Sonoff BASIC R2 für LED-Beleuchtung: Einschaltstrom im Griff
Sonoff BASIC R2 zum Schalten von LED-Lampen — LED-/Beleuchtungslast an Sonoff BASIC R2. Nennstrom: 10 A ohmsch · 5 A induktiv (Richtwert).
Inrush-Risiko bei 150 W
Kurzantwort
Sonoff BASIC R2 schaltet 150 W LED-Last stromtechnisch mühelos (0,65 A), entscheidend ist der Einschaltstrom: Inrush-Risiko mittel — ab dieser Größe ein Einschaltstrombegrenzer empfehlenswert.
Grundlage: Sonoff BASIC R2 · LED-/Beleuchtungslast · Datenblatt-Nennstrom
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Welche Last verträgt der Sonoff BASIC R2 wirklich?
Sonoff BASIC R2 an LED-/Beleuchtungslast: Dauerstrom, Einschaltstrom-Risiko über typische Lastleistungen.
| LED gesamt | Dauerstrom | Inrush-Risiko |
|---|---|---|
| 20 W | 0,09 A | niedrig |
| 50 W | 0,22 A | niedrig |
| 100 W | 0,43 A | niedrig |
| 200 W | 0,87 A | mittel |
| 300 W | 1,30 A | mittel |
| 500 W | 2,17 A | hoch |
Dauerstrom unkritisch — der Einschaltstrom der LED-Treiber ist der begrenzende Faktor (niedrig/mittel/hoch nach Gesamt-Wattzahl).
Warum ist die Lastart wichtiger als die reine Wattzahl?
Ob ein Aktor eine Last sicher schaltet, hängt nicht nur vom Dauerstrom ab, sondern vor allem vom Verhalten beim Einschalten: Ohmsche Lasten sind harmlos, Motoren ziehen einen kurzen Anlaufstrom von rund dem Fünffachen, und LED-Treiber erzeugen eine kapazitive Einschaltstrom-Spitze. Genau diese Spitzen, nicht der Dauerbetrieb, verschleißen die Relaiskontakte über die Jahre.
Eignet sich der Sonoff BASIC R2 für diese Last?
Der Sonoff BASIC R2 wird oft als günstiger Lichtschalter für eine Lampengruppe eingesetzt. Bei LED ist seine 10-A-Dauerstromgrenze völlig unkritisch — selbst 500 W LED bleiben mit gut 2 A weit darunter. Maßgeblich ist auch hier der Einschaltstrom der Treiber-Elektronik. Der BASIC nutzt ein mechanisches Relais, das die Inrush-Spitze ungedämpft sieht; bei vielen Leuchtmitteln an einem Kanal hilft ein vorgeschalteter Einschaltstrombegrenzer. Praktischer Vorteil des Sonoff: Über die alternative Firmware-Welt (Tasmota/ESPHome) lässt er sich vollständig lokal und cloudfrei betreiben — ein Pluspunkt für datensparsame Smart-Home-Aufbauten.
Der Dauerstrom folgt direkt aus der Leistung: I = P / U = 150 W / 230 V = 0,65 A. Maßgeblicher Datenblatt-Nennstrom des Sonoff BASIC R2 für diese Lastart ist 10 A, die Auslastung beträgt damit 7 Prozent.
Bei LED-Last ist der Dauerstrom mit 0,65 A nebensächlich — die Belastung ist der Einschaltstrom der Treiber-Kondensatoren, der kurzzeitig das Zehn- bis Sechzigfache erreichen kann. Bei 150 W Gesamtlast ist das Inrush-Risiko mittel. In diesem Bereich ist ein Einschaltstrombegrenzer (RC-Glied oder Inrush-Limiter) sinnvoll, wenn viele Treiber am selben Kanal hängen. Soll zusätzlich gedimmt werden, ist ein dedizierter LED-Dimmer mit Mindestlast-Beachtung die richtige Wahl.
Der Sonoff BASIC R2 schaltet ohne eigene Leistungsmessung; wer den Verbrauch sehen oder eine Überlast-Abschaltung will, greift zu einem Modell mit „PM" im Namen. Schaltaktoren werden fest in die Installation eingebunden — der Anschluss an 230 V gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
Aktor-Daten und Lastannahmen
| Aktor | Sonoff BASIC R2 |
|---|---|
| Hersteller | Sonoff |
| Lastart | LED-/Beleuchtungslast |
| Nennstrom ohmsch (AC1) | 10 A |
| Nennstrom induktiv (Richtwert) | 5 A |
| Kanäle | 1 |
| Leistungsmessung | nein |
| Netzspannung | 230 V |
| Repräsentative Last | 150 W |
| Dauerstrom | 0,65 A |
Berechnet am 2026-05-30. Nennströme aus öffentlichen Sonoff-Datenblättern; Anlauf-/Inrush-Faktoren sind allgemeine Richtwerte.
Berechnungsgrundlage
- I
- Dauerstrom der Last (A)
- P
- Lastleistung (W)
- U
- Netzspannung (V)
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination
Welche Last darf der Sonoff BASIC R2 maximal schalten?
Eignet sich der Sonoff BASIC R2 für LED-/Beleuchtungslast?
Warum ist der Einschaltstrom wichtiger als die Wattzahl?
Brauche ich ein Schütz vor dem Sonoff BASIC R2?
Lässt sich der Sonoff BASIC R2 lokal ohne Cloud betreiben?
Was ist ein Einschaltstrombegrenzer und wann brauche ich ihn?
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Berechnungsgrundlage
Der Dauerstrom folgt aus dem Ohmschen Gesetz
I = P / U
und wird gegen den für die Lastart maßgeblichen Nennstrom des Relais bewertet.
Bei Motorlasten wird zusätzlich der Anlaufstrom (rund das Fünffache des
Nennstroms) berücksichtigt, bei LED-Last das Einschaltstrom-Risiko der
kapazitiven Treiber.
Die Nennströme stammen aus den öffentlichen Hersteller-Datenblättern von Sonoff; die induktiven Werte sind konservative Praxis-Richtwerte, der genaue AC3-Wert steht im jeweiligen Datenblatt. Anlauf- und Inrush- Faktoren sind allgemeine elektrotechnische Richtwerte und keine Herstellerzusagen — im Zweifel gilt das Datenblatt des konkreten Geräts.