Balkonkraftwerk-Einspeisung messen: was von 800 W wirklich ins Netz geht
Balkonkraftwerk-Einspeisung messen: was wirklich ins Netz geht — 800 W Erzeugung gegen 300 W Grundlast.
Netto-Einspeisung bei 300 W Grundlast
Kurzantwort
Von den 800 W des Wechselrichters bleiben bei 300 W Haus-Grundlast rund 500 W Netto-Einspeisung — nur dieser Rest geht unvergütet ins Netz. Ein Mess-Zwischenstecker am Wechselrichter zeigt die Erzeugung, die saldierte Bilanz liefert ein Energiemesser am Hausanschluss.
Grundlage: Bilanz-Rechnung · Messung per Zwischenstecker + Energiemesser
Netto-Einspeisung über der momentanen Wechselrichter-Leistung bei 300 W Grundlast: Unterhalb der Grundlast wird nichts eingespeist, darüber wächst die Einspeisung linear mit.
Bezugsquellen — passend zur Berechnung
Bezugsquellen für diese Anwendung
Typische Komponenten für diese Berechnung, mit aktuellem Preis und Lieferstatus — keine technische Empfehlung, die Auswahl der konkreten Marke und des konkreten Modells liegt bei der ausführenden Fachkraft.

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Wie viel frisst die Haus-Grundlast vom Überschuss?
Netto-Einspeisung eines 800-W-Wechselrichters über typische Haus-Grundlasten — nur der Rest oberhalb der Grundlast geht ins Netz.
| Grundlast | Netto-Einspeisung |
|---|---|
| 100 W | 700 W |
| 200 W | 600 W |
| 300 W angenommen | 500 W |
| 400 W | 400 W |
| 600 W | 200 W |
Momentaufnahme bei Volllast des Wechselrichters; übers Jahr dominieren Teillast-Stunden.
Wo wird der Überschuss gemessen — und womit?
Zwei Messpunkte ergeben das vollständige Bild: Ein Mess-Zwischenstecker direkt am Wechselrichter zeigt die Erzeugung (und meldet einen Ausfall sofort), ein Energiemessgerät am Hausanschluss die saldierte Bilanz aus Erzeugung und Verbrauch. Erst beide Werte zusammen zeigen die Eigenverbrauchsquote.
Was heißt das für meine Anlage?
Was vom Balkonkraftwerk wirklich ins Netz fließt, entscheidet die Grundlast: Von 800 W Wechselrichter-Leistung verbraucht das Haus mit Kühlschrank, Router und Standby typisch 200 bis 500 W selbst — nur der Rest wird eingespeist und ist unvergütet verloren. Messen lässt sich beides getrennt: Ein Mess-Zwischenstecker direkt am Wechselrichter zeigt die Erzeugung (und meldet nebenbei, wenn der Wechselrichter ausfällt), ein Messgerät am Hausanschluss die saldierte Bilanz aus Erzeugung und Verbrauch. Erst aus beiden Werten zusammen ergibt sich die Eigenverbrauchsquote — der Hebel, um Verbraucher wie Spülmaschine oder Waschmaschine in die Sonnenstunden zu verschieben und die Einspeise-Verluste zu senken.
Die Rechnung ist schlichte Bilanz: 800 W Erzeugung − 300 W Grundlast = 500 W Netto-Einspeisung. Steigt die Grundlast über die Erzeugung, wird nichts eingespeist — der Zähler saldiert und weist erst darüber hinausgehende Leistung als Einspeisung aus.
Der Hebel ist die Eigenverbrauchsquote: Jede in die Sonnenstunden verschobene Last (Spülmaschine, Waschmaschine, Warmwasser) verwandelt unvergütete Einspeisung in vermiedenen Netzbezug. Die getrennte Messung von Erzeugung und Bilanz zeigt, wie groß dieses Potenzial im eigenen Haushalt tatsächlich ist.
Die Messbasis liefert ein saldierendes Energiemessgerät am Hausanschluss — beim Shelly Pro 3EM über Stromwandler-Klemmen bis 120 A je Phase (Datenblatt-Angabe). Das Messgerät regelt selbst nichts: Die Entscheidung trifft die Wallbox oder ein Energiemanagement, das die Werte lokal ausliest. Montage am Hausanschluss und alle Arbeiten an der Verteilung übernimmt eine Elektrofachkraft.
Annahmen und berechnete Schwellen
| Anwendung | Balkonkraftwerk-Einspeisung messen: was wirklich ins Netz geht |
|---|---|
| Wechselrichter-Leistung | 800 W |
| Haus-Grundlast (angenommen) | 300 W |
| Netto-Einspeisung bei Volllast | 500 W |
Berechnet am 2026-07-07. Reine Leistungs-Algebra; das 6-A-Minimum des Ladestandards wird referenziert. Grundlast und Hysterese sind Planungsannahmen.
Berechnungsgrundlage
- P_netto
- Netto-Einspeisung (W)
- P_PV
- Wechselrichter-Leistung (W)
- P_Grundlast
- Haus-Grundlast (W)
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination
Wie viel speist ein 800-W-Balkonkraftwerk wirklich ein?
Wo messe ich die Balkonkraftwerk-Einspeisung am besten?
Lohnt sich ein Speicher gegen die Einspeise-Verluste?
Zählt der alte Ferraris-Zähler die Einspeisung mit?
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Berechnungsgrundlage
Alle Werte folgen aus der Leistungs-Algebra P = n · U · I: Die Mindest-Ladeleistung aus dem kleinsten Ladestrom (6 A nach dem Ladestandard IEC 61851), die Start- und Stoppschwelle aus Mindestleistung plus Grundlast plus bzw. minus Hysterese. Grundlast und Hysterese sind Planungsannahmen, keine Messwerte.
Die Geräteangaben zur Messung (Stromwandler-Bereich, Phasenzahl) stammen aus den öffentlichen Hersteller-Datenblättern; im Zweifel gilt das Datenblatt des konkreten Geräts. Regelverhalten und Schwellen der eigenen Anlage bestimmen Wallbox bzw. Energiemanagement — deren Dokumentation ist die verbindliche Referenz.