Shelly Pro 2PM für Motorlasten: Anlaufstrom-Check
Shelly Pro 2PM für zentrale Rollladensteuerung im Verteiler — Motor-/induktive Last an Shelly Pro 2PM. Nennstrom: 16 A ohmsch · 8 A induktiv (Richtwert) · 2 Kanäle. Bauform: Hutschiene, 1 TE.
Dauerstrom bei 250 W
Kurzantwort
Shelly Pro 2PM an einer 250-W-Motorlast: 1,09 A Dauerstrom, Anlaufstrom rund 5,4 A. Gegen den induktiven Richtwert 8 A 14 % ausgelastet — sicher schaltbar.
Grundlage: Shelly Pro 2PM · Motor-/induktive Last · Datenblatt-Nennstrom
Dauerstrom I = P / U über die Lastleistung. Die gestrichelte Linie markiert den induktiven Richtwert von 8 A — oberhalb ist der Aktor für diese Last ungeeignet.
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Bezugsquellen für diese Anwendung
Typische Komponenten für diese Berechnung, mit aktuellem Preis und Lieferstatus — keine technische Empfehlung, die Auswahl der konkreten Marke und des konkreten Modells liegt bei der ausführenden Fachkraft.

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Welche Last verträgt der Shelly Pro 2PM wirklich?
Shelly Pro 2PM an Motor-/induktive Last: Dauerstrom, Anlaufstrom und Eignung über typische Lastleistungen. Datenblatt-Nennstrom für diese Lastart: 8 A.
| Last | Dauerstrom | Anlaufstrom | Bewertung |
|---|---|---|---|
| 100 W | 0,43 A | 2,2 A | ✓ Geeignet |
| 150 W | 0,65 A | 3,3 A | ✓ Geeignet |
| 250 W | 1,09 A | 5,4 A | ✓ Geeignet |
| 400 W | 1,74 A | 8,7 A | ✓ Geeignet |
| 600 W | 2,61 A | 13,0 A | ✓ Geeignet |
| 900 W | 3,91 A | 19,6 A | ✓ Geeignet |
Bewertung gegen 8 A Nennstrom: grün ≤ 80 %, gelb ≤ 100 %, rot darüber.
Warum ist die Lastart wichtiger als die reine Wattzahl?
Ob ein Aktor eine Last sicher schaltet, hängt nicht nur vom Dauerstrom ab, sondern vor allem vom Verhalten beim Einschalten: Ohmsche Lasten sind harmlos, Motoren ziehen einen kurzen Anlaufstrom von rund dem Fünffachen, und LED-Treiber erzeugen eine kapazitive Einschaltstrom-Spitze. Genau diese Spitzen, nicht der Dauerbetrieb, verschleißen die Relaiskontakte über die Jahre.
Eignet sich der Shelly Pro 2PM für diese Last?
Im Neubau oder bei der Kernsanierung wird die Rollladensteuerung oft zentral aufgebaut: Jede Antriebs-Zuleitung läuft sternförmig in den Verteiler, dort übernimmt je Antrieb ein Shelly Pro 2PM auf der Hutschiene beide Fahrtrichtungen. Sein Cover-Profil verriegelt Auf und Ab gegeneinander und erkennt die Endlagen über die Leistungsmessung je Kanal — fährt der Motor gegen den Anschlag, fällt die Leistung ab und der Kanal schaltet frei. Elektrisch ist ein Rohrmotor mit 100 bis 300 W für die 16-A-Kanäle harmlos; auch der Anlaufstrom bleibt weit unter dem induktiven Richtwert. Der Unterschied zum dezentralen Shelly hinter dem Taster ist die Topologie: zentrale Wartung, LAN-Anbindung statt Funk im Rollladenkasten — dafür je Fenster eine eigene Zuleitung bis in den Verteiler. Planung und Anschluss übernimmt eine Elektrofachkraft.
Der Dauerstrom folgt direkt aus der Leistung: I = P / U = 250 W / 230 V = 1,09 A. Maßgeblicher Datenblatt-Nennstrom des Shelly Pro 2PM für diese Lastart ist 8 A (konservativer induktiver Richtwert; der ohmsche AC1-Wert liegt höher), die Auslastung beträgt damit 14 Prozent.
Bei Motorlasten ist nicht der Dauerstrom, sondern der Anlaufstrom die Belastungsprobe: Beim Hochlaufen des Motors fließt für Sekundenbruchteile etwa das Fünffache des Nennstroms, hier also rund 5,4 A. Deshalb wird gegen den konservativen induktiven Richtwert von 8 A bewertet und nicht gegen den höheren ohmschen Nennstrom. Diese Last bleibt klar im grünen Bereich. Häufiges Schalten (etwa über einen Druckschalter) beschleunigt den Kontaktverschleiß zusätzlich.
Der Shelly Pro 2PM misst die Leistung mit und kann per Schwellwert abschalten — praktisch, um eine blockierte Pumpe, einen leerlaufenden Boiler oder den realen Verbrauch zu erkennen. Mit 2 Kanälen lassen sich zwei Lasten getrennt schalten oder ein Antrieb richtungssicher verriegeln. Schaltaktoren werden fest in die Installation eingebunden — der Anschluss an 230 V gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
Aktor-Daten und Lastannahmen
| Aktor | Shelly Pro 2PM |
|---|---|
| Hersteller | Shelly |
| Lastart | Motor-/induktive Last |
| Nennstrom ohmsch (AC1) | 16 A je Kanal |
| Nennstrom induktiv (Richtwert) | 8 A |
| Summenstrom über alle Kanäle | 25 A |
| Kanäle | 2 |
| Bauform | Hutschiene (1 TE) |
| Leistungsmessung | ja |
| Netzspannung | 230 V |
| Repräsentative Last | 250 W |
| Dauerstrom | 1,09 A |
Berechnet am 2026-07-07. Nennströme aus öffentlichen Shelly-Datenblättern; Anlauf-/Inrush-Faktoren sind allgemeine Richtwerte.
Berechnungsgrundlage
- I
- Dauerstrom der Last (A)
- P
- Lastleistung (W)
- U
- Netzspannung (V)
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination
Welche Last darf der Shelly Pro 2PM maximal schalten?
Eignet sich der Shelly Pro 2PM für Motor-/induktive Last?
Warum ist der Einschaltstrom wichtiger als die Wattzahl?
Brauche ich ein Schütz vor dem Shelly Pro 2PM?
Lässt sich der Shelly Pro 2PM lokal ohne Cloud betreiben?
Warum darf ich nicht alle 2 Kanäle gleichzeitig voll belasten?
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Berechnungsgrundlage
Der Dauerstrom folgt aus dem Ohmschen Gesetz
I = P / U
und wird gegen den für die Lastart maßgeblichen Nennstrom des Relais bewertet.
Bei Motorlasten wird zusätzlich der Anlaufstrom (rund das Fünffache des
Nennstroms) berücksichtigt, bei LED-Last das Einschaltstrom-Risiko der
kapazitiven Treiber.
Die Nennströme stammen aus den öffentlichen Hersteller-Datenblättern von Shelly; die induktiven Werte sind konservative Praxis-Richtwerte, der genaue AC3-Wert steht im jeweiligen Datenblatt. Anlauf- und Inrush- Faktoren sind allgemeine elektrotechnische Richtwerte und keine Herstellerzusagen — im Zweifel gilt das Datenblatt des konkreten Geräts.