Smart-Home-Ratgeber
Wie viele Shelly passen an einen Stromkreis — und was begrenzt wirklich?
Kurzantwort
Kurz: Nicht die Anzahl der Aktoren begrenzt den Stromkreis, sondern die Summe der geschalteten Lasten. Hinter einem B16-Automaten stehen bei 230 V rund 3.680 W zur Verfügung; ein Shelly selbst zieht laut Datenblatt unter 1 W. Zwanzig Aktoren an einem Stromkreis sind elektrisch unkritisch — solange die Verbraucher dahinter zusammen im Rahmen bleiben und die LED-Einschaltströme nicht alle gleichzeitig zuschlagen.
Grundlage: Redaktioneller Ratgeber · führt zu den passenden Rechnern der Smart-Home-Sparte
Passende Rechner & Lexikon-Begriffe
Passende Folgeberechnungen für diese Parameter-Kombination.
Was begrenzt einen B16-Stromkreis wirklich?
Ein Leitungsschutzschalter B16 führt dauerhaft 16 A, bei 230 V also rund 3.680 W. Als Planungs-Faustregel für Dauerlasten gelten 80 Prozent davon, etwa 2.900 W. Gegen dieses Budget zählen die geschalteten Verbraucher — Heizlüfter, Lichtgruppen, Pumpen —, nicht die Aktoren: Selbst zwanzig Shelly steuern zusammen unter 20 W Eigenverbrauch bei. Die Frage „wie viele Shelly?“ ist also fast immer die falsche Frage; richtig gestellt lautet sie „wie viel Last hängt hinter dem Automaten?“.
Warum ist der gleichzeitige Einschaltstrom das eigentliche Thema?
LED-Treiber ziehen im Einschaltmoment kurzzeitig das Zehn- bis Sechzigfache ihres Nennstroms, weil sich ihre Eingangskondensatoren aufladen. Ein einzelner Kanal ist harmlos — kritisch wird die Szene „alles an“, die zehn Aktoren in derselben Millisekunde schalten lässt: Die Summenspitze kann den magnetischen Schnellauslöser eines B16 erreichen, der bei rund dem Drei- bis Fünffachen des Nennstroms anspricht. Dann fliegt der Automat beim Einschalten, obwohl die Dauerlast winzig ist.
Die Praxis-Lösungen: Szenen mit gestaffelten Schaltzeiten (wenige hundert Millisekunden Versatz je Gruppe reichen), Einschaltstrombegrenzer vor großen LED-Gruppen, oder die Lasten auf mehrere Stromkreise verteilen. Der C-Automat mit höherer Magnetauslöse-Schwelle ist die letzte Option und gehört als Änderung der Schutzorgane in die Hand einer Elektrofachkraft.
Wie viele Shelly passen körperlich in eine Dose?
In der Praxis: einer. Ein Unterputz-Aktor teilt sich die tiefe Gerätedose (60 mm oder mehr) mit Schalter und Klemmen — Platz, Leitungsführung und Wärmeabfuhr sind auf ein Gerät ausgelegt. Wer mehrere Schaltstellen nachrüstet, setzt je Dose einen Aktor oder plant gleich einen Mehrkanal-Aktor an der Stelle, wo mehrere geschaltete Leitungen zusammenlaufen (etwa im Rollladenkasten oder in der Verteilerdose). Für viele Kanäle an einem Ort ist die Hutschienen-Serie im Verteiler die aufgeräumtere Lösung.
Spielt der Eigenverbrauch der Aktoren eine Rolle auf der Stromrechnung?
Er bleibt klein, aber messbar: Unter 1 W je Gen4-Unterputzgerät bedeutet im Dauerbetrieb höchstens knapp 9 kWh im Jahr — bei 40 Cent je Kilowattstunde also rund 3,50 Euro pro Gerät. Zwanzig Aktoren kosten damit maximal etwa 70 Euro Standby im Jahr. Wer smarte Abschaltung plant, rechnet gegen: Ein Aktor, der einen 15-W-Standby-Verbraucher nachts trennt, spart sein eigenes Standby um ein Vielfaches wieder ein.
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination
Lösen viele Shelly zusammen den FI (RCD) aus?
Begrenzt das WLAN die Anzahl der Shelly?
Wie verteile ich Aktoren sinnvoll auf mehrere Stromkreise?
Fachbegriffe in diesem Text
Verwandte Berechnungen
Weitere Rechner-Seiten mit inhaltlichem Bezug zu dieser Berechnung.
Alle Rechner
Redaktioneller Ratgeber, zuletzt aktualisiert am 2026-07-07. Orientierungshilfe ohne Gewähr; konkrete Auslegung mit den verlinkten Rechnern prüfen.