Shelly 1 für Motorlasten: Anlaufstrom-Check
Shelly 1 für Heizungs-Umwälzpumpen (induktive Last) — Motor-/induktive Last an Shelly 1. Nennstrom: 16 A ohmsch · 8 A induktiv (Richtwert).
Dauerstrom bei 100 W
Kurzantwort
Shelly 1 an einer 100-W-Motorlast: 0,43 A Dauerstrom, Anlaufstrom rund 2,2 A. Gegen den induktiven Richtwert 8 A 5 % ausgelastet — sicher schaltbar.
Grundlage: Shelly 1 · Motor-/induktive Last · Datenblatt-Nennstrom
Dauerstrom I = P / U über die Lastleistung. Die gestrichelte Linie markiert den induktiven Richtwert von 8 A — oberhalb ist der Aktor für diese Last ungeeignet.
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Typische Komponenten für diese Berechnung, mit aktuellem Preis und Lieferstatus — keine technische Empfehlung, die Auswahl der konkreten Marke und des konkreten Modells liegt bei der ausführenden Fachkraft.

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Welche Last verträgt der Shelly 1 wirklich?
Shelly 1 an Motor-/induktive Last: Dauerstrom, Anlaufstrom und Eignung über typische Lastleistungen. Datenblatt-Nennstrom für diese Lastart: 8 A.
| Last | Dauerstrom | Anlaufstrom | Bewertung |
|---|---|---|---|
| 100 W | 0,43 A | 2,2 A | ✓ Geeignet |
| 250 W | 1,09 A | 5,4 A | ✓ Geeignet |
| 500 W | 2,17 A | 10,9 A | ✓ Geeignet |
| 800 W | 3,48 A | 17,4 A | ✓ Geeignet |
| 1200 W | 5,22 A | 26,1 A | ✓ Geeignet |
| 1800 W | 7,83 A | 39,1 A | △ Grenzbereich |
Bewertung gegen 8 A Nennstrom: grün ≤ 80 %, gelb ≤ 100 %, rot darüber.
Warum ist die Lastart wichtiger als die reine Wattzahl?
Ob ein Aktor eine Last sicher schaltet, hängt nicht nur vom Dauerstrom ab, sondern vor allem vom Verhalten beim Einschalten: Ohmsche Lasten sind harmlos, Motoren ziehen einen kurzen Anlaufstrom von rund dem Fünffachen, und LED-Treiber erzeugen eine kapazitive Einschaltstrom-Spitze. Genau diese Spitzen, nicht der Dauerbetrieb, verschleißen die Relaiskontakte über die Jahre.
Eignet sich der Shelly 1 für diese Last?
Moderne Hocheffizienz-Umwälzpumpen ziehen im Betrieb nur 5 bis 45 W — der Dauerstrom ist also winzig. Trotzdem zählt die Pumpe zu den induktiven Lasten: Beim Einschalten fließt kurzzeitig ein Anlaufstrom, der das Mehrfache des Nennstroms erreicht. Bei den kleinen Leistungen einer ECM-Heizungspumpe bleibt diese Spitze weit unter der 16-A-Grenze des Shelly 1, sodass der Aktor problemlos passt. Größer wird die Frage erst bei alten ungeregelten Pumpen oder bei Pool- und Gartenpumpen mit Hunderten Watt. Für die typische Heizungspumpe gilt: Der Shelly 1 schaltet sie sicher, und seine Trockenkontakt-Bauform verträgt die induktive Abschalt-Funkenbildung gut.
Der Dauerstrom folgt direkt aus der Leistung: I = P / U = 100 W / 230 V = 0,43 A. Maßgeblicher Datenblatt-Nennstrom des Shelly 1 für diese Lastart ist 8 A (konservativer induktiver Richtwert; der ohmsche AC1-Wert liegt höher), die Auslastung beträgt damit 5 Prozent.
Bei Motorlasten ist nicht der Dauerstrom, sondern der Anlaufstrom die Belastungsprobe: Beim Hochlaufen des Motors fließt für Sekundenbruchteile etwa das Fünffache des Nennstroms, hier also rund 2,2 A. Deshalb wird gegen den konservativen induktiven Richtwert von 8 A bewertet und nicht gegen den höheren ohmschen Nennstrom. Diese Last bleibt klar im grünen Bereich. Häufiges Schalten (etwa über einen Druckschalter) beschleunigt den Kontaktverschleiß zusätzlich.
Der Shelly 1 schaltet ohne eigene Leistungsmessung; wer den Verbrauch sehen oder eine Überlast-Abschaltung will, greift zu einem Modell mit „PM" im Namen. Schaltaktoren werden fest in die Installation eingebunden — der Anschluss an 230 V gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
Aktor-Daten und Lastannahmen
| Aktor | Shelly 1 |
|---|---|
| Hersteller | Shelly |
| Lastart | Motor-/induktive Last |
| Nennstrom ohmsch (AC1) | 16 A |
| Nennstrom induktiv (Richtwert) | 8 A |
| Kanäle | 1 |
| Leistungsmessung | nein |
| Netzspannung | 230 V |
| Repräsentative Last | 100 W |
| Dauerstrom | 0,43 A |
Berechnet am 2026-05-30. Nennströme aus öffentlichen Shelly-Datenblättern; Anlauf-/Inrush-Faktoren sind allgemeine Richtwerte.
Berechnungsgrundlage
- I
- Dauerstrom der Last (A)
- P
- Lastleistung (W)
- U
- Netzspannung (V)
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination
Welche Last darf der Shelly 1 maximal schalten?
Eignet sich der Shelly 1 für Motor-/induktive Last?
Warum ist der Einschaltstrom wichtiger als die Wattzahl?
Brauche ich ein Schütz vor dem Shelly 1?
Lässt sich der Shelly 1 lokal ohne Cloud betreiben?
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Berechnungsgrundlage
Der Dauerstrom folgt aus dem Ohmschen Gesetz
I = P / U
und wird gegen den für die Lastart maßgeblichen Nennstrom des Relais bewertet.
Bei Motorlasten wird zusätzlich der Anlaufstrom (rund das Fünffache des
Nennstroms) berücksichtigt, bei LED-Last das Einschaltstrom-Risiko der
kapazitiven Treiber.
Die Nennströme stammen aus den öffentlichen Hersteller-Datenblättern von Shelly; die induktiven Werte sind konservative Praxis-Richtwerte, der genaue AC3-Wert steht im jeweiligen Datenblatt. Anlauf- und Inrush- Faktoren sind allgemeine elektrotechnische Richtwerte und keine Herstellerzusagen — im Zweifel gilt das Datenblatt des konkreten Geräts.