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0,22 Ω Schleifenimpedanz: CEE 125 A mit B125

Prüfung der Abschaltbedingung im TN-System: Z_s · I_a ≤ U_0 für B125 an 35 mm² Cu. Validierung gegen DIN VDE 0100-520 Beiblatt 2:2023 Tab. 6.

Z_s bei 60 m

0,22 Ω
Z_s,max
0,29 Ω
I_k
1043 A
max. Länge
97 m
Status
Erfüllt

Kurzantwort

B125 an NYY-J 5×35/16 mm² bei 60 m Zuleitung: Schleifenimpedanz Z_s = 0,22 Ohm, max zulässig Z_s,max = 0,29 Ohm — Abschaltbedingung erfüllt mit Reserve.

Grundlage: DIN VDE 0100-520 Beiblatt 2:2023, Tab. 6 (TN-Abschaltbedingungen)

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Wie weit darf die Zuleitung für CEE 125 A sein?

Schleifenimpedanz über Leitungslänge (CEE 125 A)
Schleifenimpedanz über Leitungslänge (CEE 125 A) Z_s in Abhaengigkeit von Leitungslänge. 6 Datenpunkte. Z_s,max 10,0 32,0 54,0 76,0 98,0 120 0,00 0,09 0,18 0,28 0,37 Leitungslänge [m] Z_s [Ω]

Verlauf von Z_s über die Zuleitungslänge für B125 an NYY-J 5×35/16 mm². Die gestrichelte Linie markiert Z_s,max = 0,29 Ω. Bei diesem Wert wird die Abschaltbedingung verletzt — die maximale zulässige Leitungslänge beträgt 97 m.

Weitere Berechnungen für CEE 125 A

Passende Folgeberechnungen für diese Parameter-Kombination.

Welche Länge ist noch zulässig?

Wie sich Z_s, der Kurzschlussstrom und die Reserve mit der Zuleitungslänge entwickeln.

Länge Z_s I_k Reserve Status
10 m 0,12 Ω 1915 A +59 % OK
20 m 0,14 Ω 1641 A +52 % OK
30 m 0,16 Ω 1435 A +46 % OK
50 m 0,20 Ω 1147 A +32 % OK
80 m 0,26 Ω 882 A +11 % OK
120 m 0,34 Ω 674 A -16 % FAIL

Schaltet die Sicherung im Fehlerfall zuverlässig ab?

125-A-Industrie-Anschluss mit reduziertem PE-Querschnitt (16 mm² PE bei 35 mm² Phase, gemäß DIN VDE 0100-540 Tab. 54.7). Schleifenimpedanz wird durch den kleineren PE stärker beeinflusst als beim Phasenleiter. Hauptanschlüsse mit vorgelagertem NH-Sicherungstrenner — Schutzziel 5 s. Annahme Z_v = 0,10 Ω (großer Industrie-Trafo nahe am Anschluss).

Im TN-System muss die Schleifenimpedanz Z_s so klein bleiben, dass beim Erdschluss der Kurzschlussstrom I_k = U_0 / Z_s den unverzögerten Auslösebereich des LS-Schalters erreicht. Für B125 bedeutet das Auslösung ab 5 mal I_n = 625 A. Mit 25 % Sicherheits-Marge gegen Reaktanz und Versorgungsschwankungen ergibt sich 781 A erforderlicher Strom und damit Z_s,max = 0,29 Ohm bei U_0 = 230 V.

Bei der angenommenen Konfiguration (60 m NYY-J 5×35/16 mm², Versorger-Impedanz Z_v = 0,10 Ohm) liegt die berechnete Schleifenimpedanz bei 0,22 Ohm. Daraus ergibt sich ein voraussichtlicher Kurzschlussstrom von 1043 A — ausreichend, um die Abschaltung innerhalb der geforderten Zeit auszulösen. Reserve bis zur maximalen Schleifenimpedanz: 25 %.

Die maximal zulässige Leitungslänge bei sonst gleichen Parametern beträgt 97 m. Innerhalb dieser Grenze ist die Abschaltbedingung nach DIN VDE 0100-410 sicher erfüllt — der LS-Schalter löst beim Erdschluss in unter 0,1 s aus, weit innerhalb der vorgeschriebenen 5 s.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination

Welche maximale Leitungslänge ist bei CEE 125 A mit B125 und NYY-J 5×35/16 mm² zulässig?
Bei einer Versorger-Impedanz von 0,10 Ohm und Kupfer-Leitern in der angegebenen Konfiguration sind 97 m möglich, bevor die Schleifenimpedanz die Grenze von 0,29 Ohm übersteigt und damit die Abschaltbedingung verletzt wäre. Bei kleineren Versorger-Impedanzen oder größeren Querschnitten verschiebt sich diese Grenze entsprechend.
Warum reicht der Spannungsfall-Rechner nicht — was kommt zusätzlich?
Spannungsfall und Schleifenimpedanz prüfen unterschiedliche Schutzziele: Der Spannungsfall begrenzt den Komfort-Verlust und die Verluste im Normalbetrieb (3 % Empfehlung), die Schleifenimpedanz die Sicherheit beim Erdschluss-Fehlerfall. Beide müssen unabhängig erfüllt sein. Für CEE 125 A ist die Schleifenimpedanz oft die kritischere Größe — vor allem bei C-Charakteristik wie bei Wärmepumpen.
Was ist die 25-Prozent-Sicherheits-Marge bei der Berechnung des Auslösestroms?
Die normgerechte Auslegung verwendet I_erf = 1,25 mal des oberen Auslöse-Faktors (also 6,25 mal I_n bei Typ B, 12,5 mal I_n bei Typ C) statt der reinen IEC-60898-Definition. Damit wird das Modell konservativ gegen drei Effekte: Versorgungs-Spannungsschwankungen, vernachlässigte Reaktanz, sowie Streuung in der Auslöse-Charakteristik einzelner Schalter-Exemplare. Für B125 ergibt das I_erf = 781 A statt 625 A nach Definition.
Wie verhält sich Z_s zur Versorger-Impedanz Z_v?
Die Schleifenimpedanz ist die Summe Z_s = Z_v + Z_phase + Z_PE. Z_v stammt aus dem Versorger-Trafo bis zum Hausanschluss und wird typisch mit 0,4 Ohm für ein deutsches Niederspannungsnetz angesetzt; in Industriegebieten oder mit eigenem Trafo kann sie deutlich kleiner sein (bis 0,1 Ohm). Im konkreten Setup hier ist Z_v = 0,10 Ohm angesetzt. Z_phase und Z_PE sind die Widerstände der eigenen Zuleitung — sie skalieren linear mit der Länge. Die Zuleitung trägt 0,12 Ohm zur Gesamt-Schleifenimpedanz von 0,22 Ohm bei.
Was passiert, wenn die Abschaltbedingung verletzt ist?
Wenn Z_s zu groß wird, reicht der Kurzschlussstrom beim Erdschluss nicht mehr für die unverzögerte Auslösung des LS. Der Schalter löst dann nur noch über die thermische Auslösung aus — Auslösezeiten typisch 5 bis 60 s. Während dieser Zeit kann am berührbaren Metallteil eine gefährliche Berührungsspannung anstehen. Lösungsweg in Reihenfolge: erstens Querschnitt größer (proportional kleinere Z_phase + Z_PE), zweitens PE-Querschnitt vergrößern wenn er reduziert war, drittens Verteilung näher an den Verbraucher legen, viertens Charakteristik wechseln (B statt C wo möglich).

Fachbegriffe in diesem Text