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Shelly Plus 2PM für LED-Beleuchtung: Einschaltstrom im Griff

Shelly Plus 2PM für zwei getrennte LED-Lichtkreise — LED-/Beleuchtungslast an Shelly Plus 2PM. Nennstrom: 10 A ohmsch · 5 A induktiv (Richtwert).

Inrush-Risiko bei 150 W

mittel
Auslastung
7 %
Nennstrom
10 A
Eignung
Geeignet

Kurzantwort

Shelly Plus 2PM schaltet 150 W LED-Last stromtechnisch mühelos (0,65 A), entscheidend ist der Einschaltstrom: Inrush-Risiko mittel — ab dieser Größe ein Einschaltstrombegrenzer empfehlenswert.

Grundlage: Shelly Plus 2PM · LED-/Beleuchtungslast · Datenblatt-Nennstrom

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

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Bezugsquellen für diese Anwendung

Typische Komponenten für diese Berechnung, mit aktuellem Preis und Lieferstatus — keine technische Empfehlung, die Auswahl der konkreten Marke und des konkreten Modells liegt bei der ausführenden Fachkraft.

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Welche Last verträgt der Shelly Plus 2PM wirklich?

Shelly Plus 2PM an LED-/Beleuchtungslast: Dauerstrom, Einschaltstrom-Risiko über typische Lastleistungen.

LED gesamt Dauerstrom Inrush-Risiko
20 W 0,09 A niedrig
50 W 0,22 A niedrig
100 W 0,43 A niedrig
200 W 0,87 A mittel
300 W 1,30 A mittel
500 W 2,17 A hoch

Dauerstrom unkritisch — der Einschaltstrom der LED-Treiber ist der begrenzende Faktor (niedrig/mittel/hoch nach Gesamt-Wattzahl).

Warum ist die Lastart wichtiger als die reine Wattzahl?

Ob ein Aktor eine Last sicher schaltet, hängt nicht nur vom Dauerstrom ab, sondern vor allem vom Verhalten beim Einschalten: Ohmsche Lasten sind harmlos, Motoren ziehen einen kurzen Anlaufstrom von rund dem Fünffachen, und LED-Treiber erzeugen eine kapazitive Einschaltstrom-Spitze. Genau diese Spitzen, nicht der Dauerbetrieb, verschleißen die Relaiskontakte über die Jahre.

Eignet sich der Shelly Plus 2PM für diese Last?

Der Shelly Plus 2PM steuert zwei unabhängige Lichtkreise mit je 10 A und eigener Leistungsmessung — ideal, um zum Beispiel Decken- und Wandlicht eines Raums getrennt zu schalten und beide Verbräuche zu protokollieren. Pro Kanal gilt dieselbe LED-Logik wie beim Einkanal-Aktor: Der Dauerstrom ist nebensächlich, der gemeinsame Einschaltstrom aller Treiber eines Kanals ist die Belastungsgröße. Werden beide Kanäle gleichzeitig geschaltet (etwa über eine Szene), addieren sich die Spitzen nicht am Relais, weil jeder Kanal seinen eigenen Kontakt hat — wohl aber auf der gemeinsamen Zuleitung. Bei großen Lichtgruppen je Kanal bleibt der Einschaltstrombegrenzer die saubere Lösung.

Der Dauerstrom folgt direkt aus der Leistung: I = P / U = 150 W / 230 V = 0,65 A. Maßgeblicher Datenblatt-Nennstrom des Shelly Plus 2PM für diese Lastart ist 10 A, die Auslastung beträgt damit 7 Prozent.

Bei LED-Last ist der Dauerstrom mit 0,65 A nebensächlich — die Belastung ist der Einschaltstrom der Treiber-Kondensatoren, der kurzzeitig das Zehn- bis Sechzigfache erreichen kann. Bei 150 W Gesamtlast ist das Inrush-Risiko mittel. In diesem Bereich ist ein Einschaltstrombegrenzer (RC-Glied oder Inrush-Limiter) sinnvoll, wenn viele Treiber am selben Kanal hängen. Soll zusätzlich gedimmt werden, ist ein dedizierter LED-Dimmer mit Mindestlast-Beachtung die richtige Wahl.

Der Shelly Plus 2PM misst die Leistung mit und kann per Schwellwert abschalten — praktisch, um eine blockierte Pumpe, einen leerlaufenden Boiler oder den realen Verbrauch zu erkennen. Mit 2 Kanälen lassen sich zwei Lasten getrennt schalten oder ein Antrieb richtungssicher verriegeln. Schaltaktoren werden fest in die Installation eingebunden — der Anschluss an 230 V gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.

Aktor-Daten und Lastannahmen

Aktor Shelly Plus 2PM
Hersteller Shelly
Lastart LED-/Beleuchtungslast
Nennstrom ohmsch (AC1) 10 A
Nennstrom induktiv (Richtwert) 5 A
Kanäle 2
Leistungsmessung ja
Netzspannung 230 V
Repräsentative Last 150 W
Dauerstrom 0,65 A

Berechnet am 2026-05-30. Nennströme aus öffentlichen Shelly-Datenblättern; Anlauf-/Inrush-Faktoren sind allgemeine Richtwerte.

Berechnungsgrundlage

I
Dauerstrom der Last (A)
P
Lastleistung (W)
U
Netzspannung (V)

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination

Welche Last darf der Shelly Plus 2PM maximal schalten?
Ohmsch (Heizung) bis 10 A, also rund 2300 W bei 230 V. Als Faustregel sollte ein Relais dauerhaft nicht über 80 Prozent belastet werden, hier also bis rund 1840 W. Für Motoren gilt ein niedrigerer Richtwert von rund 5 A wegen des Anlaufstroms, für LED ist der Einschaltstrom der begrenzende Faktor.
Eignet sich der Shelly Plus 2PM für LED-/Beleuchtungslast?
Bei 150 W LED-Last ist der Dauerstrom (0,65 A) unkritisch; das Inrush-Risiko ist mittel — Auslastung 7 Prozent, also sicher schaltbar.
Warum ist der Einschaltstrom wichtiger als die Wattzahl?
Relaiskontakte sterben selten am Dauerstrom, sondern am Schaltmoment. Kapazitive Lasten (LED-Treiber) und induktive Lasten (Motoren) ziehen beim Einschalten ein Vielfaches des Nennstroms. Diese Spitze verschweißt über viele Schaltzyklen die Kontakte. Deshalb bewertet ein seriöser Last-Check nicht nur P / U, sondern auch die Lastart.
Brauche ich ein Schütz vor dem Shelly Plus 2PM?
Ein Installationsschütz ist sinnvoll, sobald die Last den Nennstrom des Aktors erreicht, ein Motor häufig anläuft oder eine dreiphasige Last geschaltet wird. Der Funkaktor steuert dann nur die Schützspule an (wenige Watt), und der Leistungskontakt des Schützes trägt den eigentlichen Strom — das schont die Aktor-Kontakte und erlaubt beliebig große Lasten.
Lässt sich der Shelly Plus 2PM lokal ohne Cloud betreiben?
Shelly-Geräte bieten ab Werk eine lokale HTTP-/MQTT-Schnittstelle und lassen sich vollständig ohne Hersteller-Cloud in Home Assistant oder openHAB einbinden. Für eine datensparsame, DSGVO-freundliche Installation ist der lokale Betrieb die bevorzugte Variante.
Was ist ein Einschaltstrombegrenzer und wann brauche ich ihn?
Ein Einschaltstrombegrenzer (Inrush-Limiter) wird zwischen Aktor und Leuchtengruppe geschaltet und dämpft die kapazitive Stromspitze beim Einschalten auf einen verträglichen Wert. Nötig wird er, wenn viele LED-Treiber an einem Kanal hängen — als Richtwert ab rund 100 W gemischter LED-Last oder wenn das Relais hörbar „klackt" und die Sicherung gelegentlich auslöst.

Fachbegriffe in diesem Text

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Berechnungsgrundlage

Der Dauerstrom folgt aus dem Ohmschen Gesetz I = P / U und wird gegen den für die Lastart maßgeblichen Nennstrom des Relais bewertet. Bei Motorlasten wird zusätzlich der Anlaufstrom (rund das Fünffache des Nennstroms) berücksichtigt, bei LED-Last das Einschaltstrom-Risiko der kapazitiven Treiber.

Die Nennströme stammen aus den öffentlichen Hersteller-Datenblättern von Shelly; die induktiven Werte sind konservative Praxis-Richtwerte, der genaue AC3-Wert steht im jeweiligen Datenblatt. Anlauf- und Inrush- Faktoren sind allgemeine elektrotechnische Richtwerte und keine Herstellerzusagen — im Zweifel gilt das Datenblatt des konkreten Geräts.