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Shelly Plus 1 für LED-Beleuchtung: Einschaltstrom im Griff

Shelly Plus 1 für LED-Spot-Gruppen und Deckenlicht — LED-/Beleuchtungslast an Shelly Plus 1. Nennstrom: 16 A ohmsch · 8 A induktiv (Richtwert).

Inrush-Risiko bei 100 W

niedrig
Auslastung
3 %
Nennstrom
16 A
Eignung
Geeignet

Kurzantwort

Shelly Plus 1 schaltet 100 W LED-Last stromtechnisch mühelos (0,43 A), entscheidend ist der Einschaltstrom: Inrush-Risiko niedrig — ohne Zusatzmaßnahme unkritisch.

Grundlage: Shelly Plus 1 · LED-/Beleuchtungslast · Datenblatt-Nennstrom

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

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Bezugsquellen für diese Anwendung

Typische Komponenten für diese Berechnung, mit aktuellem Preis und Lieferstatus — keine technische Empfehlung, die Auswahl der konkreten Marke und des konkreten Modells liegt bei der ausführenden Fachkraft.

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Welche Last verträgt der Shelly Plus 1 wirklich?

Shelly Plus 1 an LED-/Beleuchtungslast: Dauerstrom, Einschaltstrom-Risiko über typische Lastleistungen.

LED gesamt Dauerstrom Inrush-Risiko
20 W 0,09 A niedrig
50 W 0,22 A niedrig
100 W 0,43 A niedrig
200 W 0,87 A mittel
300 W 1,30 A mittel
500 W 2,17 A hoch

Dauerstrom unkritisch — der Einschaltstrom der LED-Treiber ist der begrenzende Faktor (niedrig/mittel/hoch nach Gesamt-Wattzahl).

Warum ist die Lastart wichtiger als die reine Wattzahl?

Ob ein Aktor eine Last sicher schaltet, hängt nicht nur vom Dauerstrom ab, sondern vor allem vom Verhalten beim Einschalten: Ohmsche Lasten sind harmlos, Motoren ziehen einen kurzen Anlaufstrom von rund dem Fünffachen, und LED-Treiber erzeugen eine kapazitive Einschaltstrom-Spitze. Genau diese Spitzen, nicht der Dauerbetrieb, verschleißen die Relaiskontakte über die Jahre.

Eignet sich der Shelly Plus 1 für diese Last?

Eine typische Wohnzimmer-Decke mit zehn bis zwanzig LED-Spots zu je 5 W kommt auf 50 bis 100 W Gesamtlast — stromtechnisch ein Klacks für den Shelly Plus 1, aber die Summe vieler kleiner Treiber-Kondensatoren addiert sich beim Einschalten zu einer kräftigen gemeinsamen Stromspitze. Entscheidend ist deshalb nicht die Wattzahl allein, sondern die Anzahl parallel geschalteter Treiber. Der Shelly Plus 1 als reiner Schaltaktor (kein Dimmer) schaltet hart ein; bei großen Spot-Gruppen über 100 W ist ein sanfter Einschaltstrombegrenzer die Lebensversicherung für die Kontakte. Soll zusätzlich gedimmt werden, ist ohnehin ein dedizierter LED-Dimmer die richtige Wahl.

Der Dauerstrom folgt direkt aus der Leistung: I = P / U = 100 W / 230 V = 0,43 A. Maßgeblicher Datenblatt-Nennstrom des Shelly Plus 1 für diese Lastart ist 16 A, die Auslastung beträgt damit 3 Prozent.

Bei LED-Last ist der Dauerstrom mit 0,43 A nebensächlich — die Belastung ist der Einschaltstrom der Treiber-Kondensatoren, der kurzzeitig das Zehn- bis Sechzigfache erreichen kann. Bei 100 W Gesamtlast ist das Inrush-Risiko niedrig. Bis rund 100 W gemischter LED-Last schaltet der Aktor das ohne Zusatzmaßnahme. Soll zusätzlich gedimmt werden, ist ein dedizierter LED-Dimmer mit Mindestlast-Beachtung die richtige Wahl.

Der Shelly Plus 1 schaltet ohne eigene Leistungsmessung; wer den Verbrauch sehen oder eine Überlast-Abschaltung will, greift zu einem Modell mit „PM" im Namen. Schaltaktoren werden fest in die Installation eingebunden — der Anschluss an 230 V gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.

Aktor-Daten und Lastannahmen

Aktor Shelly Plus 1
Hersteller Shelly
Lastart LED-/Beleuchtungslast
Nennstrom ohmsch (AC1) 16 A
Nennstrom induktiv (Richtwert) 8 A
Kanäle 1
Leistungsmessung nein
Netzspannung 230 V
Repräsentative Last 100 W
Dauerstrom 0,43 A

Berechnet am 2026-05-30. Nennströme aus öffentlichen Shelly-Datenblättern; Anlauf-/Inrush-Faktoren sind allgemeine Richtwerte.

Berechnungsgrundlage

I
Dauerstrom der Last (A)
P
Lastleistung (W)
U
Netzspannung (V)

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination

Welche Last darf der Shelly Plus 1 maximal schalten?
Ohmsch (Heizung) bis 16 A, also rund 3680 W bei 230 V. Als Faustregel sollte ein Relais dauerhaft nicht über 80 Prozent belastet werden, hier also bis rund 2944 W. Für Motoren gilt ein niedrigerer Richtwert von rund 8 A wegen des Anlaufstroms, für LED ist der Einschaltstrom der begrenzende Faktor.
Eignet sich der Shelly Plus 1 für LED-/Beleuchtungslast?
Bei 100 W LED-Last ist der Dauerstrom (0,43 A) unkritisch; das Inrush-Risiko ist niedrig — Auslastung 3 Prozent, also sicher schaltbar.
Warum ist der Einschaltstrom wichtiger als die Wattzahl?
Relaiskontakte sterben selten am Dauerstrom, sondern am Schaltmoment. Kapazitive Lasten (LED-Treiber) und induktive Lasten (Motoren) ziehen beim Einschalten ein Vielfaches des Nennstroms. Diese Spitze verschweißt über viele Schaltzyklen die Kontakte. Deshalb bewertet ein seriöser Last-Check nicht nur P / U, sondern auch die Lastart.
Brauche ich ein Schütz vor dem Shelly Plus 1?
Ein Installationsschütz ist sinnvoll, sobald die Last den Nennstrom des Aktors erreicht, ein Motor häufig anläuft oder eine dreiphasige Last geschaltet wird. Der Funkaktor steuert dann nur die Schützspule an (wenige Watt), und der Leistungskontakt des Schützes trägt den eigentlichen Strom — das schont die Aktor-Kontakte und erlaubt beliebig große Lasten.
Lässt sich der Shelly Plus 1 lokal ohne Cloud betreiben?
Shelly-Geräte bieten ab Werk eine lokale HTTP-/MQTT-Schnittstelle und lassen sich vollständig ohne Hersteller-Cloud in Home Assistant oder openHAB einbinden. Für eine datensparsame, DSGVO-freundliche Installation ist der lokale Betrieb die bevorzugte Variante.
Was ist ein Einschaltstrombegrenzer und wann brauche ich ihn?
Ein Einschaltstrombegrenzer (Inrush-Limiter) wird zwischen Aktor und Leuchtengruppe geschaltet und dämpft die kapazitive Stromspitze beim Einschalten auf einen verträglichen Wert. Nötig wird er, wenn viele LED-Treiber an einem Kanal hängen — als Richtwert ab rund 100 W gemischter LED-Last oder wenn das Relais hörbar „klackt" und die Sicherung gelegentlich auslöst.

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Berechnungsgrundlage

Der Dauerstrom folgt aus dem Ohmschen Gesetz I = P / U und wird gegen den für die Lastart maßgeblichen Nennstrom des Relais bewertet. Bei Motorlasten wird zusätzlich der Anlaufstrom (rund das Fünffache des Nennstroms) berücksichtigt, bei LED-Last das Einschaltstrom-Risiko der kapazitiven Treiber.

Die Nennströme stammen aus den öffentlichen Hersteller-Datenblättern von Shelly; die induktiven Werte sind konservative Praxis-Richtwerte, der genaue AC3-Wert steht im jeweiligen Datenblatt. Anlauf- und Inrush- Faktoren sind allgemeine elektrotechnische Richtwerte und keine Herstellerzusagen — im Zweifel gilt das Datenblatt des konkreten Geräts.