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Shelly Plus 2PM für Motorlasten: Anlaufstrom-Check

Shelly Plus 2PM für Rollladen- und Markisenmotoren — Motor-/induktive Last an Shelly Plus 2PM. Nennstrom: 10 A ohmsch · 5 A induktiv (Richtwert).

Dauerstrom bei 150 W

0,65 A
Auslastung
13 %
Nennstrom
5 A
Anlaufstrom
3,3 A
Eignung
Geeignet

Kurzantwort

Shelly Plus 2PM an einer 150-W-Motorlast: 0,65 A Dauerstrom, Anlaufstrom rund 3,3 A. Gegen den induktiven Richtwert 5 A 13 % ausgelastet — sicher schaltbar.

Grundlage: Shelly Plus 2PM · Motor-/induktive Last · Datenblatt-Nennstrom

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →
Dauerstrom über Lastleistung — Shelly Plus 2PM
Dauerstrom über Lastleistung — Shelly Plus 2PM Dauerstrom in Abhaengigkeit von Lastleistung. 6 Datenpunkte. 4,0 A (80 %) 5 A Nennstrom 60,0 168 276 384 492 600 0,00 1,39 2,78 4,18 5,57 Lastleistung [W] Dauerstrom [A]

Dauerstrom I = P / U über die Lastleistung. Die gestrichelte Linie markiert den induktiven Richtwert von 5 A — oberhalb ist der Aktor für diese Last ungeeignet.

Weitere Berechnungen für Shelly Plus 2PM · Rollladen

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Bezugsquellen — passend zur Berechnung

Bezugsquellen für diese Anwendung

Typische Komponenten für diese Berechnung, mit aktuellem Preis und Lieferstatus — keine technische Empfehlung, die Auswahl der konkreten Marke und des konkreten Modells liegt bei der ausführenden Fachkraft.

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Welche Last verträgt der Shelly Plus 2PM wirklich?

Shelly Plus 2PM an Motor-/induktive Last: Dauerstrom, Anlaufstrom und Eignung über typische Lastleistungen. Datenblatt-Nennstrom für diese Lastart: 5 A.

Last Dauerstrom Anlaufstrom Bewertung
60 W 0,26 A 1,3 A ✓ Geeignet
100 W 0,43 A 2,2 A ✓ Geeignet
150 W 0,65 A 3,3 A ✓ Geeignet
250 W 1,09 A 5,4 A ✓ Geeignet
400 W 1,74 A 8,7 A ✓ Geeignet
600 W 2,61 A 13,0 A ✓ Geeignet

Bewertung gegen 5 A Nennstrom: grün ≤ 80 %, gelb ≤ 100 %, rot darüber.

Warum ist die Lastart wichtiger als die reine Wattzahl?

Ob ein Aktor eine Last sicher schaltet, hängt nicht nur vom Dauerstrom ab, sondern vor allem vom Verhalten beim Einschalten: Ohmsche Lasten sind harmlos, Motoren ziehen einen kurzen Anlaufstrom von rund dem Fünffachen, und LED-Treiber erzeugen eine kapazitive Einschaltstrom-Spitze. Genau diese Spitzen, nicht der Dauerbetrieb, verschleißen die Relaiskontakte über die Jahre.

Eignet sich der Shelly Plus 2PM für diese Last?

Rohrmotoren für Rollläden und Markisen sind kleine Wechselstrom-Motoren mit 100 bis 300 W. Der Shelly Plus 2PM ist hierfür wie gemacht: Seine zwei Kanäle bilden im Rollladen-Modus die Auf- und Ab-Richtung ab und sind gegeneinander verriegelt, sodass nie beide Richtungen gleichzeitig Spannung bekommen. Der Dauerstrom eines 150-W-Motors liegt bei 0,65 A — weit unter den 10 A je Kanal. Wichtig ist der induktive Charakter: Der Motor erzeugt beim Abschalten eine Spannungsspitze, und die Endlagen-Abschaltung muss sauber funktionieren. Moderne Rohrmotoren haben mechanische oder elektronische Endschalter; der Aktor schaltet nur, der Motor begrenzt seinen Weg selbst.

Der Dauerstrom folgt direkt aus der Leistung: I = P / U = 150 W / 230 V = 0,65 A. Maßgeblicher Datenblatt-Nennstrom des Shelly Plus 2PM für diese Lastart ist 5 A (konservativer induktiver Richtwert; der ohmsche AC1-Wert liegt höher), die Auslastung beträgt damit 13 Prozent.

Bei Motorlasten ist nicht der Dauerstrom, sondern der Anlaufstrom die Belastungsprobe: Beim Hochlaufen des Motors fließt für Sekundenbruchteile etwa das Fünffache des Nennstroms, hier also rund 3,3 A. Deshalb wird gegen den konservativen induktiven Richtwert von 5 A bewertet und nicht gegen den höheren ohmschen Nennstrom. Diese Last bleibt klar im grünen Bereich. Häufiges Schalten (etwa über einen Druckschalter) beschleunigt den Kontaktverschleiß zusätzlich.

Der Shelly Plus 2PM misst die Leistung mit und kann per Schwellwert abschalten — praktisch, um eine blockierte Pumpe, einen leerlaufenden Boiler oder den realen Verbrauch zu erkennen. Mit 2 Kanälen lassen sich zwei Lasten getrennt schalten oder ein Antrieb richtungssicher verriegeln. Schaltaktoren werden fest in die Installation eingebunden — der Anschluss an 230 V gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.

Aktor-Daten und Lastannahmen

Aktor Shelly Plus 2PM
Hersteller Shelly
Lastart Motor-/induktive Last
Nennstrom ohmsch (AC1) 10 A
Nennstrom induktiv (Richtwert) 5 A
Kanäle 2
Leistungsmessung ja
Netzspannung 230 V
Repräsentative Last 150 W
Dauerstrom 0,65 A

Berechnet am 2026-05-30. Nennströme aus öffentlichen Shelly-Datenblättern; Anlauf-/Inrush-Faktoren sind allgemeine Richtwerte.

Berechnungsgrundlage

I
Dauerstrom der Last (A)
P
Lastleistung (W)
U
Netzspannung (V)

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination

Welche Last darf der Shelly Plus 2PM maximal schalten?
Ohmsch (Heizung) bis 10 A, also rund 2300 W bei 230 V. Als Faustregel sollte ein Relais dauerhaft nicht über 80 Prozent belastet werden, hier also bis rund 1840 W. Für Motoren gilt ein niedrigerer Richtwert von rund 5 A wegen des Anlaufstroms, für LED ist der Einschaltstrom der begrenzende Faktor.
Eignet sich der Shelly Plus 2PM für Motor-/induktive Last?
Bei 150 W Motorlast fließen 0,65 A Dauerstrom und rund 3,3 A Anlaufstrom — Auslastung 13 Prozent, also sicher schaltbar.
Warum ist der Einschaltstrom wichtiger als die Wattzahl?
Relaiskontakte sterben selten am Dauerstrom, sondern am Schaltmoment. Kapazitive Lasten (LED-Treiber) und induktive Lasten (Motoren) ziehen beim Einschalten ein Vielfaches des Nennstroms. Diese Spitze verschweißt über viele Schaltzyklen die Kontakte. Deshalb bewertet ein seriöser Last-Check nicht nur P / U, sondern auch die Lastart.
Brauche ich ein Schütz vor dem Shelly Plus 2PM?
Ein Installationsschütz ist sinnvoll, sobald die Last den Nennstrom des Aktors erreicht, ein Motor häufig anläuft oder eine dreiphasige Last geschaltet wird. Der Funkaktor steuert dann nur die Schützspule an (wenige Watt), und der Leistungskontakt des Schützes trägt den eigentlichen Strom — das schont die Aktor-Kontakte und erlaubt beliebig große Lasten.
Lässt sich der Shelly Plus 2PM lokal ohne Cloud betreiben?
Shelly-Geräte bieten ab Werk eine lokale HTTP-/MQTT-Schnittstelle und lassen sich vollständig ohne Hersteller-Cloud in Home Assistant oder openHAB einbinden. Für eine datensparsame, DSGVO-freundliche Installation ist der lokale Betrieb die bevorzugte Variante.

Fachbegriffe in diesem Text

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Berechnungsgrundlage

Der Dauerstrom folgt aus dem Ohmschen Gesetz I = P / U und wird gegen den für die Lastart maßgeblichen Nennstrom des Relais bewertet. Bei Motorlasten wird zusätzlich der Anlaufstrom (rund das Fünffache des Nennstroms) berücksichtigt, bei LED-Last das Einschaltstrom-Risiko der kapazitiven Treiber.

Die Nennströme stammen aus den öffentlichen Hersteller-Datenblättern von Shelly; die induktiven Werte sind konservative Praxis-Richtwerte, der genaue AC3-Wert steht im jeweiligen Datenblatt. Anlauf- und Inrush- Faktoren sind allgemeine elektrotechnische Richtwerte und keine Herstellerzusagen — im Zweifel gilt das Datenblatt des konkreten Geräts.