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0,66 Ω Schleifenimpedanz: CEE 32 A Industrie mit B32

Prüfung der Abschaltbedingung im TN-System: Z_s · I_a ≤ U_0 für B32 an 6 mm² Cu. Validierung gegen DIN VDE 0100-520 Beiblatt 2:2023 Tab. 6.

Z_s bei 35 m

0,66 Ω
Z_s,max
1,15 Ω
I_k
350 A
max. Länge
102 m
Status
Erfüllt

Kurzantwort

B32 an NYY-J 5×6 mm² bei 35 m Zuleitung: Schleifenimpedanz Z_s = 0,66 Ohm, max zulässig Z_s,max = 1,15 Ohm — Abschaltbedingung erfüllt mit Reserve.

Grundlage: DIN VDE 0100-520 Beiblatt 2:2023, Tab. 6 (TN-Abschaltbedingungen)

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Wie weit darf die Zuleitung für CEE 32 A Industrie sein?

Schleifenimpedanz über Leitungslänge (CEE 32 A Industrie)
Schleifenimpedanz über Leitungslänge (CEE 32 A Industrie) Z_s in Abhaengigkeit von Leitungslänge. 6 Datenpunkte. Z_s,max 10,0 32,0 54,0 76,0 98,0 120 0,00 0,35 0,69 1,04 1,38 Leitungslänge [m] Z_s [Ω]

Verlauf von Z_s über die Zuleitungslänge für B32 an NYY-J 5×6 mm². Die gestrichelte Linie markiert Z_s,max = 1,15 Ω. Bei diesem Wert wird die Abschaltbedingung verletzt — die maximale zulässige Leitungslänge beträgt 102 m.

Weitere Berechnungen für CEE 32 A Industrie

Passende Folgeberechnungen für diese Parameter-Kombination.

Welche Länge ist noch zulässig?

Wie sich Z_s, der Kurzschlussstrom und die Reserve mit der Zuleitungslänge entwickeln.

Länge Z_s I_k Reserve Status
10 m 0,47 Ω 486 A +59 % OK
20 m 0,55 Ω 420 A +52 % OK
30 m 0,62 Ω 371 A +46 % OK
50 m 0,77 Ω 300 A +33 % OK
80 m 0,99 Ω 233 A +14 % OK
120 m 1,28 Ω 179 A -12 % FAIL

Schaltet die Sicherung im Fehlerfall zuverlässig ab?

CEE-32-A-Steckdosen mit B32-Absicherung werden in Werkstätten und auf Baustellen typisch mit 6 mm² verlegt. Z_s,max = 1,15 Ohm — bei längeren Trassen (übliche Werkstattgrößen) kann das Limit erreicht werden. Im Zweifelsfall direkt nach Eintrag in die Werkstatt unter Putz auf Verteilung erweitern.

Im TN-System muss die Schleifenimpedanz Z_s so klein bleiben, dass beim Erdschluss der Kurzschlussstrom I_k = U_0 / Z_s den unverzögerten Auslösebereich des LS-Schalters erreicht. Für B32 bedeutet das Auslösung ab 5 mal I_n = 160 A. Mit 25 % Sicherheits-Marge gegen Reaktanz und Versorgungsschwankungen ergibt sich 200 A erforderlicher Strom und damit Z_s,max = 1,15 Ohm bei U_0 = 230 V.

Bei der angenommenen Konfiguration (35 m NYY-J 5×6 mm², Versorger-Impedanz Z_v = 0,40 Ohm) liegt die berechnete Schleifenimpedanz bei 0,66 Ohm. Daraus ergibt sich ein voraussichtlicher Kurzschlussstrom von 350 A — ausreichend, um die Abschaltung innerhalb der geforderten Zeit auszulösen. Reserve bis zur maximalen Schleifenimpedanz: 43 %.

Die maximal zulässige Leitungslänge bei sonst gleichen Parametern beträgt 102 m. Innerhalb dieser Grenze ist die Abschaltbedingung nach DIN VDE 0100-410 sicher erfüllt — der LS-Schalter löst beim Erdschluss in unter 0,1 s aus, weit innerhalb der vorgeschriebenen 0.4 s.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination

Welche maximale Leitungslänge ist bei CEE 32 A Industrie mit B32 und NYY-J 5×6 mm² zulässig?
Bei einer Versorger-Impedanz von 0,40 Ohm und Kupfer-Leitern in der angegebenen Konfiguration sind 102 m möglich, bevor die Schleifenimpedanz die Grenze von 1,15 Ohm übersteigt und damit die Abschaltbedingung verletzt wäre. Bei kleineren Versorger-Impedanzen oder größeren Querschnitten verschiebt sich diese Grenze entsprechend.
Warum reicht der Spannungsfall-Rechner nicht — was kommt zusätzlich?
Spannungsfall und Schleifenimpedanz prüfen unterschiedliche Schutzziele: Der Spannungsfall begrenzt den Komfort-Verlust und die Verluste im Normalbetrieb (3 % Empfehlung), die Schleifenimpedanz die Sicherheit beim Erdschluss-Fehlerfall. Beide müssen unabhängig erfüllt sein. Für CEE 32 A Industrie ist die Schleifenimpedanz oft die kritischere Größe — vor allem bei C-Charakteristik wie bei Wärmepumpen.
Was ist die 25-Prozent-Sicherheits-Marge bei der Berechnung des Auslösestroms?
Die normgerechte Auslegung verwendet I_erf = 1,25 mal des oberen Auslöse-Faktors (also 6,25 mal I_n bei Typ B, 12,5 mal I_n bei Typ C) statt der reinen IEC-60898-Definition. Damit wird das Modell konservativ gegen drei Effekte: Versorgungs-Spannungsschwankungen, vernachlässigte Reaktanz, sowie Streuung in der Auslöse-Charakteristik einzelner Schalter-Exemplare. Für B32 ergibt das I_erf = 200 A statt 160 A nach Definition.
Wie verhält sich Z_s zur Versorger-Impedanz Z_v?
Die Schleifenimpedanz ist die Summe Z_s = Z_v + Z_phase + Z_PE. Z_v stammt aus dem Versorger-Trafo bis zum Hausanschluss und wird typisch mit 0,4 Ohm für ein deutsches Niederspannungsnetz angesetzt; in Industriegebieten oder mit eigenem Trafo kann sie deutlich kleiner sein (bis 0,1 Ohm). Im konkreten Setup hier ist Z_v = 0,40 Ohm angesetzt. Z_phase und Z_PE sind die Widerstände der eigenen Zuleitung — sie skalieren linear mit der Länge. Die Zuleitung trägt 0,26 Ohm zur Gesamt-Schleifenimpedanz von 0,66 Ohm bei.
Was passiert, wenn die Abschaltbedingung verletzt ist?
Wenn Z_s zu groß wird, reicht der Kurzschlussstrom beim Erdschluss nicht mehr für die unverzögerte Auslösung des LS. Der Schalter löst dann nur noch über die thermische Auslösung aus — Auslösezeiten typisch 5 bis 60 s. Während dieser Zeit kann am berührbaren Metallteil eine gefährliche Berührungsspannung anstehen. Lösungsweg in Reihenfolge: erstens Querschnitt größer (proportional kleinere Z_phase + Z_PE), zweitens PE-Querschnitt vergrößern wenn er reduziert war, drittens Verteilung näher an den Verbraucher legen, viertens Charakteristik wechseln (B statt C wo möglich).

Fachbegriffe in diesem Text