TGB Automation

Suche auf tgb-automation.de

Tippe einen Begriff — z.B. „Spannungsfall", „2,5 mm²", „FI Typ B". Drücke Esc zum Schließen.

18,6 kW Heizlast für 150 m² Altbau vor 1977 (unsaniert)

Heizlast Altbau vor 1977 (unsaniert), 150 m² Wohnfläche — physikbasiert berechnet, mit Sensitivitäts-Kurve und Cross-Links zu Verkabelungs- und Stromkosten-Rechnern.

Heizlast

18,60 kW

Spezifische Heizlast
120 W/m²
Transmission/Lüftung
18.000 W
Warmwasser-Reserve
600 W

Kurzantwort

18,60 kW Heizlast für ein Altbau vor 1977 (unsaniert) mit 150 m² Wohnfläche — spezifischer Bedarf 120 W/m². Wert nach der Spezifische-Heizlast-Methode in Anlehnung an DIN EN 12831, Erwartungswert ±15 Prozent je nach realer Bauteilqualität.

Grundlage: Spezifische-Heizlast-Methode in Anlehnung an DIN EN 12831 (Wärmebilanz nach beheizter Fläche). Richtwert je Baualtersklasse, Erwartungswert ±15 % je nach realer Bauteilqualität. Für die Anlagen-Auslegung ist eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen Heizungsfachbetrieb, Fachplaner oder Energieberater zu erstellen.

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Eigene Werte durchrechnen

Wohnfläche, Baustandard, Wärmequelle, Vorlauftemperatur und Strompreis lassen sich hier frei ändern — Heizlast, JAZ, Jahresverbrauch und Kosten aktualisieren sofort.

Wärmepumpen-Rechner

Heizlast, JAZ, Jahresverbrauch und Heizkosten für Ihre konkrete Konstellation — alle vier Größen physikbasiert berechnet.

1 · Gebäude
max 2.000 m²min 20 m²
m²
50 m²300 m²
max 3.000 Wmin 0 W
W
0 W1.000 W
2 · Wärmepumpe
3 · Betrieb
max 4.000 h/Jahrmin 500 h/Jahr
h/Jahr
1.200 h/Jahr2.400 h/Jahr
max 50 %min 0 %
%
0 %20 %
max 1 €/kWhmin 0,05 €/kWh
€/kWh
0,15 €/kWh0,5 €/kWh

Heizkosten pro Jahr

1.701€
4.596 kWh × 0,37 €/kWh
Heizlast8,9 kW
JAZ3,80 bei 35 °C
Wärmeenergie/Jahr16.110 kWh
Strom/Jahr4.596 kWh
davon Heizstab483 kWh
Wärmepumpentarif (0,27 €/kWh)
Heizkosten 1.241 €/Jahr
Ersparnis 460 €/Jahr bei separatem Zähler
Erwartungswert ±15 % je nach realer Bauteilqualität und Klimazone. Für die Anlagen-Auslegung eine raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 durch Heizungsfachbetrieb oder Energieberater.

Wie hoch ist die Heizlast eines unsanierten Altbaus mit 150 m²?

Ein unsanierter Altbau vor 1977 besteht meist aus Vollziegel- oder Bruchstein-Mauerwerk mit einfach verglasten Kastenfenstern, ungedämmter Kellerdecke und einem hohen Lüftungswärme-Verlust durch undichte Fugen. Die typische spezifische Heizlast liegt bei rund 120 W/m². Bei 150 m² Wohnfläche ergibt das mit Warmwasser-Zuschlag eine Heizlast von rund 18,6 kW — eine Größenordnung, bei der eine Luft-Wärmepumpe als alleinige Heizquelle ohne Teilsanierung oft ungünstig arbeitet. Bestehende Gussheizkörper laufen hier oft mit 70/55-Vorlauf, was eine Luft-Wärmepumpe in den ineffizienten Hochtemperatur-Betrieb zwingt. Vor dem Umstieg lohnt fast immer ein Fassaden-Wärmedämmverbundsystem oder zumindest ein Dach- und Kellerdecken-Dämmpaket; eine nachträgliche Innendämmung verschiebt den Taupunkt und braucht ein sauberes Feuchteschutz-Konzept.

Das Modell rechnet die Heizlast aus der beheizten Wohnfläche mal einem spezifischen Bedarfswert q_h, der sich am Gebäude-Standard orientiert: Q_h = q_h × A. Für Altbau vor 1977 (unsaniert) liegt q_h bei 120 W/m². Bei 150 m² Wohnfläche ergibt das 18.000 W Transmissions- und Lüftungswärme, plus rund 600 W Reserve für die Warmwasser-Bereitung — in Summe rund 18,60 kW.

Die spezifischen Werte sind eigene Richtwerte je Baualtersklasse, kein Norm-Auszug. Plausibilisiert sind sie über den Jahres-Wärmebedarf: 120 W/m² × 1.800 Vollbenutzungsstunden ergeben rund 216 kWh/m² im Jahr — zum Vergleich liegt der Wohngebäudebestand im Mittel bei rund 140 kWh/m². Reale Gebäude können je nach Bauteilqualität, Lüftungsverhalten und Wärmebrücken 15 Prozent darüber oder darunter liegen. Für die Anlagen-Dimensionierung ist eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen Heizungsfachbetrieb, Fachplaner oder Energieberater notwendig.

Mit 18,6 kW liegt diese Heizlast im oberen Bereich — eine Luft-Wasser-Wärmepumpe als Monovalent-Anlage ist hier wirtschaftlich grenzwertig, weil die JAZ unter ungünstigen Bedingungen unter 3,0 fällt. Vor dem Einbau lohnt sich eine Teilsanierung (Fenster, Dach, Außenwände) oder die Kombination mit einem Heizstab für Spitzenlasten.

Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm, Annahmen, Eingangswerte, Formel

Wert bei anderen Parametern

Heizlast-Kurve Altbau vor 1977 (unsaniert)
Heizlast-Kurve Altbau vor 1977 (unsaniert) Heizlast in Abhängigkeit von Wohnfläche. 6 Datenpunkte. 80,0 108 136 164 192 220 0,00 7,25 14,5 21,8 29,0 Wohnfläche [m²] Heizlast [kW]

Heizlast in Abhängigkeit von der Wohnfläche bei q_h = 120 W/m². Die markierte Marke liegt bei der hier gewählten 150 m² Wohnfläche.

Annahmen der Berechnung

Eingangswerte und Berechnungs-Ergebnisse

Beheizte Wohnfläche 150 m²
Baustandard Altbau vor 1977 (unsaniert)
Spezifische Heizlast 120 W/m²
Warmwasser-Reserve 600 W
Heizlast gesamt 18,6 kW

Spezifische Heizlast 120 W/m²: eigener Richtwert für unsanierte Wohngebäude vor 1977, plausibilisiert über den Jahres-Wärmebedarf (× 1.800 h ≈ 216 kWh/m²a, Verbrauchskennwerte unsanierter Altbauten etwa 200–250 kWh/m²a). Reale Streuung 100–150 W/m².

Heizlast-Modell

Q_h
Heizlast gesamt (W)
q_h
spezifische Heizlast je Baustandard (W/m²)
A
beheizte Wohnfläche (m²)
Q_WW
Warmwasser-Reserve (W)

Normative Grundlagen

  • DIN EN 12831-1 — Heizlast von Gebäuden; hier nur in Anlehnung als vereinfachtes Flächenverfahren, ohne Normwerte wiederzugeben

Die spezifische Heizlast je Baustandard ist eine Bandmitte mit einer Erwartungsbreite von rund ±15 Prozent; reale Bauteilqualität, Lüftungsrate und Klimazone verschieben den Wert. Die 18,60 kW dieser Seite sind damit eine Vorab-Größenordnung für die Geräteauswahl. Für die verbindliche Auslegung gehört eine raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 in die Hand einer Fachplanung oder eines Energieberaters.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Berechnung

Wie groß ist die Heizlast für Altbau vor 1977 (unsaniert) mit 150 m²?
Die rechnerische Heizlast beträgt rund 18,60 kW (120 W/m² × 150 m² + 600 W Warmwasser). Erwartungswert ±15 Prozent je nach realer Bauteilqualität und Luftwechselrate.
Was bedeutet Heizlast genau?
Die Heizlast ist die maximale Wärmeleistung, die ein Gebäude an einem der kältesten Tage im Jahr (Norm-Außentemperatur) braucht, um die gewünschte Innentemperatur zu halten. Sie wird in kW angegeben und ist die zentrale Dimensionierungs-Größe für jedes Heizsystem.
Welche Wärmepumpen-Größe passt zu 18,60 kW Heizlast?
Als Faustregel sollte die Nennleistung der Wärmepumpe bei der Auslegungs-Außentemperatur (in Deutschland −7 bis −14 °C) der Heizlast entsprechen. Für 18,60 kW Heizlast wäre das eine Wärmepumpe mit 27 kW Nennleistung bei +7 °C Außentemperatur (Lufttypisch) oder 19 kW bei der Auslegungs-Temperatur (Sole-typisch).
Wie kann ich die Heizlast reduzieren?
Drei Hebel: (1) Außenwand-Dämmung senkt q_h um 30–60 Prozent, (2) Fenster-Tausch auf 3-fach-Verglasung um 10–20 Prozent, (3) Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung senkt die Lüftungswärme um 70–80 Prozent. Eine Kombination kann die spezifische Heizlast eines unsanierten Altbaus von rund 120 W/m² etwa auf das Niveau eines Gebäudes von 1995–2010 (rund 65 W/m²) senken.
Was unterscheidet diese Schätzung von einer Norm-Heizlast?
Eine Heizlast nach DIN EN 12831 berücksichtigt jeden Raum einzeln (Wandflächen, Fensterflächen, Wärmebrücken, Lüftungsverhalten, Anzahl Außenwände). Unsere Schätzung arbeitet mit einem Richtwert der spezifischen Heizlast pro m² je Baualtersklasse und ist deshalb deutlich schneller, aber auch ungenauer. Für die Anlagen-Dimensionierung ist die detaillierte Heizlast Pflicht.

Nächste Schritte

Weitere Seiten zu diesem Thema Verwandte Berechnungen, Fachbegriffe und Übersichten

Weitere Berechnungen für Altbau vor 1977 · 150 m²

Passende Folgeberechnungen für diese Berechnung.

Fachbegriffe in diesem Text

Verwandte Berechnungen

Weitere Rechner-Seiten mit inhaltlichem Bezug zu dieser Berechnung.