6,4 kW Heizlast für 100 m² Doppelhaus saniert
Heizlast saniertes Doppelhaus, 100 m² Wohnfläche je Hälfte — physikbasiert berechnet, mit Sensitivitäts-Kurve und Cross-Links zu Verkabelungs- und Stromkosten-Rechnern.
Heizlast
6,38 kW
- Spezifische Heizlast
- 60 W/m²
- Lage-Faktor (Nachbarflächen)
- 0,92
- Transmission/Lüftung
- 5.980 W
- Warmwasser-Reserve
- 400 W
Kurzantwort
6,38 kW Heizlast für ein Bestandsbau 1995–2010 mit 100 m² Wohnfläche — spezifischer Bedarf 60 W/m². Wert nach der Spezifische-Heizlast-Methode in Anlehnung an DIN EN 12831, Erwartungswert ±15 Prozent je nach realer Bauteilqualität.
Grundlage: Spezifische-Heizlast-Methode in Anlehnung an DIN EN 12831 (Wärmebilanz nach beheizter Fläche). Richtwert je Baualtersklasse, Erwartungswert ±15 % je nach realer Bauteilqualität. Für die Anlagen-Auslegung ist eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen Heizungsfachbetrieb, Fachplaner oder Energieberater zu erstellen.
Eigene Werte durchrechnen
Wohnfläche, Baustandard, Wärmequelle, Vorlauftemperatur und Strompreis lassen sich hier frei ändern — Heizlast, JAZ, Jahresverbrauch und Kosten aktualisieren sofort.
Wärmepumpen-Rechner
Heizlast, JAZ, Jahresverbrauch und Heizkosten für Ihre konkrete Konstellation — alle vier Größen physikbasiert berechnet.
Heizkosten pro Jahr
Welche Heizlast hat eine sanierte Doppelhaushälfte?
Eine sanierte Doppelhaushälfte mit 100 m² profitiert thermisch von der gemeinsamen, beheizten Trennwand zum Nachbarn: Über diese Fläche entsteht praktisch kein Wärmeverlust, sodass die Hälfte rund fünf bis zehn Prozent unter einem freistehenden Haus gleicher Größe liegt. Gerechnet wird mit dem Richtwert für sanierten Bestand (65 W/m²) und einem Abschlag von 8 Prozent für die Trennwand — rund 60 W/m². Für 100 m² Wohnfläche ergibt das mit Warmwasser-Zuschlag eine Heizlast von rund 6,4 kW statt 6,9 kW freistehend. Eine kompakte Luft-Wasser-Wärmepumpe der 7-kW-Klasse passt gut. Die eigentliche Hürde im Doppelhaus ist die Aufstellung der Außeneinheit: Der Schallschutz zur eng stehenden Nachbarbebauung bestimmt häufig den Standort stärker als die hydraulische Anbindung, weshalb schallarme Geräte und eine durchdachte Platzierung wichtig sind.
Das Modell rechnet die Heizlast aus der beheizten Wohnfläche mal einem spezifischen Bedarfswert q_h, der sich am Gebäude-Standard orientiert: Q_h = q_h × A. Für Bestandsbau 1995–2010 liegt q_h bei 65 W/m², mit dem Lage-Faktor 0,92 für beheizte Nachbarflächen bei rund 60 W/m². Bei 100 m² Wohnfläche ergibt das 5.980 W Transmissions- und Lüftungswärme, plus rund 400 W Reserve für die Warmwasser-Bereitung — in Summe rund 6,38 kW.
Die spezifischen Werte sind eigene Richtwerte je Baualtersklasse, kein Norm-Auszug. Plausibilisiert sind sie über den Jahres-Wärmebedarf: 65 W/m² × 1.800 Vollbenutzungsstunden ergeben rund 117 kWh/m² im Jahr — zum Vergleich liegt der Wohngebäudebestand im Mittel bei rund 140 kWh/m². Reale Gebäude können je nach Bauteilqualität, Lüftungsverhalten und Wärmebrücken 15 Prozent darüber oder darunter liegen. Für die Anlagen-Dimensionierung ist eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen Heizungsfachbetrieb, Fachplaner oder Energieberater notwendig.
Mit 6,4 kW liegt die Heizlast im typischen Bereich für Einfamilienhäuser. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe passender Größe ist hier die gängige Lösung und erreicht mit Fußbodenheizung laut Modell eine JAZ um 3,8, mit Heizkörpern eher um 3,0.
Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm, Annahmen, Eingangswerte, Formel
Wert bei anderen Parametern
Heizlast in Abhängigkeit von der Wohnfläche bei q_h = 60 W/m². Die markierte Marke liegt bei der hier gewählten 100 m² Wohnfläche.
Annahmen der Berechnung
Eingangswerte und Berechnungs-Ergebnisse
| Beheizte Wohnfläche | 100 m² |
|---|---|
| Baustandard | Bestandsbau 1995–2010 |
| Spezifische Heizlast | 60 W/m² |
| Lage-Faktor (Nachbarflächen) | 0,92 |
| Warmwasser-Reserve | 400 W |
| Heizlast gesamt | 6,38 kW |
Richtwert 65 W/m² für sanierten Bestand 1995–2010 mit Lage-Faktor 0,92 für die beheizte Trennwand. Doppelhaushälften liegen typisch 5–10 Prozent unter freistehenden Häusern gleicher Größe.
Heizlast-Modell
- Q_h
- Heizlast gesamt (W)
- q_h
- spezifische Heizlast je Baustandard (W/m²)
- A
- beheizte Wohnfläche (m²)
- Q_WW
- Warmwasser-Reserve (W)
Normative Grundlagen
- DIN EN 12831-1 — Heizlast von Gebäuden; hier nur in Anlehnung als vereinfachtes Flächenverfahren, ohne Normwerte wiederzugeben
Die spezifische Heizlast je Baustandard ist eine Bandmitte mit einer Erwartungsbreite von rund ±15 Prozent; reale Bauteilqualität, Lüftungsrate und Klimazone verschieben den Wert. Die 6,38 kW dieser Seite sind damit eine Vorab-Größenordnung für die Geräteauswahl. Für die verbindliche Auslegung gehört eine raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 in die Hand einer Fachplanung oder eines Energieberaters.
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Berechnung
Wie groß ist die Heizlast für Bestandsbau 1995–2010 mit 100 m²?
Was bedeutet Heizlast genau?
Welche Wärmepumpen-Größe passt zu 6,38 kW Heizlast?
Wie kann ich die Heizlast reduzieren?
Was unterscheidet diese Schätzung von einer Norm-Heizlast?
Nächste Schritte
Weitere Seiten zu diesem Thema Verwandte Berechnungen, Fachbegriffe und Übersichten
Weitere Berechnungen für Doppelhaus saniert · 100 m²
Passende Folgeberechnungen für diese Berechnung.
Fachbegriffe in diesem Text
Verwandte Berechnungen
Weitere Rechner-Seiten mit inhaltlichem Bezug zu dieser Berechnung.
Alle Bereiche