Smart-Home-Ratgeber
Shelly Unterputz oder Pro auf der Hutschiene — was passt zu welcher Installation?
Kurzantwort
Die kurze Antwort: Im bewohnten Bestand gewinnt der Unterputz-Shelly hinter Schalter oder Steckdose — keine neuen Leitungen, ein Gerät je Schaltstelle. Im Neubau oder bei ohnehin offener Verteilung spielt die Pro-Serie ihre Stärken aus: LAN statt WLAN, geordnete Sternverdrahtung, 16-A-Relais und Wartung an einem Ort. Je Kanal kostet die Pro-Variante deutlich mehr; dafür entfällt das Funk-Thema im Rollladenkasten oder hinter Metall-Abdeckungen.
Grundlage: Redaktioneller Ratgeber · führt zu den passenden Rechnern der Smart-Home-Sparte
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Was unterscheidet die Unterputz- von der Pro-Serie technisch?
Beide Linien schalten laut Datenblatt 16 A je Relaiskanal (Ausnahme: kompakte Mehrkanal- und Mini-Geräte mit 8 bis 10 A) und sprechen dieselbe lokale HTTP-/MQTT-Schnittstelle. Der Unterschied liegt in Bauform und Anbindung: Ein Shelly 1PM Gen4 misst 37 × 42 × 16 mm und verschwindet in einer tiefen Gerätedose, die Pro-Geräte rasten auf die Hutschiene — Pro 1PM und Pro 2PM belegen mit 19 mm Gehäusebreite rund eine Teilungseinheit, Pro 3 und Pro 4PM mit 53 mm rund drei.
Zwei Werte, die bei der Planung oft übersehen werden: Die Pro-Serie hängt wahlweise per LAN-Kabel im Netzwerk (kein Funkloch, kein WLAN-Passwortwechsel-Drama), und ihr Eigenverbrauch liegt laut Datenblatt unter 3 bis 4 W je Gerät — die Unterputz-Generation Gen4 bleibt unter 1 W. Bei zehn Geräten im Verteiler summiert sich das zu spürbarer Dauer-Verlustleistung im Schrank.
Wann lohnt die zentrale Verdrahtung im Verteiler?
Zentral heißt: Jede geschaltete Leitung — Rollladen, Lichtgruppe, Außensteckdose — läuft als eigene Zuleitung sternförmig in den Verteiler, dort sitzt der Aktor. Das ist die Topologie, die auch KNX nutzt, nur mit WLAN-/LAN-Aktoren statt Bus. Sie lohnt, wenn die Wände ohnehin offen sind: Neubau, Kernsanierung, neue Elektroverteilung. Der Gewinn ist Wartbarkeit — ein defekter Aktor wird auf der Hutschiene getauscht statt in der Dose hinter dem Rollladenkasten gesucht.
Im Bestand dreht sich das Argument um: Nachträglich Sternverdrahtung zu ziehen bedeutet Schlitze durch die halbe Wohnung. Genau dafür ist die Unterputz-Serie gebaut — der Aktor sitzt dort, wo Leitung und Last schon sind.
Reichen WLAN-Aktoren nicht auch im Verteiler?
Vom Platz her passt ein Unterputz-Shelly zwar in viele Verteiler, aber die Umgebung spricht dagegen: Metalltüren und dicht gepackte Geräte dämpfen das WLAN-Signal, und die Unterputz-Bauform hat weder Hutschienen-Befestigung noch die Klemmen-Auslegung für die geordnete Verteiler-Verdrahtung. Die Pro-Serie ist für genau diesen Einsatzort gebaut — inklusive LAN-Anschluss, der das Funkproblem im Metallschrank komplett umgeht.
Wie viel Platz und Wärme muss ich im Verteiler einplanen?
Ein Rechenbeispiel: Acht Rollläden zentral über je einen Pro 2PM ergeben acht Teilungseinheiten — fast eine ganze Hutschienen-Reihe, zusätzlich zu Klemmen und Reserve. Dazu kommt die Wärme: Acht Geräte mit bis zu 3 W Eigenverbrauch plus Relais-Verluste heizen den Schrank dauerhaft. In kompakten, dicht bestückten Verteilern lohnt der Blick auf die Wärmebilanz, bevor die Reihen voll geplant werden. Die TE-Angaben sind aus den dokumentierten Gehäusebreiten abgeleitet (19 mm ≈ 1 TE, 53 mm ≈ 3 TE); maßgeblich bleibt das Datenblatt.
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination
Kann ich Unterputz- und Pro-Geräte mischen?
Schaltet die Pro-Serie größere Lasten als die Unterputz-Shellys?
Braucht die Pro-Serie eine Cloud?
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Redaktioneller Ratgeber, zuletzt aktualisiert am 2026-07-07. Orientierungshilfe ohne Gewähr; konkrete Auslegung mit den verlinkten Rechnern prüfen.