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Leitungsschutz für Poolpumpe: C6

Welcher Leitungsschutzschalter für Pool-Filterpumpe (Motor-Anlauf, einphasig)? Koordinationsprüfung gegen NYY-J 3×2,5 mm² nach DIN VDE 0100-430. I_B = 4,5 A · I_z = 22,4 A · Wechselstrom 230 V

Empfohlener Nennstrom I_n (C-Charakteristik)

6 A

Laut Berechnung erfüllt C6 beide Überlast-Bedingungen — 75 % Auslastung bei 4,5 A Betriebsstrom und 16,4 A Reserve bis zur Belastbarkeit der Leitung

Auslösebereich
30–60 A
Auslastung I_B / I_n
75 %
Reserve bis I_z
16,4 A
Koordination
Normgerecht

Kurzantwort

Für Pool-Filterpumpe (Motor-Anlauf, einphasig) auf NYY-J 3×2,5 mm² empfehlen wir einen C6 Leitungsschutzschalter. Die Koordination mit der Leitung ist nach DIN VDE 0100-430 normgerecht: I_B = 4,5 A, I_n = 6 A, I_z = 22,4 A. Auslastung 75 Prozent.

Grundlage: DIN VDE 0100-430 Bedingungen 1+2, IEC 60898-1 Auslösekennlinien

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Material für diese Berechnung

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Ist mein LS mit diesem Kabel überhaupt zulässig?

Drei Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Leitung und Leitungsschutzschalter zusammen gegen Überlast schützen: I_B ≤ I_n (Last unter Nennstrom), I_n ≤ I_z (Schalter schützt Leitung), I_2 ≤ 1,45 · I_z (großer Prüfstrom unter thermischer Grenze). Für diese Kombination (4,5 A Betriebsstrom, C6 LS, 22,4 A Leitungsbelastbarkeit):

Bedingung Wert Grenze Status
Bedingung 1: I_B ≤ I_n
Betriebsstrom unter Nennstrom
4,5 A 6 A erfüllt
Bedingung 2a: I_n ≤ I_z
Nennstrom unter Leitungsbelastbarkeit
6 A 22,4 A erfüllt
Bedingung 2b: I_2 ≤ 1,45 · I_z
Großer Prüfstrom (1,45·I_n) unter thermischer Grenze
8,7 A 32,5 A erfüllt

Bedingung 2b ist für Leitungsschutzschalter nach IEC 60898-1 automatisch erfüllt, wenn 2a erfüllt ist (I_2 = 1,45 · I_n). Sie wird für Transparenz explizit mitgeprüft, relevant wird sie bei Schmelzsicherungen gL/gG.

Passt keine Zeile? Eigene Werte durchrechnen

Betriebsstrom, Leitungsbelastbarkeit und Lastcharakter lassen sich hier frei ändern — die Koordinationsprüfung nach DIN VDE 0100-430 läuft sofort neu.

Eigene Werte einsetzen: Betriebsstrom, Leitung und Charakteristik

Welche Absicherung für meine Anwendung? Charakteristik und Nennstrom nach DIN VDE 0100-430 (Überlast-Check) und IEC 60898-1 (Auslösebereiche).

Schnell-Modus: typische Anwendung wählen, Querschnitt anpassen.

Standard für Wallbox 11 kW: 2,5 mm² (NYM-J 5×2,5 mm²).

Empfohlener Leitungsschutzschalter

B16
Grenzwertig
Charakteristik
B (3–5·I_n)
Betriebsstrom I_B
16 A
Nennstrom I_n
16 A
Leitung I_z (2,5 mm²)
19,5 A
Auslösebereich I_a
48–80 A
Auslastung
100 %
DIN VDE 0100-430 Prüfung
erfüllt I_B ≤ I_n (16 ≤ 16 A)
erfüllt I_n ≤ I_z (16 ≤ 19,5 A)
erfüllt I_2 ≤ 1,45·I_z (23,2 ≤ 28,3 A)

Welche Charakteristik (B/C/D) passt für Poolpumpe?

Leitungsschutzschalter nach IEC 60898-1 gibt es in den Charakteristiken B, C und D. Sie unterscheiden sich im Kurzschluss-Auslösebereich. Für diese Anwendung (gemischte Last mit moderaten Einschaltströmen):

Charakteristik Auslösebereich Typische Anwendung Eignung
B 3–5 · I_n Ohm'sche Lasten, Haushaltskreise (Licht, Steckdosen, Herd)
Ungeeignet
Zu empfindlich — löst beim Einschalten aus
C Empfohlen 5–10 · I_n Gemischte Lasten, Wärmepumpen, Kleinmotoren, Leuchtstofflampen
Optimal
Optimal — toleriert moderate Einschaltströme bis 10 mal I_n
D 10–14 · I_n Hohe Einschaltströme — Trafos, große Maschinen mit Anlaufstrom
Zulässig
Zulässig, aber unnötig unempfindlich

Welcher Nennstrom passt für Poolpumpe?

Was passiert, wenn ich den LS-Schalter eine Stufe kleiner oder größer wähle? Die Tabelle zeigt die Koordinations-Prüfung für die 3 Nennströme rund um den empfohlenen Wert von 6 A — bei gleicher Leitung (NYY-J 3×2,5 mm², I_z = 22,4 A):

I_n Auslösebereich Auslastung B1 · B2a · B2b Urteil
C6
Empfohlen
30–60 A 75 % B1 erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Normgerecht
C10 50–100 A 45 % B1 erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Normgerecht
C13 65–130 A 35 % B1 erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Normgerecht

Die drei Badges B1/B2a/B2b entsprechen den Bedingungen 1, 2a, 2b nach DIN VDE 0100-430. Eine Stufe größer: der LS-Schalter schützt die Leitung nicht mehr (Bedingung 2a). Eine Stufe kleiner: der Schalter löst bereits bei Normallast aus (Bedingung 1).

Schützt mein LS-Schalter das Kabel zuverlässig?

Eine 0,75-kW-Filterpumpe zieht im Betrieb nur 4,5 A, beim Anlauf des Einphasen-Motors aber kurzzeitig das Vier- bis Sechsfache. Rechnerisch genügt die kleinste C-Stufe oberhalb des Betriebsstroms; in der Praxis wird oft ein C10 gesetzt, der Reserve für die täglichen Schaltzyklen der Zeitschaltuhr lässt. Die Koordination mit dem 2,5-mm²-Erdkabel ist bei dieser kleinen Last unkritisch — wichtiger ist der RCD 30 mA, der im Poolbereich nach DIN VDE 0100-702 vorgeschrieben ist.

Der Lastcharakter ist eine gemischte Last mit moderaten Einschaltströmen — daraus folgt die Empfehlung für C-Charakteristik (5 bis 10 mal I_n, gemischte Lasten). Der gewählte C6 löst bei Überstrom im Kurzschlussbereich zwischen 30 A und 60 A unverzögert aus (Faktor 5 bis 10 mal I_n). Im Überlastbereich darunter wirkt die thermische Auslösung nach der Stromzeit-Kennlinie des Schalters.

Koordinationsprüfung nach DIN VDE 0100-430: Bedingung 1 (I_B 4,5 A kleiner-gleich I_n 6 A) ist erfüllt. Bedingung 2a (I_n 6 A kleiner-gleich I_z 22,4 A) ist erfüllt. Bedingung 2b (I_2 gleich 1,45 mal I_n 8,7 A kleiner-gleich 1,45 mal I_z 32,5 A) ist erfüllt. Das Verhältnis I_B/I_n liegt bei 75 Prozent; die verbleibende Reserve der Leitung beträgt 16,4 A bis zur berechneten Belastbarkeit.

Die Koordination ist vollständig normgerecht und lastseitig komfortabel. Die Leitung hat 16,4 A thermische Reserve, der LS-Schalter ist zu 75 Prozent ausgelastet. Für typische Lastprofile mit gelegentlichen Spitzen ist das die konservative Dimensionierung.

Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm, Eingangswerte, Formeln, Normen
Auslastung des LS-Schalters nach Nennstromstufe (Poolpumpe)
Auslastung des LS-Schalters nach Nennstromstufe (Poolpumpe) Auslastung in Abhängigkeit von Nennstrom I_n. 7 Datenpunkte. 95 % Reserve-Grenze 100 % Bedingung 1 6,00 11,2 16,4 21,6 26,8 32,0 0,00 37,5 75,0 113 150 Nennstrom I_n [A] Auslastung [%]

Auslastung I_B/I_n für verschiedene Standard-Nennströme. Punkte in Rot: Bedingung 1 (I_B ≤ I_n) oder 2a (I_n ≤ I_z) verletzt. Gelb: normgerecht aber ≥ 95 Prozent ausgelastet. Grün: normgerecht mit Reserve. Empfohlen ist C6 bei 75 Prozent Auslastung.

Eingangswerte und Ergebnisse

Anwendung Pool-Filterpumpe (Motor-Anlauf, einphasig)
Lastcharakter gemischte Last mit moderaten Einschaltströmen
Betriebsstrom I_B 4,5 A
Nennspannung 230 V
Stromart Wechselstrom 230 V
Leistungsfaktor cos φ 0,85
Leitung NYY-J 3×2,5 mm²
Leitungsbelastbarkeit I_z 22,4 A
Empfohlene Charakteristik C
Empfohlener Nennstrom I_n 6 A
Auslösebereich I_a 30–60 A
Großer Prüfstrom I_2 (1,45·I_n) 8,7 A
Auslastung I_B / I_n 75 %

Berechnet am 2026-09-04. Grundlage: DIN VDE 0100-430 (Koordinationsregel), IEC 60898-1 (Charakteristik-Definitionen).

Koordinationsregel nach DIN VDE 0100-430

I_B
Betriebsstrom der Last (A)
I_n
Nennstrom des Schutzorgans (A)
I_z
Strombelastbarkeit der Leitung (A)
I_2
Großer Prüfstrom des Schutzorgans (LS: 1,45·I_n) (A)

Auslösebereich der Charakteristik

I_a
Unverzögerter Kurzschluss-Auslösestrom (A)
k
Faktor: B = 3–5, C = 5–10, D = 10–14
I_n
Nennstrom des LS-Schalters (A)

Normative Grundlagen

  • DIN VDE 0100-430 — Errichtung von Niederspannungsanlagen: Schutz bei Überstrom
  • IEC 60898-1 — Elektrisches Installationsmaterial: Leitungsschutzschalter für Haushalt und ähnliche Zwecke
  • EN 60898-1 — Europäische Fassung der IEC 60898-1
  • DIN VDE 0100-410 — Schutz gegen elektrischen Schlag (Abschaltbedingungen, nicht Teil dieses Rechners)

Dieser Rechner deckt die Überlast-Koordination (Bedingungen 1 und 2 der DIN VDE 0100-430) ab. Der Kurzschluss-Check (Bedingung 3: I_k,min ≥ I_a) ist nicht Teil der Berechnung und muss für die konkrete Anlage separat mit der Netzimpedanz des Hausanschlusses geprüft werden.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Berechnung

Welcher Leitungsschutzschalter für Poolpumpe?
Empfohlen ist ein C6 Leitungsschutzschalter: Charakteristik C wegen gemischte Last mit moderaten Einschaltströmen, Nennstrom 6 A ist die nächste Standardstufe oberhalb des Betriebsstroms 4,5 A.
Warum C und nicht D?
Die Charakteristik C löst im Kurzschlussbereich zwischen 30 A und 60 A unverzögert aus. Bei Poolpumpe ist das sinnvoll, weil moderate Einschaltströme typisch sind; B wäre zu empfindlich und würde beim Einschalten fehlauslösen.
Ist die Kombination nach DIN VDE 0100-430 zulässig?
Ja. Die Norm verlangt drei Bedingungen: I_B ≤ I_n, I_n ≤ I_z und I_2 ≤ 1,45 mal I_z. Für diese Kombination (4,5 A Betriebsstrom, C6 LS, 22,4 A Leitungsbelastbarkeit bei NYY-J 3×2,5 mm²) ergibt sich: Bedingung 1 erfüllt, Bedingung 2a erfüllt, Bedingung 2b erfüllt.
Was passiert bei Überlast?
Im Überlastbereich (Strom oberhalb I_n, aber unterhalb der Kurzschluss-Auslöseschwelle von 30 A) löst der Leitungsschutzschalter zeitverzögert über den Bimetall-Auslöser aus — je größer der Überstrom, desto schneller. Bei I_2 = 8,7 A (1,45 mal I_n) löst er garantiert innerhalb der Konventionellen Zeit aus, typisch unter einer Stunde.
Kann ich eine Stufe größer absichern?
Nur wenn die Leitung das trägt. Der nächstgrößere Nennstrom über 6 A ist 10 A. Das würde Bedingung 2a (I_n ≤ I_z) mit 22,4 A Belastbarkeit gerade noch erfüllen. Faustregel: der Leitungsschutzschalter schützt die Leitung, nicht umgekehrt.
Unterschied B, C und D?
Alle drei Charakteristiken sind nach IEC 60898-1 definiert und unterscheiden sich nur im Kurzschluss-Auslösebereich: B löst bei 3 bis 5 mal I_n aus (Haushalt), C bei 5 bis 10 mal I_n (gemischte Lasten, kleinere Motoren), D bei 10 bis 14 mal I_n (Trafos, große Maschinen mit Anlaufstrom). Im Überlastbereich unterhalb des Kurzschlussauslösers verhalten sie sich nahezu identisch — die Unterscheidung betrifft nur den Inrush-Schutz.

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