Saldierende Messung: warum die Phasen-Bilanz fürs Überschussladen zählt
Saldierende Messung: warum die Phasen-Bilanz fürs Laden zählt — 1-phasig, 6,0–16,0 A bei 230 V Strangspannung.
Mindest-Überschuss für den Start
Kurzantwort
Einphasiges Überschussladen startet ab 1380 W freiem PV-Überschuss (1 × 230 V × 6 A). Mit 300 W Grundlast und 200 W Hysterese liegt die Startschwelle bei 1880 W; geregelt wird bis 3680 W in 230-W-Schritten je Ampere.
Grundlage: P = 1 × 230 V × I · 6-A-Minimum des Ladestandards
Nutzbare Ladeleistung über dem freien PV-Überschuss: 0 W unterhalb der Mindest-Ladeleistung von 1380 W, darüber folgt die Ladung dem Überschuss bis zur Obergrenze von 3680 W.
Bezugsquellen — passend zur Berechnung
Bezugsquellen für diese Anwendung
Typische Komponenten für diese Berechnung, mit aktuellem Preis und Lieferstatus — keine technische Empfehlung, die Auswahl der konkreten Marke und des konkreten Modells liegt bei der ausführenden Fachkraft.

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Wie viel frisst die Haus-Grundlast vom Überschuss?
Start- und Stoppschwelle über typische Haus-Grundlasten: Mindest-Ladeleistung 1380 W plus Grundlast plus/minus 200 W Hysterese.
| Grundlast | Startschwelle (PV) | Stoppschwelle (PV) |
|---|---|---|
| 100 W | 1680 W | 1280 W |
| 200 W | 1780 W | 1380 W |
| 300 W angenommen | 1880 W | 1480 W |
| 500 W | 2080 W | 1680 W |
| 800 W | 2380 W | 1980 W |
PV-Erzeugung, nicht Überschuss: Die Grundlast ist in den Schwellen bereits enthalten.
Wo wird der Überschuss gemessen — und womit?
Überschuss ist die saldierte Differenz aus PV-Erzeugung und Hausverbrauch — gemessen wird sie am Hausanschluss, nicht am einzelnen Gerät. Ein 3-Phasen-Messgerät mit Stromwandler-Klemmen (beim Shelly Pro 3EM laut Datenblatt bis 120 A je Phase) liefert den Summenwert, den Wallbox oder Energiemanagement als Regelgröße nutzen. Die Montage am Zählerplatz übernimmt eine Elektrofachkraft.
Was heißt das für meine Anlage?
Haushaltszähler in Deutschland saldieren über die drei Außenleiter: Speist L2 gerade 2.000 W ein, während L1 500 W bezieht, registriert der Zähler 1.500 W Einspeisung — nicht Bezug auf L1. Für das einphasige Überschussladen ist das entscheidend: Die Wallbox auf L1 darf bilanziell den PV-Ertrag der anderen Phasen mitnutzen, ohne dass Netzbezug gezählt wird. Eine Regelung, die nur die Ladephase misst, verschenkt deshalb Überschuss oder lädt fälschlich aus dem Netz. Die saubere Messbasis ist ein 3-Phasen-Messgerät am Hausanschluss, dessen saldierter Summenwert die Regelung füttert — die Einzelphasen-Werte bleiben nützlich, um Schieflast oder vertauschte Stromwandler zu erkennen.
Die Mindest-Ladeleistung folgt aus P = n · U · I = 1 × 230 V × 6 A = 1380 W. Dazu kommt die Grundlast des Hauses (300 W), die die PV zuerst decken muss, plus eine Hysterese von 200 W gegen Wolken-Takten — zusammen die Startschwelle von 1880 W PV-Erzeugung.
Zwischen 1380 und 3680 W folgt die Ladeleistung dem Überschuss in 230-W-Schritten — je Ampere Ladestrom auf einer Phase. Wichtig ist, dass Start- (1880 W) und Stoppschwelle (1480 W) nicht zusammenfallen, sonst pendelt die Ladung bei wechselhaftem Himmel im Minutentakt.
Die Messbasis liefert ein saldierendes Energiemessgerät am Hausanschluss — beim Shelly Pro 3EM über Stromwandler-Klemmen bis 120 A je Phase (Datenblatt-Angabe). Das Messgerät regelt selbst nichts: Die Entscheidung trifft die Wallbox oder ein Energiemanagement, das die Werte lokal ausliest. Montage am Hausanschluss und alle Arbeiten an der Verteilung übernimmt eine Elektrofachkraft.
Annahmen und berechnete Schwellen
| Anwendung | Saldierende Messung: warum die Phasen-Bilanz fürs Laden zählt |
|---|---|
| Phasen | 1 |
| Strangspannung | 230 V |
| Stromfenster | 6,0–16,0 A |
| Mindest-Ladeleistung | 1380 W |
| Maximal-Leistung | 3680 W |
| Stellweite je Ampere | 230 W |
| Grundlast (angenommen) | 300 W |
| Hysterese | 200 W |
| Startschwelle (PV-Erzeugung) | 1880 W |
| Stoppschwelle (PV-Erzeugung) | 1480 W |
Berechnet am 2026-07-07. Reine Leistungs-Algebra; das 6-A-Minimum des Ladestandards wird referenziert. Grundlast und Hysterese sind Planungsannahmen.
Berechnungsgrundlage
- P_min
- Mindest-Ladeleistung (W)
- n
- Anzahl Ladephasen
- U
- Strangspannung (V)
- I_min
- kleinster Ladestrom (A)
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination
Ab wie viel PV-Überschuss startet Saldierende Messung?
Warum braucht die Regelung eine Hysterese?
Reicht ein Mess-Zwischenstecker als Datenbasis für die Regelung?
Verursacht einphasiges Laden mit 16 A Schieflast?
Misst jeder Stromzähler saldierend?
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Berechnungsgrundlage
Alle Werte folgen aus der Leistungs-Algebra P = n · U · I: Die Mindest-Ladeleistung aus dem kleinsten Ladestrom (6 A nach dem Ladestandard IEC 61851), die Start- und Stoppschwelle aus Mindestleistung plus Grundlast plus bzw. minus Hysterese. Grundlast und Hysterese sind Planungsannahmen, keine Messwerte.
Die Geräteangaben zur Messung (Stromwandler-Bereich, Phasenzahl) stammen aus den öffentlichen Hersteller-Datenblättern; im Zweifel gilt das Datenblatt des konkreten Geräts. Regelverhalten und Schwellen der eigenen Anlage bestimmen Wallbox bzw. Energiemanagement — deren Dokumentation ist die verbindliche Referenz.