15.244 kWh Jahresstrom für 20-kW-Wärmepumpe
Wärmepumpe Jahresverbrauch im unsanierten Altbau (Luft-WP mit Heizkörpern) — physikbasiert berechnet, mit Sensitivitäts-Kurve und Cross-Links zu Verkabelungs- und Stromkosten-Rechnern.
Heizkosten pro Jahr
5.640 €
- Stromverbrauch
- 15.244 kWh/Jahr
- Wärmemenge
- 36.000 kWh/Jahr
- JAZ
- 2,90
- Heizstab-Anteil
- 4.320 kWh
Kurzantwort
15.244 kWh Stromverbrauch pro Heizjahr für eine 20-kW-Wärmepumpe mit JAZ 2,90 — Heizkosten 5.640 € bei 0,37 €/kWh. Wärmeenergie gesamt: 36.000 kWh bei 1800 Vollbenutzungsstunden.
Grundlage: Berechnung E_strom = (Q_h · VBH) ÷ JAZ + Heizstab-Anteil. Vollbenutzungsstunden 1.800 h/Jahr: gängiger Planungswert für Wohngebäude (Bandbreite etwa 1.400–2.200 h).
Eigene Werte durchrechnen
Wohnfläche, Baustandard, Wärmequelle, Vorlauftemperatur und Strompreis lassen sich hier frei ändern — Heizlast, JAZ, Jahresverbrauch und Kosten aktualisieren sofort.
Wärmepumpen-Rechner
Heizlast, JAZ, Jahresverbrauch und Heizkosten für Ihre konkrete Konstellation — alle vier Größen physikbasiert berechnet.
Heizkosten pro Jahr
Wie viel Strom verbraucht eine Luft-Wärmepumpe im Altbau?
Eine 20-kW-Luft-Wärmepumpe mit klassischen Heizkörpern im unsanierten Altbau ist das abschreckende Beispiel: Wegen des hohen 55-bis-65-°C-Vorlaufs erreicht sie nur eine Jahresarbeitszahl von rund 2,9. An besonders kalten Tagen unterschreitet die Anlage ihren Bivalenzpunkt, und der elektrische Heizstab muss mit COP 1,0 zuspringen — sein Anteil steigt auf rund 12 Prozent der Jahreswärme. Der Stromverbrauch klettert dadurch auf rund 15.240 kWh (effektive Arbeitszahl 2,4), die Heizkosten auf rund 5.640 € pro Jahr bei 0,37 €/kWh. Wirtschaftlich wird diese Konstellation erst, wenn vorher die Gebäudehülle gedämmt und die Heizkörper gegen Niedertemperatur-Modelle getauscht werden, um den Vorlauf und damit den Temperaturhub deutlich zu senken.
Das Modell rechnet den Jahres-Stromverbrauch in drei Schritten: erst die Wärmeenergie aus Heizlast × Vollbenutzungsstunden (20 kW × 1800 h = 36.000 kWh), dann den Wärmepumpen-Strom-Anteil (Wärmeenergie ÷ JAZ 2,90 = 10.924 kWh), schließlich den Heizstab-Anteil (4.320 kWh mit COP 1,0) — in Summe 15.244 kWh elektrische Energie.
Bei einem Strompreis von 0,37 €/kWh ergeben sich Heizkosten von 5.640 € pro Jahr. Mit Wärmepumpentarif (0,27 €/kWh laut Bundesnetzagentur, Monitoringbericht 2025 (Stand 01.04.2025)) lägen die Kosten bei rund 4.116 € — eine Einsparung von 1.524 € pro Jahr, sofern ein separater Zähler eingebaut ist. Die Rechnung setzt die Heizlast inklusive Warmwasser-Zuschlag mit den Vollbenutzungsstunden an; ein hoher Warmwasserbedarf (großer Haushalt, Zirkulation) kann den Verbrauch zusätzlich erhöhen.
Der Heizstab-Anteil von 4.320 kWh (28 Prozent des Strom-Verbrauchs) ist der teuerste Anteil — der Heizstab arbeitet mit COP 1,0 und verschwendet damit gegenüber der Wärmepumpe rund den Faktor 2,9. Bei richtig dimensionierten Anlagen liegt dieser Anteil unter 5 Prozent; bei unter-dimensionierten Anlagen oder Altbau-Kombinationen kann er 10–20 Prozent erreichen.
Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm, Annahmen, Eingangswerte, Formel
Wert bei anderen Parametern
Jahreskosten einer 20-kW-Wärmepumpe bei verschiedenen Strompreisen — der Verbrauch von 15.244 kWh bleibt konstant, nur die Kosten skalieren linear.
Annahmen der Berechnung
Eingangswerte und Berechnungs-Ergebnisse
| Heizlast | 20 kW |
|---|---|
| Jahresarbeitszahl | 2,9 |
| Vollbenutzungsstunden | 1800 h/Jahr |
| Heizstab-Anteil | 12 % |
| Wärmeenergie | 36.000 kWh/Jahr |
| Stromverbrauch | 15.244 kWh/Jahr |
| Heizkosten bei Default-Preis | 5.640 €/Jahr |
Heizstab-Anteil 12 % der Jahreswärme: Annahme für eine ungünstige Kombination aus hoher Heizlast, hohem Vorlauf und knapp dimensionierter Wärmepumpe (Bandbreite ungünstiger Anlagen 10–20 %).
Jahresverbrauch-Modell
- E_el
- elektrischer Jahresverbrauch (kWh)
- Q_h
- Heizlast (kW)
- h_VBH
- Vollbenutzungsstunden (h/Jahr)
- JAZ
- Jahresarbeitszahl
- s
- Anteil Heizstab (COP 1,0)
Normative Grundlagen
- DIN EN 12831-1 — Heizlast von Gebäuden; hier nur in Anlehnung als vereinfachtes Flächenverfahren, ohne Normwerte wiederzugeben
Die Jahresrechnung setzt drei Annahmen zusammen: die Heizlast in Anlehnung an DIN EN 12831, die Vollbenutzungsstunden aus Testreferenzjahr-Daten des Deutschen Wetterdienstes und die Jahresarbeitszahl als Feldstudien-Erwartungswert. Jede davon streut, und die Streuungen multiplizieren sich — die 5.640 € Heizkosten pro Jahr sind deshalb eine Größenordnung für den Tarifvergleich, kein Prognosewert für die nächste Jahresabrechnung.
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Berechnung
Wie viel Strom verbraucht eine 20-kW-Wärmepumpe mit JAZ 2,9 pro Jahr?
Wie wurde der Jahresverbrauch berechnet?
Was sind Vollbenutzungsstunden?
Wie viel kostet mich das mit einer eigenen PV-Anlage?
Wann lohnt sich der Wärmepumpen-Sondertarif?
Wie hängt der Verbrauch vom Wetter ab?
Nächste Schritte
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