Dreiphasiges Überschussladen: ab 4140 W freiem PV-Überschuss
Dreiphasiges Überschussladen: Mindest-Überschuss und Schwellen — 3-phasig, 6,0–16,0 A bei 230 V Strangspannung.
Mindest-Überschuss für den Start
Kurzantwort
Dreiphasiges Überschussladen startet ab 4140 W freiem PV-Überschuss (3 × 230 V × 6 A). Mit 300 W Grundlast und 300 W Hysterese liegt die Startschwelle bei 4740 W; geregelt wird bis 11040 W in 690-W-Schritten je Ampere.
Grundlage: P = 3 × 230 V × I · 6-A-Minimum des Ladestandards
Nutzbare Ladeleistung über dem freien PV-Überschuss: 0 W unterhalb der Mindest-Ladeleistung von 4140 W, darüber folgt die Ladung dem Überschuss bis zur Obergrenze von 11040 W.
Bezugsquellen — passend zur Berechnung
Bezugsquellen für diese Anwendung
Typische Komponenten für diese Berechnung, mit aktuellem Preis und Lieferstatus — keine technische Empfehlung, die Auswahl der konkreten Marke und des konkreten Modells liegt bei der ausführenden Fachkraft.

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Wie viel frisst die Haus-Grundlast vom Überschuss?
Start- und Stoppschwelle über typische Haus-Grundlasten: Mindest-Ladeleistung 4140 W plus Grundlast plus/minus 300 W Hysterese.
| Grundlast | Startschwelle (PV) | Stoppschwelle (PV) |
|---|---|---|
| 100 W | 4540 W | 3940 W |
| 200 W | 4640 W | 4040 W |
| 300 W angenommen | 4740 W | 4140 W |
| 500 W | 4940 W | 4340 W |
| 800 W | 5240 W | 4640 W |
PV-Erzeugung, nicht Überschuss: Die Grundlast ist in den Schwellen bereits enthalten.
Wo wird der Überschuss gemessen — und womit?
Überschuss ist die saldierte Differenz aus PV-Erzeugung und Hausverbrauch — gemessen wird sie am Hausanschluss, nicht am einzelnen Gerät. Ein 3-Phasen-Messgerät mit Stromwandler-Klemmen (beim Shelly Pro 3EM laut Datenblatt bis 120 A je Phase) liefert den Summenwert, den Wallbox oder Energiemanagement als Regelgröße nutzen. Die Montage am Zählerplatz übernimmt eine Elektrofachkraft.
Was heißt das für meine Anlage?
Dreiphasig lädt die 11-kW-Wallbox schneller — aber der Einstieg liegt dreimal so hoch: 6 A auf drei Phasen bedeuten 4.140 W Mindest-Ladeleistung. Diese Schwelle erreicht eine kleine PV-Anlage nur um die Mittagszeit an klaren Tagen; wer regelmäßig dreiphasig aus Überschuss laden will, braucht realistisch 8 kWp aufwärts, denn von der Erzeugung gehen Grundlast und Wolkenreserve ab. Dafür ist die Stellweite grob: Jedes Ampere verschiebt die Ladeleistung um 690 W, der Regelbereich reicht von 4,14 bis 11,04 kW. Das ist die Rechnung hinter der verbreiteten Empfehlung, Überschussladen mit einer 1/3-phasigen Umschaltung zu kombinieren, statt rein dreiphasig zu planen.
Die Mindest-Ladeleistung folgt aus P = n · U · I = 3 × 230 V × 6 A = 4140 W. Dazu kommt die Grundlast des Hauses (300 W), die die PV zuerst decken muss, plus eine Hysterese von 300 W gegen Wolken-Takten — zusammen die Startschwelle von 4740 W PV-Erzeugung.
Zwischen 4140 und 11040 W folgt die Ladeleistung dem Überschuss in 690-W-Schritten — je Ampere Ladestrom auf drei Phasen. Wichtig ist, dass Start- (4740 W) und Stoppschwelle (4140 W) nicht zusammenfallen, sonst pendelt die Ladung bei wechselhaftem Himmel im Minutentakt.
Die Messbasis liefert ein saldierendes Energiemessgerät am Hausanschluss — beim Shelly Pro 3EM über Stromwandler-Klemmen bis 120 A je Phase (Datenblatt-Angabe). Das Messgerät regelt selbst nichts: Die Entscheidung trifft die Wallbox oder ein Energiemanagement, das die Werte lokal ausliest. Montage am Hausanschluss und alle Arbeiten an der Verteilung übernimmt eine Elektrofachkraft.
Annahmen und berechnete Schwellen
| Anwendung | Dreiphasiges Überschussladen: Mindest-Überschuss und Schwellen |
|---|---|
| Phasen | 3 |
| Strangspannung | 230 V |
| Stromfenster | 6,0–16,0 A |
| Mindest-Ladeleistung | 4140 W |
| Maximal-Leistung | 11040 W |
| Stellweite je Ampere | 690 W |
| Grundlast (angenommen) | 300 W |
| Hysterese | 300 W |
| Startschwelle (PV-Erzeugung) | 4740 W |
| Stoppschwelle (PV-Erzeugung) | 4140 W |
Berechnet am 2026-07-07. Reine Leistungs-Algebra; das 6-A-Minimum des Ladestandards wird referenziert. Grundlast und Hysterese sind Planungsannahmen.
Berechnungsgrundlage
- P_min
- Mindest-Ladeleistung (W)
- n
- Anzahl Ladephasen
- U
- Strangspannung (V)
- I_min
- kleinster Ladestrom (A)
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination
Ab wie viel PV-Überschuss startet Wallbox dreiphasig?
Warum braucht die Regelung eine Hysterese?
Reicht ein Mess-Zwischenstecker als Datenbasis für die Regelung?
Was ist die Umschalt-Lücke zwischen ein- und dreiphasig?
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Berechnungsgrundlage
Alle Werte folgen aus der Leistungs-Algebra P = n · U · I: Die Mindest-Ladeleistung aus dem kleinsten Ladestrom (6 A nach dem Ladestandard IEC 61851), die Start- und Stoppschwelle aus Mindestleistung plus Grundlast plus bzw. minus Hysterese. Grundlast und Hysterese sind Planungsannahmen, keine Messwerte.
Die Geräteangaben zur Messung (Stromwandler-Bereich, Phasenzahl) stammen aus den öffentlichen Hersteller-Datenblättern; im Zweifel gilt das Datenblatt des konkreten Geräts. Regelverhalten und Schwellen der eigenen Anlage bestimmen Wallbox bzw. Energiemanagement — deren Dokumentation ist die verbindliche Referenz.