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Shelly 1PM Gen4 für Motorlasten: Anlaufstrom-Check

Verträgt der Shelly 1PM Gen4 Shelly 1PM für Garten- und Tauchpumpen (Anlaufstrom)? Diese Seite prüft Motor-/induktive Last gegen den Datenblatt-Nennstrom. Nennstrom: 16 A ohmsch · 8 A induktiv (Richtwert).

Dauerstrom bei 800 W

4,09 A

Laut Berechnung 4,09 A Dauerstrom bei 800 W — 51 % des induktiven Nennstroms von 8 A, für diese Last geeignet, Anlaufstrom rund 20,5 A

Auslastung
51 %
Nennstrom
8 A
Anlaufstrom
20,5 A
Eignung
Geeignet

Kurzantwort

Shelly 1PM Gen4 an einer 800-W-Motorlast: 4,09 A Dauerstrom (I = P / (U · cos φ), cos φ 0,85), Anlaufstrom rund 20,5 A. Gegen den induktiven Richtwert 8 A 51 % ausgelastet — laut Berechnung geeignet.

Grundlage: Shelly 1PM Gen4 · Motor-/induktive Last · Datenblatt-Nennstrom

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Belastbarkeit nach Lastart

Shelly 1PM Gen4 an Motor-/induktive Last: Dauerstrom, Anlaufstrom und Eignung über typische Lastleistungen. Datenblatt-Nennstrom für diese Lastart: 8 A.

Last Dauerstrom Anlaufstrom Bewertung
100 W 0,51 A 2,6 A Geeignet
250 W 1,28 A 6,4 A Geeignet
500 W 2,56 A 12,8 A Geeignet
800 W 4,09 A 20,5 A Geeignet
1200 W 6,14 A 30,7 A Geeignet
1800 W 9,21 A 46,0 A Ungeeignet

Bewertung gegen 8 A Nennstrom: grün ≤ 80 %, gelb ≤ 100 %, rot darüber.

Heizungs-Umwälzpumpe am Shelly 1 Gen4

Moderne Hocheffizienz-Umwälzpumpen ziehen im Betrieb nur 5 bis 45 W — der Dauerstrom ist winzig. Trotzdem zählt die Pumpe zu den induktiven Lasten: Beim Einschalten fließt kurzzeitig ein Anlaufstrom, der das Mehrfache des Nennstroms erreicht. Bei den kleinen Leistungen einer ECM-Heizungspumpe bleibt diese Spitze laut Berechnung weit unter dem induktiven Richtwert des Shelly 1. Größer wird die Frage erst bei alten ungeregelten Pumpen oder bei Pool- und Gartenpumpen mit Hunderten Watt wie oben. Maßgeblich bleiben die Angaben des Pumpenherstellers zum Anlaufstrom.

Shelly 1 Gen4 an Motor-/induktive Last: Datenblatt-Nennstrom für diese Lastart 8 A (16 A ohmsch, 8 A induktiv als Richtwert).

Last-Matrix Shelly 1 · Umwälzpumpe
Last Dauerstrom Anlaufstrom Bewertung
25 W 0,13 A 0,6 A Geeignet
45 W 0,23 A 1,2 A Geeignet
60 W 0,31 A 1,5 A Geeignet
100 W 0,51 A 2,6 A Geeignet
150 W 0,77 A 3,8 A Geeignet
250 W 1,28 A 6,4 A Geeignet

Bewertung gegen 8 A Nennstrom: grün ≤ 80 %, gelb ≤ 100 %, rot darüber.

Eigene Werte durchrechnen

Aktor, Lastart und Lastleistung lassen sich hier frei ändern — Dauerstrom, Auslastung und Eignungs-Bewertung aktualisieren sich sofort.

Schaltaktor-Last prüfen

Welcher Shelly oder Sonoff passt laut Datenblatt zu welcher Last? Dauerstrom, Anlaufstrom und LED-Einschaltstrom auf einen Blick.

max 6.000 Wmin 1 W
W
10 W3.680 W

Dauerstrom

8,7A
Laut Berechnung geeignet
Dauerstrom
8,7 A
Nennstrom (ohmsch)
16 A
Auslastung
54 %

Faustregel: dauerhaft nicht über 80 % des Nennstroms belasten.

Lastart statt Wattzahl

Ob ein Aktor zu einer Last passt, hängt nicht nur vom Dauerstrom ab, sondern vor allem vom Verhalten beim Einschalten: Ohmsche Lasten sind harmlos, Motoren ziehen einen kurzen Anlaufstrom von rund dem Fünffachen, und LED-Treiber erzeugen eine kapazitive Einschaltstrom-Spitze. Genau diese Spitzen, nicht der Dauerbetrieb, verschleißen die Relaiskontakte über die Jahre.

Eignet sich der Shelly 1PM Gen4 für eine Gartenpumpe?

Eine 800-W-Gartenpumpe oder ein Hauswasserwerk zieht im Lauf rund 4,1 A (I = P / (U · cos φ) mit cos φ ≈ 0,85) — deutlich unter den 16 A des Shelly 1PM im Dauerbetrieb. Die eigentliche Belastung ist der Anlaufstrom des Asynchronmotors: Beim Start fließt für Sekundenbruchteile das Vier- bis Sechsfache, hier also grob 16 bis 25 A. Für die Bewertung von Motorlasten ist deshalb nicht der ohmsche 16-A-Wert maßgeblich, sondern der konservative induktive Richtwert von rund 8 A — Hauswasserwerke schalten zudem häufig (Druckschalter), was die Kontakte zusätzlich beansprucht. Der Shelly 1PM mit Messung erkennt einen blockierten Rotor am Stromanstieg; bei größeren Pumpen ab etwa 1,5 kW gehört ein Motorschütz dazwischen.

Bei einem Motor ist die angegebene Leistung Wirkleistung; der Strom folgt deshalb aus I = P / (U · cos φ) = 800 W / (230 V · 0,85) = 4,09 A — der Leistungsfaktor 0,85 ist eine Annahme für kleine Einphasen-Motoren (typisch 0,8 bis 0,95, genauer Wert auf dem Typenschild). Maßgeblicher Datenblatt-Nennstrom des Shelly 1PM Gen4 für diese Lastart ist 8 A (konservativer induktiver Richtwert; der ohmsche AC1-Wert liegt höher), die Auslastung beträgt damit 51 Prozent.

Bei Motorlasten ist nicht der Dauerstrom, sondern der Anlaufstrom die Belastungsprobe: Beim Hochlaufen des Motors fließt für Sekundenbruchteile etwa das Fünffache des Nennstroms, hier also rund 20,5 A. Deshalb wird gegen den konservativen induktiven Richtwert von 8 A bewertet und nicht gegen den höheren ohmschen Nennstrom. Diese Last bleibt klar im grünen Bereich. Häufiges Schalten (etwa über einen Druckschalter) beschleunigt den Kontaktverschleiß zusätzlich.

Der Shelly 1PM Gen4 misst die Leistung mit und kann per Schwellwert abschalten — praktisch, um eine blockierte Pumpe, einen leerlaufenden Boiler oder den realen Verbrauch zu erkennen. Schaltaktoren werden fest in die Installation eingebunden — der Anschluss an 230 V gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.

Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm, Aktor-Daten, Formel, Grundlagen
Dauerstrom über Lastleistung — Shelly 1PM Gen4
Dauerstrom über Lastleistung — Shelly 1PM Gen4 Dauerstrom in Abhängigkeit von Lastleistung. 6 Datenpunkte. 6,4 A (80 %) 8 A Nennstrom 100 440 780 1120 1460 1800 0,00 2,56 5,13 7,69 10,3 Lastleistung [W] Dauerstrom [A]

Dauerstrom I = P / (U · cos φ) über die Lastleistung (cos φ 0,85 angenommen). Die gestrichelte Linie markiert den induktiven Richtwert von 8 A — oberhalb ist der Aktor für diese Last ungeeignet.

Aktor-Daten und Lastannahmen

Aktor Shelly 1PM Gen4
Hersteller Shelly
Lastart Motor-/induktive Last
Nennstrom ohmsch (AC1) 16 A
Nennstrom induktiv (Richtwert) 8 A
Kanäle 1
Bauform Unterputz-/Gerätedose
Leistungsmessung ja
Netzspannung 230 V
Repräsentative Last 800 W
Dauerstrom 4,09 A

Nennströme aus öffentlichen Shelly-Datenblättern; Anlauf-/Inrush-Faktoren sind allgemeine Richtwerte.

Berechnungsgrundlage

I
Dauerstrom der Last (A)
P
Lastleistung (W)
U
Netzspannung (V)

Berechnungsgrundlage

Der Dauerstrom folgt aus der Leistungsgleichung I = P / (U · cos φ) (Leistungsfaktor 0,85 als Annahme für kleine Einphasen-Motoren) und wird gegen den für die Lastart maßgeblichen Nennstrom des Relais bewertet. Bei Motorlasten wird zusätzlich der Anlaufstrom (rund das Fünffache des Nennstroms) berücksichtigt, bei LED-Last das Einschaltstrom-Risiko der kapazitiven Treiber.

Normative Grundlagen

Für die Frage, ob ein Relais eine bestimmte Last trägt, gibt es keine Norm-Tabelle, die sich hier abbilden ließe. Verbindlich ist das Datenblatt des konkreten Geräts: Die hier verwendeten 16 A ohmsch und 8 A induktiv stammen aus den öffentlichen Produktangaben von Shelly. Die induktiven Werte sind konservative Praxis-Richtwerte; der genaue AC3-Wert steht ebenfalls im Datenblatt.

Anlauf- und Inrush-Faktoren sind allgemeine elektrotechnische Richtwerte und keine Herstellerzusagen — im Zweifel gilt das Datenblatt. Nicht Gegenstand dieser Berechnung ist die Installation drumherum: Zuleitung, Absicherung und der Anschluss an 230 V folgen den allgemeinen Errichtungsbestimmungen und gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Auch die Kontaktlebensdauer bleibt außen vor — sie hängt an Schalthäufigkeit und Lastart, nicht am Dauerstrom allein.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Berechnung

Welche Last darf der Shelly 1PM Gen4 maximal schalten?
Ohmsch (Heizung) bis 16 A, also rund 3.680 W bei 230 V. Als Faustregel sollte ein Relais dauerhaft nicht über 80 Prozent belastet werden, hier also bis rund 2.944 W. Für Motoren gilt ein niedrigerer Richtwert von rund 8 A wegen des Anlaufstroms, für LED ist der Einschaltstrom der begrenzende Faktor.
Eignet sich der Shelly 1PM Gen4 für Motor-/induktive Last?
Bei 800 W Motorlast fließen 4,09 A Dauerstrom und rund 20,5 A Anlaufstrom — Auslastung 51 Prozent, also laut Berechnung geeignet.
Warum ist der Einschaltstrom wichtiger als die Wattzahl?
Relaiskontakte sterben selten am Dauerstrom, sondern am Schaltmoment. Kapazitive Lasten (LED-Treiber) und induktive Lasten (Motoren) ziehen beim Einschalten ein Vielfaches des Nennstroms. Diese Spitze verschweißt über viele Schaltzyklen die Kontakte. Deshalb bewertet ein seriöser Last-Check nicht nur P / U, sondern auch die Lastart.
Brauche ich ein Schütz vor dem Shelly 1PM Gen4?
Ein Installationsschütz ist sinnvoll, sobald die Last den Nennstrom des Aktors erreicht, ein Motor häufig anläuft oder eine dreiphasige Last geschaltet wird. Der Funkaktor steuert dann nur die Schützspule an (wenige Watt), und der Leistungskontakt des Schützes trägt den eigentlichen Strom — das schont die Aktor-Kontakte und erlaubt beliebig große Lasten.
Lässt sich der Shelly 1PM Gen4 lokal ohne Cloud betreiben?
Shelly-Geräte bieten ab Werk eine lokale HTTP-/MQTT-Schnittstelle und lassen sich vollständig ohne Hersteller-Cloud in Home Assistant oder openHAB einbinden. Für eine datensparsame, DSGVO-freundliche Installation ist der lokale Betrieb die bevorzugte Variante.

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