TGB Automation

Suche auf tgb-automation.de

Tippe einen Begriff — z.B. „Spannungsfall", „2,5 mm²", „FI Typ B". Drücke Esc zum Schließen.

Wärmepumpentarif vs. Haushaltsstrom: 416 € pro Jahr günstiger (Vollkosten)

Wärmepumpen-Tarif (HT/NT) gegenüber Standardtarif — physikbasiert berechnet, mit Sensitivitäts-Kurve und Cross-Links zu Verkabelungs- und Stromkosten-Rechnern.

Vollkosten-Vorteil gegenüber Haushaltsstrom

416 €/Jahr

Laut Berechnung 416 € pro Jahr günstiger als Haushaltsstrom — 3.205 € statt 3.621 € Vollkosten, der Mehrinvest ist mit 3 % Zins nach 1,8 Jahren ausgeglichen

Betriebskosten-Differenz
−470 €/Jahr
Vollkosten Wärmepumpentarif
3.205 €/Jahr
Vollkosten Haushaltsstrom
3.621 €/Jahr
Amortisation (3 % Zins)
1,8 Jahre

Kurzantwort

Laut Berechnung hat der Wärmepumpentarif gegenüber Haushaltsstrom 470 € weniger Betriebskosten pro Jahr; mit dem Mehrinvest von 800 € ist er über die Vollkosten gerechnet 416 € pro Jahr günstiger. Vollkosten pro Jahr: 3.205 € für der Wärmepumpentarif gegenüber 3.621 € für Haushaltsstrom (Annuität mit 3 Prozent Zins über 20 Jahre). Der Mehrinvest ist mit 3 Prozent Zins nach rund 1,8 Jahren zurückverdient (statisch 1,7 Jahre) — innerhalb der angesetzten 20 Jahre.

Grundlage: Annuitätenmethode VDI 2067: 3 % Kalkulationszins, 20 Jahre Nutzungsdauer. Amortisation dynamisch (abgezinste Betriebskosten-Ersparnis), statisch 1,7 Jahre.

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Eigene Werte durchrechnen

Wohnfläche, Baustandard, Wärmequelle, Vorlauftemperatur und Strompreis lassen sich hier frei ändern — Heizlast, JAZ, Jahresverbrauch und Kosten aktualisieren sofort.

Wärmepumpen-Rechner

Heizlast, JAZ, Jahresverbrauch und Heizkosten für Ihre konkrete Konstellation — alle vier Größen physikbasiert berechnet.

1 · Gebäude
max 2.000 m²min 20 m²
m²
50 m²300 m²
max 3.000 Wmin 0 W
W
0 W1.000 W
2 · Wärmepumpe
3 · Betrieb
max 4.000 h/Jahrmin 500 h/Jahr
h/Jahr
1.200 h/Jahr2.400 h/Jahr
max 50 %min 0 %
%
0 %20 %
max 1 €/kWhmin 0,05 €/kWh
€/kWh
0,15 €/kWh0,5 €/kWh

Heizkosten pro Jahr

1.701€
4.596 kWh × 0,37 €/kWh
Heizlast8,9 kW
JAZ3,80 bei 35 °C
Wärmeenergie/Jahr16.110 kWh
Strom/Jahr4.596 kWh
davon Heizstab483 kWh
Wärmepumpentarif (0,27 €/kWh)
Heizkosten 1.241 €/Jahr
Ersparnis 460 €/Jahr bei separatem Zähler
Erwartungswert ±15 % je nach realer Bauteilqualität und Klimazone. Für die Anlagen-Auslegung eine raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 durch Heizungsfachbetrieb oder Energieberater.

Lohnt sich ein eigener Wärmepumpentarif?

Vergleich der Stromkosten einer 9-kW-Wärmepumpe mit Sondertarif gegenüber dem Standard-Haushaltstarif. Wärmepumpen gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG: Seit 2024 darf der Netzbetreiber ihre Leistung bei drohender Netzüberlastung zeitweise dimmen — auf mindestens 4,2 kW, nicht mehr komplett sperren — und gewährt dafür ein reduziertes Netzentgelt, das sich in einem günstigeren Arbeitspreis niederschlägt. Über einen separaten Zähler wird der Heizstrom getrennt vom Haushaltsstrom abgerechnet, oft zusätzlich nach Hoch- und Niedertarif gestaffelt. Annahme: Wärmepumpen-Strompreis 0,27 €/kWh gemittelt, Haushaltsstrom 0,37 €/kWh. Bei 4.700 kWh Jahresverbrauch beträgt die Ersparnis rund 470 € pro Jahr. Der separate Zähler kostet rund 800 € und ist damit nach rund 1,7 Jahren zurückverdient. Ältere Verträge enthalten teils noch feste Sperrzeiten; die überbrückt ein ausreichend großer Pufferspeicher in der Regel.

Der Vergleich rechnet beide Heizungs-Varianten auf Vollkosten pro Jahr nach der Annuitätenmethode: Investitionskosten × Annuitätenfaktor ergibt die jährliche Abschreibung mit Zinskosten, dazu die laufenden Betriebskosten. Bei 3 Prozent Kalkulationszins und 20 Jahren Nutzungsdauer ergibt das eine Annuität von 1.936 € pro Jahr (Wärmepumpentarif) gegenüber 1.882 € pro Jahr (Haushaltsstrom).

Plus laufende Betriebskosten von 1.269 € (Wärmepumpentarif) bzw. 1.739 € (Haushaltsstrom) ergeben sich die Vollkosten pro Jahr: 3.205 € gegenüber 3.621 € für die Alternative — 416 € pro Jahr weniger.

Der Mehrinvest ist mit 3 Prozent Zins nach rund 1,8 Jahren zurückverdient (statisch 1,7 Jahre) — innerhalb der angesetzten 20 Jahre. Gerechnet ist die dynamische Amortisation: Die jährliche Betriebskosten-Ersparnis von 470 € wird mit dem Kalkulationszins abgezinst, bis ihr Barwert den Mehrinvest von 800 € erreicht. Energiepreise bleiben konstant; steigende CO2-Preise für fossile Brennstoffe und eine Heizungsförderung würden das Ergebnis zugunsten der Wärmepumpe verschieben.

Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm, Annahmen, Eingangswerte, Formel

Wert bei anderen Parametern

Kumulierte Vollkosten-Differenz über Nutzungsdauer
Kumulierte Vollkosten-Differenz über Nutzungsdauer Kumulierte Differenz in Abhängigkeit von Nutzungsdauer. 5 Datenpunkte. 5,00 9,00 13,0 17,0 21,0 25,0 0,00 2850 5699 8549 11398 Nutzungsdauer [Jahre] Kumulierte Differenz [€]

Aufsummierte Vollkosten-Differenz zwischen Wärmepumpentarif und Haushaltsstrom nach 5 bis 25 Jahren (positiv = Wärmepumpentarif günstiger). Die markierte Marke liegt bei der hier gewählten Nutzungsdauer von 20 Jahren.

Annahmen der Berechnung

Eingangswerte und Berechnungs-Ergebnisse

Invest Wärmepumpentarif 28.800 €
Betriebskosten Wärmepumpentarif 1.269 €/Jahr
Invest Haushaltsstrom 28.000 €
Betriebskosten Haushaltsstrom 1.739 €/Jahr
Kalkulationszins 3 %
Nutzungsdauer 20 Jahre
Annuität Wärmepumpentarif 1.936 €/Jahr
Vollkosten-Vorteil 416 €/Jahr

Wärmepumpentarif 0,27 €/kWh: Durchschnitt aller Lieferanten für Wärmepumpen mit getrenntem Zähler, Bundesnetzagentur, Monitoringbericht 2025 (Stand 01.04.2025); Neukundentarife liegen 2026 teils darunter. Haushaltsstrom 0,37 €/kWh: BDEW, Durchschnitt Haushalte April 2026. Steuerung nach § 14a EnWG seit 01.01.2024: Dimmen auf mindestens 4,2 kW statt Sperrzeiten.

Annuitätenmethode (VDI 2067)

a
Annuitätenfaktor
q
1 + Kalkulationszins
n
Nutzungsdauer (Jahre)
K_0
Investitionskosten (€)
K_a
Vollkosten pro Jahr (€/Jahr)

Normative Grundlagen

  • DIN EN 12831-1 — Heizlast von Gebäuden; hier nur in Anlehnung als vereinfachtes Flächenverfahren, ohne Normwerte wiederzugeben
  • VDI 2067 Blatt 1 — Wirtschaftlichkeit gebäudetechnischer Anlagen: die Annuitätenmethode als Methoden-Referenz

Die Vollkosten folgen der Annuitätenmethode nach VDI 2067 Blatt 1: Investition, Nutzungsdauer und Kalkulationszins werden in eine jährliche Rate umgerechnet und um die Betriebskosten ergänzt. Kalkulationszins, Nutzungsdauer, Energiepreise und Förderquote sind Annahmen und keine Zusagen — sie sind zugleich die Stellschrauben, an denen die ausgewiesenen 416 €/Jahr am stärksten kippen. Steuerliche Effekte und Instandsetzungsrücklagen sind nicht enthalten.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Berechnung

Wann amortisiert sich der Wärmepumpentarif gegenüber Haushaltsstrom?
Der Mehrinvest ist mit 3 Prozent Zins nach rund 1,8 Jahren zurückverdient (statisch 1,7 Jahre) — innerhalb der angesetzten 20 Jahre. Annahmen: 3 Prozent Kalkulationszins, konstante Energiepreise, keine Förderung. Steigende Brennstoff- oder CO2-Preise und Förderzuschüsse verkürzen den Zeitraum.
Wie viel spart der Wärmepumpentarif pro Jahr?
Im Betrieb (Energie und Wartung, ohne Kapitalkosten) 470 € weniger als Haushaltsstrom. Über die Vollkosten gerechnet — also mit Abschreibung und Zins auf den Mehrinvest — ist der Wärmepumpentarif 416 € pro Jahr günstiger.
Was ist die Annuitätenmethode?
Die Annuitätenmethode rechnet einmalige Investitionskosten in gleich-große jährliche Beträge um — analog zur Tilgung eines Annuitäten-Darlehens. Damit lassen sich Heizungen mit hohem Invest aber niedrigen Betriebskosten (Wärmepumpe) fair mit Heizungen mit niedrigem Invest aber hohen Betriebskosten (Gas) vergleichen.
Wie wirkt sich die Heizungsförderung aus?
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst den Heizungstausch mit einem Prozentsatz der förderfähigen Kosten, der sich aus Grundförderung und Boni zusammensetzt; Höhe und Bedingungen stehen in den jeweils gültigen Richtlinien. Als Rechenbeispiel: Ein Zuschuss von 50 Prozent senkt den Wärmepumpen-Invest von 28.800 € auf rund 14.400 € — der Mehrinvest gegenüber Haushaltsstrom schrumpft entsprechend, und die Amortisation verkürzt sich deutlich.
Welcher Kalkulationszins ist sinnvoll?
Für private Haushalte ist der eigene Hypotheken-/Darlehenszinssatz die natürliche Vergleichsgröße — typisch 3–5 Prozent. Wer den Invest aus Eigenmitteln zahlt, kann auch den entgangenen Festgeld-Zinssatz (2–3 Prozent) verwenden. Höhere Zinsen lassen die Annuität steigen und verschlechtern die Wirtschaftlichkeit kapitalintensiver Heizungen.
Wie ändert sich das Bild bei steigenden Energiepreisen?
Die Rechnung hält alle Energiepreise über die Nutzungsdauer konstant. Steigt der Preis der Alternative schneller als der Strompreis — etwa durch die jährlich steigende CO2-Bepreisung fossiler Brennstoffe —, wächst die Betriebskosten-Ersparnis der Wärmepumpe von Jahr zu Jahr, und die Amortisation verkürzt sich. Steigt dagegen der Strompreis stärker, verlängert sie sich.

Nächste Schritte

Weitere Seiten zu diesem Thema Verwandte Berechnungen, Fachbegriffe und Übersichten

Weitere Berechnungen für WP-Tarif HT/NT

Passende Folgeberechnungen für diese Berechnung.

Verwandte Berechnungen

Weitere Rechner-Seiten mit inhaltlichem Bezug zu dieser Berechnung.