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Shelly 1PM für Motorlasten: Anlaufstrom-Check

Shelly 1PM für Garten- und Tauchpumpen (Anlaufstrom) — Motor-/induktive Last an Shelly 1PM. Nennstrom: 16 A ohmsch · 8 A induktiv (Richtwert).

Dauerstrom bei 800 W

3,48 A
Auslastung
43 %
Nennstrom
8 A
Anlaufstrom
17,4 A
Eignung
Geeignet

Kurzantwort

Shelly 1PM an einer 800-W-Motorlast: 3,48 A Dauerstrom, Anlaufstrom rund 17,4 A. Gegen den induktiven Richtwert 8 A 43 % ausgelastet — sicher schaltbar.

Grundlage: Shelly 1PM · Motor-/induktive Last · Datenblatt-Nennstrom

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →
Dauerstrom über Lastleistung — Shelly 1PM
Dauerstrom über Lastleistung — Shelly 1PM Dauerstrom in Abhaengigkeit von Lastleistung. 6 Datenpunkte. 6,4 A (80 %) 8 A Nennstrom 100 440 780 1120 1460 1800 0,00 2,23 4,45 6,68 8,91 Lastleistung [W] Dauerstrom [A]

Dauerstrom I = P / U über die Lastleistung. Die gestrichelte Linie markiert den induktiven Richtwert von 8 A — oberhalb ist der Aktor für diese Last ungeeignet.

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Bezugsquellen — passend zur Berechnung

Bezugsquellen für diese Anwendung

Typische Komponenten für diese Berechnung, mit aktuellem Preis und Lieferstatus — keine technische Empfehlung, die Auswahl der konkreten Marke und des konkreten Modells liegt bei der ausführenden Fachkraft.

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Welche Last verträgt der Shelly 1PM wirklich?

Shelly 1PM an Motor-/induktive Last: Dauerstrom, Anlaufstrom und Eignung über typische Lastleistungen. Datenblatt-Nennstrom für diese Lastart: 8 A.

Last Dauerstrom Anlaufstrom Bewertung
100 W 0,43 A 2,2 A ✓ Geeignet
250 W 1,09 A 5,4 A ✓ Geeignet
500 W 2,17 A 10,9 A ✓ Geeignet
800 W 3,48 A 17,4 A ✓ Geeignet
1200 W 5,22 A 26,1 A ✓ Geeignet
1800 W 7,83 A 39,1 A △ Grenzbereich

Bewertung gegen 8 A Nennstrom: grün ≤ 80 %, gelb ≤ 100 %, rot darüber.

Warum ist die Lastart wichtiger als die reine Wattzahl?

Ob ein Aktor eine Last sicher schaltet, hängt nicht nur vom Dauerstrom ab, sondern vor allem vom Verhalten beim Einschalten: Ohmsche Lasten sind harmlos, Motoren ziehen einen kurzen Anlaufstrom von rund dem Fünffachen, und LED-Treiber erzeugen eine kapazitive Einschaltstrom-Spitze. Genau diese Spitzen, nicht der Dauerbetrieb, verschleißen die Relaiskontakte über die Jahre.

Eignet sich der Shelly 1PM für diese Last?

Eine 800-W-Gartenpumpe oder ein Hauswasserwerk zieht im Lauf rund 3,5 A — unkritisch für die 16 A des Shelly 1PM im Dauerbetrieb. Die eigentliche Belastung ist der Anlaufstrom des Asynchronmotors: Beim Start fließt für Sekundenbruchteile das Vier- bis Sechsfache, hier also grob 17 A. Für die Bewertung von Motorlasten ist deshalb nicht der ohmsche 16-A-Wert maßgeblich, sondern der konservative induktive Richtwert von rund 8 A — Hauswasserwerke schalten zudem häufig (Druckschalter), was die Kontakte zusätzlich beansprucht. Der Shelly 1PM mit Messung erkennt einen blockierten Rotor am Stromanstieg; bei größeren Pumpen ab etwa 1,5 kW gehört ein Motorschütz dazwischen.

Der Dauerstrom folgt direkt aus der Leistung: I = P / U = 800 W / 230 V = 3,48 A. Maßgeblicher Datenblatt-Nennstrom des Shelly 1PM für diese Lastart ist 8 A (konservativer induktiver Richtwert; der ohmsche AC1-Wert liegt höher), die Auslastung beträgt damit 43 Prozent.

Bei Motorlasten ist nicht der Dauerstrom, sondern der Anlaufstrom die Belastungsprobe: Beim Hochlaufen des Motors fließt für Sekundenbruchteile etwa das Fünffache des Nennstroms, hier also rund 17,4 A. Deshalb wird gegen den konservativen induktiven Richtwert von 8 A bewertet und nicht gegen den höheren ohmschen Nennstrom. Diese Last bleibt klar im grünen Bereich. Häufiges Schalten (etwa über einen Druckschalter) beschleunigt den Kontaktverschleiß zusätzlich.

Der Shelly 1PM misst die Leistung mit und kann per Schwellwert abschalten — praktisch, um eine blockierte Pumpe, einen leerlaufenden Boiler oder den realen Verbrauch zu erkennen. Schaltaktoren werden fest in die Installation eingebunden — der Anschluss an 230 V gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.

Aktor-Daten und Lastannahmen

Aktor Shelly 1PM
Hersteller Shelly
Lastart Motor-/induktive Last
Nennstrom ohmsch (AC1) 16 A
Nennstrom induktiv (Richtwert) 8 A
Kanäle 1
Leistungsmessung ja
Netzspannung 230 V
Repräsentative Last 800 W
Dauerstrom 3,48 A

Berechnet am 2026-05-30. Nennströme aus öffentlichen Shelly-Datenblättern; Anlauf-/Inrush-Faktoren sind allgemeine Richtwerte.

Berechnungsgrundlage

I
Dauerstrom der Last (A)
P
Lastleistung (W)
U
Netzspannung (V)

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination

Welche Last darf der Shelly 1PM maximal schalten?
Ohmsch (Heizung) bis 16 A, also rund 3680 W bei 230 V. Als Faustregel sollte ein Relais dauerhaft nicht über 80 Prozent belastet werden, hier also bis rund 2944 W. Für Motoren gilt ein niedrigerer Richtwert von rund 8 A wegen des Anlaufstroms, für LED ist der Einschaltstrom der begrenzende Faktor.
Eignet sich der Shelly 1PM für Motor-/induktive Last?
Bei 800 W Motorlast fließen 3,48 A Dauerstrom und rund 17,4 A Anlaufstrom — Auslastung 43 Prozent, also sicher schaltbar.
Warum ist der Einschaltstrom wichtiger als die Wattzahl?
Relaiskontakte sterben selten am Dauerstrom, sondern am Schaltmoment. Kapazitive Lasten (LED-Treiber) und induktive Lasten (Motoren) ziehen beim Einschalten ein Vielfaches des Nennstroms. Diese Spitze verschweißt über viele Schaltzyklen die Kontakte. Deshalb bewertet ein seriöser Last-Check nicht nur P / U, sondern auch die Lastart.
Brauche ich ein Schütz vor dem Shelly 1PM?
Ein Installationsschütz ist sinnvoll, sobald die Last den Nennstrom des Aktors erreicht, ein Motor häufig anläuft oder eine dreiphasige Last geschaltet wird. Der Funkaktor steuert dann nur die Schützspule an (wenige Watt), und der Leistungskontakt des Schützes trägt den eigentlichen Strom — das schont die Aktor-Kontakte und erlaubt beliebig große Lasten.
Lässt sich der Shelly 1PM lokal ohne Cloud betreiben?
Shelly-Geräte bieten ab Werk eine lokale HTTP-/MQTT-Schnittstelle und lassen sich vollständig ohne Hersteller-Cloud in Home Assistant oder openHAB einbinden. Für eine datensparsame, DSGVO-freundliche Installation ist der lokale Betrieb die bevorzugte Variante.

Fachbegriffe in diesem Text

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Berechnungsgrundlage

Der Dauerstrom folgt aus dem Ohmschen Gesetz I = P / U und wird gegen den für die Lastart maßgeblichen Nennstrom des Relais bewertet. Bei Motorlasten wird zusätzlich der Anlaufstrom (rund das Fünffache des Nennstroms) berücksichtigt, bei LED-Last das Einschaltstrom-Risiko der kapazitiven Treiber.

Die Nennströme stammen aus den öffentlichen Hersteller-Datenblättern von Shelly; die induktiven Werte sind konservative Praxis-Richtwerte, der genaue AC3-Wert steht im jeweiligen Datenblatt. Anlauf- und Inrush- Faktoren sind allgemeine elektrotechnische Richtwerte und keine Herstellerzusagen — im Zweifel gilt das Datenblatt des konkreten Geräts.