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Fehlerstromschutzschalter Typ A, 30 mA, 4-polig

Wo der Typ A 30 mA 4P passt, welche Hersteller-Modelle es gibt und welche Normen gelten — auf einen Blick.

Nennfehlerstrom

30 mA

RCD-Typ
A
Polzahl
4-polig
Schutzziel
Personenschutz nach DIN VDE 0100-410

Kurzantwort

Typ A 30 mA 4P: Fehlerstromschutzschalter mit 30 mA Nennfehlerstrom und AC + pulsierende Gleichströme-Erkennung. Eingesetzt als Personenschutz nach DIN VDE 0100-410 bei Hausinstallationen mit Steckdosen-Endkreisen.

Grundlage: DIN EN 61008-1 · DIN VDE 0100-410

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Wann passt Typ A 30 mA 4P?

Eignung dieser Komponente für typische Anwendungsfälle — eine Praxis-Einordnung, keine Norm-Aussage. Wo eine Norm etwas vorschreibt, steht sie in der Begründung.

Anwendung Eignung Begründung
Steckdosen-Endkreise Wohngebäude Typischer Einsatz Pflicht für alle Steckdosen ≤ 32 A in Wohnbereichen.
Außensteckdose Garten / Terrasse Typischer Einsatz Pflicht für alle mobilen Verbraucher im Außenbereich.
Drehstrom-Verteilung Hausanschluss Empfohlen 4-polig erfasst alle drei Außenleiter + N gemeinsam.
Wallbox 11 kW (dreiphasig) Kompatibel Nur, wenn die Wallbox eine eigene DC-Fehlerstromerkennung (6 mA) mitbringt — sonst Typ B.
PV-Wechselrichter ohne Trenntrafo Kompatibel Typ A, wenn der Wechselrichter-Hersteller ihn freigibt; verlangt er Typ B, weil glatte Gleichfehlerströme möglich sind, reicht Typ A nicht.
Industrielle Maschinen mit Frequenzumrichter Ungeeignet Typ F oder B nötig für FU-Mischfrequenzen.

Die Eignungs-Stufen sind eine Praxis-Einordnung — sie ersetzen keine konkrete Anlagen-Auslegung durch eine Elektrofachkraft.

Technische Daten

RCD-Typ A (AC + pulsierende Gleichströme)
Nennfehlerstrom I∆n 30 mA
Polzahl 4 polig
Nennbetriebsstrom 40 A
Schutzziel Personenschutz nach DIN VDE 0100-410
Übliche Querschnitte 4 / 6 mm² Cu

Modelle gängiger Hersteller

Eine Auswahl marktüblicher Modelle als technische Referenz. Keine Empfehlung, keine vergleichende Wertung — die Auswahl von Marke und Modell liegt bei der ausführenden Fachkraft.

Produktbild Hersteller Serie Typnummer Bezug
Fehlerstromschutzschalter Typ A, 30 mA, 4-polig — Hager CDA440D Hager CDA-Reihe CDA440D Preis bei Conrad prüfen → *
Fehlerstromschutzschalter Typ A, 30 mA, 4-polig — ABB 2CSF204101R1400 ABB System pro M compact F200 (F204 A-40/0,03) 2CSF204101R1400 Preis bei Conrad prüfen → *
Fehlerstromschutzschalter Typ A, 30 mA, 4-polig — Siemens 5SV3344-6 Siemens 5SV3 5SV3344-6 Preis bei Conrad prüfen → *

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Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Berechnung

Was bedeutet A bei einem FI-Schutzschalter genau?
Der A-Typ beschreibt, welche Fehlerstrom-Wellenformen der FI erfasst — AC + pulsierende Gleichströme. Typ AC erfasst nur sinusförmige Fehlerströme und wird in Deutschland für Endstromkreise nicht eingesetzt; üblich ist mindestens Typ A. Können glatte Gleichfehlerströme auftreten, ist Typ B vorgesehen — oder eine DC-Fehlerstromerkennung im Gerät selbst.
Wann reicht Typ A und wann brauche ich einen anderen Typ?
Typ A erfasst AC + pulsierende Gleichströme. Wo glatte Gleichfehlerströme möglich sind — etwa bei einer Wallbox ohne eigene DC-Fehlerstromerkennung oder einem PV-Wechselrichter ohne Trenntrafo, dessen Hersteller Typ B verlangt —, reicht Typ A nicht; dort ist Typ B vorgesehen. Für reine Wechselstromkreise ist Typ A die übliche und günstigere Wahl.
Warum 4-polig und nicht eine andere Polzahl?
4-polige Ausführung passt zur typischen Netzkonstellation: 1-polig in 230-V-Endkreisen mit gemeinsamem N, 2-polig wenn beide Pole getrennt geschaltet werden müssen, 4-polig im Drehstromnetz mit separat geführten N-Leitern. Der Wechsel auf eine andere Polzahl ist meist nicht ohne Anpassung der Verteilung möglich.
Welche Normen regeln Typ A 30 mA 4P?
Gerätenorm: DIN EN 61008-1 — sie legt fest, wie das Gerät auslöst, schaltet und gekennzeichnet ist; die Einhaltung bestätigt der Hersteller für das jeweilige Modell im Datenblatt. Errichtungsnorm: DIN VDE 0100-410 — sie regelt Auswahl und Einbau in der Anlage, etwa die Koordination mit der Leitung; dafür ist die Elektrofachkraft verantwortlich.

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