 m² Wohnfläche.

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Was bedeutet das in der Praxis?

Eine Doppelhaushälfte mit 100 m² profitiert thermisch von der gemeinsamen Trennwand zum Nachbarn — die spezifische Heizlast liegt bei rund 90 W/m². Für 100 m² Wohnfläche ergibt das einen Wärmebedarf von rund 9 kW. Eine kompakte Luft-Wasser-Wärmepumpe der 8-kW-Klasse passt gut, sofern ausreichend Aufstellfläche für die Außeneinheit vorhanden ist.

Das Modell rechnet die Heizlast aus der beheizten Wohnfläche mal einem spezifischen Bedarfswert q_h, der sich am Gebäude-Standard orientiert: Q_h = q_h × A. Für Bestandsbau 1995–2010 liegt q_h bei 90 W/m². Bei 100 m² Wohnfläche ergibt das 9.000 W Transmissions- und Lüftungswärme, plus rund 400 W Reserve für die Warmwasser-Bereitung — in Summe rund 9,40 kW.

Die spezifischen Werte stammen aus öffentlich publizierten Energieausweis-Mittelwerten des BMWK — sie sind kein 1:1-Norm-Auszug, sondern statistische Bandmitten je Baujahrs-Klasse. Reale Anlagen können je nach Bauteilqualität, Lüftungsverhalten und Wärmebrücken 15 Prozent darüber oder darunter liegen. Für die Anlagen-Dimensionierung ist eine detaillierte Heizlast nach DIN EN 12831 durch einen Fachplaner oder Energieberater notwendig.

Mit 9,4 kW liegt die Heizlast im Standard-Bereich für moderne Einfamilienhäuser. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe der 9–12-kW-Klasse ist hier die Standard-Lösung und erreicht bei Fußbodenheizung typisch JAZ 3,5–4,0.

Welche Annahmen liegen der Berechnung zugrunde?

Eingangswerte und Berechnungs-Ergebnisse

Beheizte Wohnfläche 100
Baustandard Bestandsbau 1995–2010
Spezifische Heizlast 90 W/m²
Warmwasser-Reserve 400 W
Heizlast gesamt 9,4 kW

Berechnet am 2026-05-21. Spezifische Heizlast 90 W/m² entspricht saniertem Bestand 1995–2010. Doppelhaushälften liegen typisch 5–10 Prozent unter freistehenden Häusern gleicher Größe.

Heizlast-Modell

Q_h
Heizlast gesamt (W)
q_h
spezifische Heizlast je Baustandard (W/m²)
A
beheizte Wohnfläche (m²)
Q_WW
Warmwasser-Reserve (W)

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination

Wie groß ist die Heizlast für Bestandsbau 1995–2010 mit 100 m²?
Die rechnerische Heizlast beträgt rund 9,40 kW (90 W/m² × 100 m² + 400 W Warmwasser). Erwartungswert ±15 Prozent je nach realer Bauteilqualität und Luftwechselrate.
Was bedeutet Heizlast genau?
Die Heizlast ist die maximale Wärmeleistung, die ein Gebäude an einem der kältesten Tage im Jahr (Norm-Außentemperatur) braucht, um die gewünschte Innentemperatur zu halten. Sie wird in kW angegeben und ist die zentrale Dimensionierungs-Größe für jedes Heizsystem.
Welche Wärmepumpen-Größe passt zu 9,40 kW Heizlast?
Als Faustregel sollte die Nennleistung der Wärmepumpe bei der Auslegungs-Außentemperatur (in Deutschland −7 bis −14 °C) der Heizlast entsprechen. Für 9,40 kW Heizlast wäre das eine Wärmepumpe mit 14 kW Nennleistung bei +7 °C Außentemperatur (Lufttypisch) oder 10 kW bei der Auslegungs-Temperatur (Sole-typisch).
Wie kann ich die Heizlast reduzieren?
Drei Hebel: (1) Außenwand-Dämmung senkt q_h um 30–60 Prozent, (2) Fenster-Tausch auf 3-fach-Verglasung um 10–20 Prozent, (3) Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung senkt die Lüftungswärme um 70–80 Prozent. Eine Kombination kann ein unsaniertes Altbau-Heizlast von 180 W/m² auf unter 90 W/m² halbieren.
Was unterscheidet diese Schätzung von einer Norm-Heizlast?
Eine Heizlast nach DIN EN 12831 berücksichtigt jeden Raum einzeln (Wandflächen, Fensterflächen, Wärmebrücken, Lüftungsverhalten, Anzahl Außenwände). Unsere Schätzung arbeitet mit der spezifischen Heizlast pro m² aus Energieausweis-Mittelwerten und ist deshalb deutlich schneller, aber auch ungenauer. Für die Anlagen-Dimensionierung ist die detaillierte Heizlast Pflicht.

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