100 W Schaltschrankheizung: Reihenschrank Mittelfeld
Heizleistung für Reihenschrank Mittelfeld (2000×600×500 mm, Stahlblech (lackiert)) gegen Frost und Kondensation. Wärmebilanz Q = k·A·ΔT, effektive Oberfläche in Anlehnung an IEC TR 60890.
Empfohlener Normheizer
100 W
Laut Berechnung fehlen 91 W bei 0 °C — ein Heizwiderstand ab 100 W deckt den Hüllverlust und senkt die relative Feuchte der Innenluft auf rund 49 %
- Effektive Fläche
- 2,89 m²
- ΔT
- 5 K
- Hüllverlust
- 80 W
- Status
- Heizung nötig
Kurzantwort
Laut Berechnung braucht Reihenschrank Mittelfeld (2000×600×500 mm, Stahlblech (lackiert)) bei 0 °C Umgebung und 5 °C Ziel-Innentemperatur rund 91 W Heizleistung — aufgerundet ein 100-W-Normheizer. Effektive Oberfläche 2,89 m², Hüllverlust 80 W.
Grundlage: Wärmebilanz Q = k·A·ΔT, effektive Oberfläche in Anlehnung an IEC TR 60890
Heizer, Thermostat und Hygrostat
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Heizleistung nach Außentemperatur
Wie sich Hüllverlust, erforderliche Heizleistung und die Normheizer-Stufe mit der Umgebungstemperatur entwickeln (Ziel-Innentemperatur 5 °C fest).
| T_u | ΔT | Hüllverlust | Erforderlich | Normheizer |
|---|---|---|---|---|
| 5 °C | 0 K | 0 W | 0 W | passiv |
| 2 °C | 3 K | 48 W | 55 W | 75 W |
| 0 °C | 5 K | 80 W | 91 W | 100 W |
| -5 °C | 10 K | 159 W | 183 W | 200 W |
| -10 °C | 15 K | 238 W | 274 W | 400 W |
| -15 °C | 20 K | 318 W | 366 W | 400 W |
Eigene Werte durchrechnen
Maße, Werkstoff, Aufstellungsart und Temperaturen lassen sich hier frei ändern — Hüllverlust, erforderliche Heizleistung und Normheizer-Stufe rechnen sofort neu.
Schaltschrankheizung-Rechner
Erforderliche Heizleistung gegen Frost und Kondensation: Q = k · A · ΔT.
Verlustwärme der Einbauten — 0 W ist der konservative Fall (Anlage kalt).
Empfohlener Normheizer
Heizung erforderlich · 91 W rechnerisch
- Effektive Oberfläche A
- 2,89 m²
- k-Wert
- 5,5 W/(m²·K)
- ΔT
- 5 K
- Hüllverlust Q
- 80 W
- Erforderlich (+15 %)
- 91 W
Eigenes Wärmebilanz-Modell, effektive Oberfläche in Anlehnung an IEC TR 60890. Pauschale Abschätzung ohne Luftstrom-Verteilung — die Auslegung gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
Frost- und Kondensationsschutz
In einer Schaltschrankzeile steht ein Mittelfeld zwischen zwei Nachbarn, mit abgedecktem Dach. Beide Seitenwände und das Dach grenzen an warme Flächen statt an freie Luft — das halbiert ihren Anteil an der Wärmeabgabe. Obwohl der Schrank mit zwei Metern Höhe groß ist, fällt die effektive Oberfläche deutlich kleiner aus als bei einem freistehenden Gehäuse gleicher Größe. In einer nur mäßig beheizten Halle, die morgens auf 0 °C auskühlt, reicht darum schon ein moderater Heizer.
Die Heizleistung folgt aus der Wärmebilanz der Hülle: Q = k · A · ΔT. Der Werkstoff Stahlblech (lackiert) hat einen Wärmedurchgangskoeffizienten von k = 5,5 W/(m²·K). Die wirksame Wärmeabgabe-Fläche dieses Gehäuses berechnet sich nach der Aufstellungsart „Reihe — Mittelschrank (Dach abgedeckt)" zu A = 2,89 m² — die b-Faktor-Methode in Anlehnung an die Berechnung nach IEC TR 60890 gewichtet jede Gehäusefläche danach, wie frei sie Wärme abgeben kann. Wand-, Nachbar- und Bodenflächen zählen weniger als frei umströmte Seiten.
Bei ΔT = 5 K ergibt sich ein Hüllverlust von 80 W. Mit 15 % Sicherheitszuschlag ergeben sich rund 91 W erforderliche Heizleistung, aufgerundet auf die nächste Normheizer-Stufe also 100 W.
Ein Heizwiderstand dieser Stufe mit nachgeschaltetem Thermostat hält das Innenklima stabil. Bei feuchten Standorten ergänzt ein Hygrostat die Regelung, damit auch außerhalb der kalten Stunden keine Betauung entsteht.
Zur Kondensation: Ein Schaltschrank ist nicht luftdicht, die Luft darin hat deshalb dieselbe absolute Feuchte wie die Umgebung. Bei 70 % relativer Luftfeuchte und 0 °C liegt ihr Taupunkt bei rund -4,8 °C. Tauwasser fällt dort aus, wo eine Innenfläche kälter ist als dieser Taupunkt. Auf 5 °C erwärmt, hat die Innenluft nur noch rund 49 % relative Feuchte — die beheizten Flächen bleiben trocken. Kritisch sind Flächen, die der Umgebung folgen (Tür, Dach, Kabeleinführung): Sie liegen bei 0 °C nur 4,8 K über dem Taupunkt. Kühlt die Umgebung schneller ab als der Schrank, etwa nachts oder nach einem Regenschauer, reicht dieser Abstand nicht mehr. Deshalb gehört die Heizung unten in den Schrank, damit die warme Luft an den Wänden entlangstreicht, und an feuchten Standorten zusätzlich ein Hygrostat dazu.
Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm und Heizer-Kapazität
Welcher Heizer reicht für Reihenschrank Mittelfeld bei welcher Kälte?
Verlauf der erforderlichen Heizleistung über die Umgebungstemperatur für Reihenschrank Mittelfeld. Je kälter es wird, desto mehr Leistung ist nötig. Die gestrichelte Linie markiert die Kapazität des empfohlenen 100-W-Normheizers — wird es kälter als die Kurve diese Linie schneidet, ist der Heizer zu klein.
Normative Grundlagen
- IEC TR 60890 — Ermittlung der Übertemperatur von Schaltgerätekombinationen durch Berechnung; von dort stammt die Methodik der effektiven Oberfläche mit Lage-Faktoren
- DIN EN IEC 61439-1 (VDE 0660-600-1) — Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen, Erwärmung und Klimatisierung des Gehäuses
Gerechnet wird mit einem eigenen stationären Wärmebilanz-Modell Q = k · A · ΔT: für Reihenschrank Mittelfeld (2000×600×500 mm, Stahlblech (lackiert)) ergeben sich 2,89 m² effektive Oberfläche, k = 5,5 W/(m²·K) und ΔT = 5 K, also 80 W Hüllverlust. Die Flächen-Methodik ist in Anlehnung an IEC TR 60890 nachgebildet, Tabellenwerte der Norm werden nicht wiedergegeben. Das Modell rechnet ohne Luftstrom-Verteilung im Schrank; Sonneneinstrahlung, Türöffnungen und Kabeleinführungen sind nicht berücksichtigt und verschieben den realen Bedarf.
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Berechnung
Welche Heizleistung braucht Reihenschrank Mittelfeld?
Wie wirkt sich die Aufstellungsart auf die Heizleistung aus?
Muss ich die Verlustleistung der eingebauten Geräte berücksichtigen?
Verhindert die Heizung Kondenswasser im Schaltschrank?
Reicht ein Thermostat oder brauche ich einen Hygrostat?
Nächste Schritte
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