TGB Automation

Suche auf tgb-automation.de

Tippe einen Begriff — z.B. „Spannungsfall", „2,5 mm²", „FI Typ B". Drücke Esc zum Schließen.

Leitungsschutz für Gartenhaus-Zuleitung: B13

Welcher Leitungsschutzschalter für Gartenhaus-Unterverteilung (Erdkabel, gemischte Last)? Koordinationsprüfung gegen NYY-J 5×2,5 mm² nach DIN VDE 0100-430. I_B = 11 A · I_z = 18,6 A · Drehstrom 400 V

Empfohlener Nennstrom I_n (B-Charakteristik)

13 A

Laut Berechnung erfüllt B13 beide Überlast-Bedingungen — 85 % Auslastung bei 11 A Betriebsstrom und 5,6 A Reserve bis zur Belastbarkeit der Leitung

Auslösebereich
39–65 A
Auslastung I_B / I_n
85 %
Reserve bis I_z
5,6 A
Koordination
Normgerecht

Kurzantwort

Für Gartenhaus-Unterverteilung (Erdkabel, gemischte Last) auf NYY-J 5×2,5 mm² empfehlen wir einen B13 Leitungsschutzschalter. Die Koordination mit der Leitung ist nach DIN VDE 0100-430 normgerecht: I_B = 11 A, I_n = 13 A, I_z = 18,6 A. Auslastung 85 Prozent.

Grundlage: DIN VDE 0100-430 Bedingungen 1+2, IEC 60898-1 Auslösekennlinien

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Material für diese Berechnung

Werbe-Links *

* Werbe-Link — wir erhalten beim Kauf eine Provision, für Sie ändert sich am Preis nichts.

Ist mein LS mit diesem Kabel überhaupt zulässig?

Drei Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Leitung und Leitungsschutzschalter zusammen gegen Überlast schützen: I_B ≤ I_n (Last unter Nennstrom), I_n ≤ I_z (Schalter schützt Leitung), I_2 ≤ 1,45 · I_z (großer Prüfstrom unter thermischer Grenze). Für diese Kombination (11 A Betriebsstrom, B13 LS, 18,6 A Leitungsbelastbarkeit):

Bedingung Wert Grenze Status
Bedingung 1: I_B ≤ I_n
Betriebsstrom unter Nennstrom
11 A 13 A erfüllt
Bedingung 2a: I_n ≤ I_z
Nennstrom unter Leitungsbelastbarkeit
13 A 18,6 A erfüllt
Bedingung 2b: I_2 ≤ 1,45 · I_z
Großer Prüfstrom (1,45·I_n) unter thermischer Grenze
18,8 A 27,0 A erfüllt

Bedingung 2b ist für Leitungsschutzschalter nach IEC 60898-1 automatisch erfüllt, wenn 2a erfüllt ist (I_2 = 1,45 · I_n). Sie wird für Transparenz explizit mitgeprüft, relevant wird sie bei Schmelzsicherungen gL/gG.

Passt keine Zeile? Eigene Werte durchrechnen

Betriebsstrom, Leitungsbelastbarkeit und Lastcharakter lassen sich hier frei ändern — die Koordinationsprüfung nach DIN VDE 0100-430 läuft sofort neu.

Eigene Werte einsetzen: Betriebsstrom, Leitung und Charakteristik

Welche Absicherung für meine Anwendung? Charakteristik und Nennstrom nach DIN VDE 0100-430 (Überlast-Check) und IEC 60898-1 (Auslösebereiche).

Schnell-Modus: typische Anwendung wählen, Querschnitt anpassen.

Standard für Wallbox 11 kW: 2,5 mm² (NYM-J 5×2,5 mm²).

Empfohlener Leitungsschutzschalter

B16
Grenzwertig
Charakteristik
B (3–5·I_n)
Betriebsstrom I_B
16 A
Nennstrom I_n
16 A
Leitung I_z (2,5 mm²)
19,5 A
Auslösebereich I_a
48–80 A
Auslastung
100 %
DIN VDE 0100-430 Prüfung
erfüllt I_B ≤ I_n (16 ≤ 16 A)
erfüllt I_n ≤ I_z (16 ≤ 19,5 A)
erfüllt I_2 ≤ 1,45·I_z (23,2 ≤ 28,3 A)

Welche Charakteristik (B/C/D) passt für Gartenhaus-Zuleitung?

Leitungsschutzschalter nach IEC 60898-1 gibt es in den Charakteristiken B, C und D. Sie unterscheiden sich im Kurzschluss-Auslösebereich. Für diese Anwendung (ohm'sche Last ohne nennenswerte Einschaltströme):

Charakteristik Auslösebereich Typische Anwendung Eignung
B Empfohlen 3–5 · I_n Ohm'sche Lasten, Haushaltskreise (Licht, Steckdosen, Herd)
Optimal
Optimal — passt zur ohm'schen Last ohne Einschaltströme
C 5–10 · I_n Gemischte Lasten, Wärmepumpen, Kleinmotoren, Leuchtstofflampen
Zulässig
Zulässig, aber unnötig unempfindlich gegenüber Kurzschluss
D 10–14 · I_n Hohe Einschaltströme — Trafos, große Maschinen mit Anlaufstrom
Ungeeignet
Zu unempfindlich — Kurzschluss-Auslösung erst ab 10-14 mal I_n

Welcher Nennstrom passt für Gartenhaus-Zuleitung?

Was passiert, wenn ich den LS-Schalter eine Stufe kleiner oder größer wähle? Die Tabelle zeigt die Koordinations-Prüfung für die 5 Nennströme rund um den empfohlenen Wert von 13 A — bei gleicher Leitung (NYY-J 5×2,5 mm², I_z = 18,6 A):

I_n Auslösebereich Auslastung B1 · B2a · B2b Urteil
B6 18–30 A 183 % B1 nicht erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Nicht zulässig
B10 30–50 A 110 % B1 nicht erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Nicht zulässig
B13
Empfohlen
39–65 A 85 % B1 erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Normgerecht
B16 48–80 A 69 % B1 erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Normgerecht
B20 60–100 A 55 % B1 erfüllt B2a nicht erfüllt B2b nicht erfüllt Nicht zulässig

Die drei Badges B1/B2a/B2b entsprechen den Bedingungen 1, 2a, 2b nach DIN VDE 0100-430. Eine Stufe größer: der LS-Schalter schützt die Leitung nicht mehr (Bedingung 2a). Eine Stufe kleiner: der Schalter löst bereits bei Normallast aus (Bedingung 1).

Schützt mein LS-Schalter das Kabel zuverlässig?

Die Zuleitung zur Gartenhaus-Unterverteilung führt eine gemischte Kleinlast: Beleuchtung, Steckdosen, gelegentlich Rasenmäher oder Häcksler ohne nennenswerte Anlaufströme — die B-Charakteristik genügt, weil große Einzelmotoren fehlen. Rechnerisch reicht die kleinste B-Stufe oberhalb des Betriebsstroms; verbaut wird praxisüblich B16 dreipolig. Besonderheit ist die Erdverlegung (D1): Die Belastbarkeit des Erdkabels unterscheidet sich von der Wandverlegung und muss in der Koordinationsprüfung mit der richtigen Verlegeart angesetzt werden.

Der Lastcharakter ist eine ohm'sche Last ohne nennenswerte Einschaltströme — daraus folgt die Empfehlung für B-Charakteristik (3 bis 5 mal I_n, ohm'sche Lasten). Der gewählte B13 löst bei Überstrom im Kurzschlussbereich zwischen 39 A und 65 A unverzögert aus (Faktor 3 bis 5 mal I_n). Im Überlastbereich darunter wirkt die thermische Auslösung nach der Stromzeit-Kennlinie des Schalters.

Koordinationsprüfung nach DIN VDE 0100-430: Bedingung 1 (I_B 11 A kleiner-gleich I_n 13 A) ist erfüllt. Bedingung 2a (I_n 13 A kleiner-gleich I_z 18,6 A) ist erfüllt. Bedingung 2b (I_2 gleich 1,45 mal I_n 18,8 A kleiner-gleich 1,45 mal I_z 27,0 A) ist erfüllt. Das Verhältnis I_B/I_n liegt bei 85 Prozent; die verbleibende Reserve der Leitung beträgt 5,6 A bis zur berechneten Belastbarkeit.

Die Koordination ist vollständig normgerecht und lastseitig komfortabel. Die Leitung hat 5,6 A thermische Reserve, der LS-Schalter ist zu 85 Prozent ausgelastet. Für typische Lastprofile mit gelegentlichen Spitzen ist das die konservative Dimensionierung.

Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm, Eingangswerte, Formeln, Normen
Auslastung des LS-Schalters nach Nennstromstufe (Gartenhaus-Zuleitung)
Auslastung des LS-Schalters nach Nennstromstufe (Gartenhaus-Zuleitung) Auslastung in Abhängigkeit von Nennstrom I_n. 7 Datenpunkte. 95 % Reserve-Grenze 100 % Bedingung 1 6,00 11,2 16,4 21,6 26,8 32,0 0,00 37,5 75,0 113 150 Nennstrom I_n [A] Auslastung [%]

Auslastung I_B/I_n für verschiedene Standard-Nennströme. Punkte in Rot: Bedingung 1 (I_B ≤ I_n) oder 2a (I_n ≤ I_z) verletzt. Gelb: normgerecht aber ≥ 95 Prozent ausgelastet. Grün: normgerecht mit Reserve. Empfohlen ist B13 bei 85 Prozent Auslastung.

Eingangswerte und Ergebnisse

Anwendung Gartenhaus-Unterverteilung (Erdkabel, gemischte Last)
Lastcharakter ohm'sche Last ohne nennenswerte Einschaltströme
Betriebsstrom I_B 11 A
Nennspannung 400 V
Stromart Drehstrom 400 V
Leistungsfaktor cos φ 0,95
Leitung NYY-J 5×2,5 mm²
Leitungsbelastbarkeit I_z 18,6 A
Empfohlene Charakteristik B
Empfohlener Nennstrom I_n 13 A
Auslösebereich I_a 39–65 A
Großer Prüfstrom I_2 (1,45·I_n) 18,8 A
Auslastung I_B / I_n 85 %

Berechnet am 2026-09-04. Grundlage: DIN VDE 0100-430 (Koordinationsregel), IEC 60898-1 (Charakteristik-Definitionen).

Koordinationsregel nach DIN VDE 0100-430

I_B
Betriebsstrom der Last (A)
I_n
Nennstrom des Schutzorgans (A)
I_z
Strombelastbarkeit der Leitung (A)
I_2
Großer Prüfstrom des Schutzorgans (LS: 1,45·I_n) (A)

Auslösebereich der Charakteristik

I_a
Unverzögerter Kurzschluss-Auslösestrom (A)
k
Faktor: B = 3–5, C = 5–10, D = 10–14
I_n
Nennstrom des LS-Schalters (A)

Normative Grundlagen

  • DIN VDE 0100-430 — Errichtung von Niederspannungsanlagen: Schutz bei Überstrom
  • IEC 60898-1 — Elektrisches Installationsmaterial: Leitungsschutzschalter für Haushalt und ähnliche Zwecke
  • EN 60898-1 — Europäische Fassung der IEC 60898-1
  • DIN VDE 0100-410 — Schutz gegen elektrischen Schlag (Abschaltbedingungen, nicht Teil dieses Rechners)

Dieser Rechner deckt die Überlast-Koordination (Bedingungen 1 und 2 der DIN VDE 0100-430) ab. Der Kurzschluss-Check (Bedingung 3: I_k,min ≥ I_a) ist nicht Teil der Berechnung und muss für die konkrete Anlage separat mit der Netzimpedanz des Hausanschlusses geprüft werden.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Berechnung

Welcher Leitungsschutzschalter für Gartenhaus-Zuleitung?
Empfohlen ist ein B13 Leitungsschutzschalter: Charakteristik B wegen ohm'sche Last ohne nennenswerte Einschaltströme, Nennstrom 13 A ist die nächste Standardstufe oberhalb des Betriebsstroms 11 A.
Warum B und nicht C?
Die Charakteristik B löst im Kurzschlussbereich zwischen 39 A und 65 A unverzögert aus. Bei Gartenhaus-Zuleitung ist das sinnvoll, weil der Einschaltstrom nahe am Nennstrom liegt — eine empfindlichere B-Charakteristik würde schnell auslösen und eine D-Charakteristik im Fehlerfall zu lange warten.
Ist die Kombination nach DIN VDE 0100-430 zulässig?
Ja. Die Norm verlangt drei Bedingungen: I_B ≤ I_n, I_n ≤ I_z und I_2 ≤ 1,45 mal I_z. Für diese Kombination (11 A Betriebsstrom, B13 LS, 18,6 A Leitungsbelastbarkeit bei NYY-J 5×2,5 mm²) ergibt sich: Bedingung 1 erfüllt, Bedingung 2a erfüllt, Bedingung 2b erfüllt.
Was passiert bei Überlast?
Im Überlastbereich (Strom oberhalb I_n, aber unterhalb der Kurzschluss-Auslöseschwelle von 39 A) löst der Leitungsschutzschalter zeitverzögert über den Bimetall-Auslöser aus — je größer der Überstrom, desto schneller. Bei I_2 = 18,8 A (1,45 mal I_n) löst er garantiert innerhalb der Konventionellen Zeit aus, typisch unter einer Stunde.
Kann ich eine Stufe größer absichern?
Nur wenn die Leitung das trägt. Der nächstgrößere Nennstrom über 13 A ist 16 A. Das würde Bedingung 2a (I_n ≤ I_z) mit 18,6 A Belastbarkeit gerade noch erfüllen. Faustregel: der Leitungsschutzschalter schützt die Leitung, nicht umgekehrt.
Unterschied B, C und D?
Alle drei Charakteristiken sind nach IEC 60898-1 definiert und unterscheiden sich nur im Kurzschluss-Auslösebereich: B löst bei 3 bis 5 mal I_n aus (Haushalt), C bei 5 bis 10 mal I_n (gemischte Lasten, kleinere Motoren), D bei 10 bis 14 mal I_n (Trafos, große Maschinen mit Anlaufstrom). Im Überlastbereich unterhalb des Kurzschlussauslösers verhalten sie sich nahezu identisch — die Unterscheidung betrifft nur den Inrush-Schutz.

Nächste Schritte

Weitere Seiten zu diesem Thema Verwandte Berechnungen, Fachbegriffe und Übersichten

Weitere Berechnungen für Gartenhaus-Zuleitung

Passende Folgeberechnungen für diese Berechnung.

Fachbegriffe in diesem Text

Verwandte Berechnungen

Weitere Rechner-Seiten mit inhaltlichem Bezug zu dieser Berechnung.