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Sonoff MINIR4 für Motorlasten: Anlaufstrom-Check

Sonoff MINIR4 für Bad- und Rohrventilatoren — Motor-/induktive Last an Sonoff MINIR4. Nennstrom: 10 A ohmsch · 5 A induktiv (Richtwert).

Dauerstrom bei 30 W

0,13 A
Auslastung
3 %
Nennstrom
5 A
Anlaufstrom
0,7 A
Eignung
Geeignet

Kurzantwort

Sonoff MINIR4 an einer 30-W-Motorlast: 0,13 A Dauerstrom, Anlaufstrom rund 0,7 A. Gegen den induktiven Richtwert 5 A 3 % ausgelastet — sicher schaltbar.

Grundlage: Sonoff MINIR4 · Motor-/induktive Last · Datenblatt-Nennstrom

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →
Dauerstrom über Lastleistung — Sonoff MINIR4
Dauerstrom über Lastleistung — Sonoff MINIR4 Dauerstrom in Abhaengigkeit von Lastleistung. 6 Datenpunkte. 4,0 A (80 %) 5 A Nennstrom 15,0 112 209 306 403 500 0,00 1,40 2,80 4,19 5,59 Lastleistung [W] Dauerstrom [A]

Dauerstrom I = P / U über die Lastleistung. Die gestrichelte Linie markiert den induktiven Richtwert von 5 A — oberhalb ist der Aktor für diese Last ungeeignet.

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Welche Last verträgt der Sonoff MINIR4 wirklich?

Sonoff MINIR4 an Motor-/induktive Last: Dauerstrom, Anlaufstrom und Eignung über typische Lastleistungen. Datenblatt-Nennstrom für diese Lastart: 5 A.

Last Dauerstrom Anlaufstrom Bewertung
15 W 0,07 A 0,3 A ✓ Geeignet
30 W 0,13 A 0,7 A ✓ Geeignet
60 W 0,26 A 1,3 A ✓ Geeignet
120 W 0,52 A 2,6 A ✓ Geeignet
250 W 1,09 A 5,4 A ✓ Geeignet
500 W 2,17 A 10,9 A ✓ Geeignet

Bewertung gegen 5 A Nennstrom: grün ≤ 80 %, gelb ≤ 100 %, rot darüber.

Warum ist die Lastart wichtiger als die reine Wattzahl?

Ob ein Aktor eine Last sicher schaltet, hängt nicht nur vom Dauerstrom ab, sondern vor allem vom Verhalten beim Einschalten: Ohmsche Lasten sind harmlos, Motoren ziehen einen kurzen Anlaufstrom von rund dem Fünffachen, und LED-Treiber erzeugen eine kapazitive Einschaltstrom-Spitze. Genau diese Spitzen, nicht der Dauerbetrieb, verschleißen die Relaiskontakte über die Jahre.

Eignet sich der Sonoff MINIR4 für diese Last?

Ein Bad- oder Rohrventilator zieht meist nur 10 bis 30 W — der Sonoff MINIR4 als kleiner Einbauaktor hinter der Schalterdose ist dafür mehr als ausreichend dimensioniert. Der MINIR4 ist besonders flach gebaut und passt in die Unterputzdose hinter den vorhandenen Lichtschalter, der über den Detached-Mode als reiner Funktaster weiterläuft. Bei dem winzigen Motorstrom ist weder Dauerstrom noch Anlaufstrom ein Thema. Relevant wird der induktive Charakter erst bei größeren Rohrventilatoren oder Abluftboxen über 100 W — dort lohnt der Blick auf den konservativen 5-A-Induktiv-Richtwert des 10-A-Relais. Für die typische Badlüftung mit Nachlauf-Automatik ist der MINIR4 die kompakte Standard-Lösung.

Der Dauerstrom folgt direkt aus der Leistung: I = P / U = 30 W / 230 V = 0,13 A. Maßgeblicher Datenblatt-Nennstrom des Sonoff MINIR4 für diese Lastart ist 5 A (konservativer induktiver Richtwert; der ohmsche AC1-Wert liegt höher), die Auslastung beträgt damit 3 Prozent.

Bei Motorlasten ist nicht der Dauerstrom, sondern der Anlaufstrom die Belastungsprobe: Beim Hochlaufen des Motors fließt für Sekundenbruchteile etwa das Fünffache des Nennstroms, hier also rund 0,7 A. Deshalb wird gegen den konservativen induktiven Richtwert von 5 A bewertet und nicht gegen den höheren ohmschen Nennstrom. Diese Last bleibt klar im grünen Bereich. Häufiges Schalten (etwa über einen Druckschalter) beschleunigt den Kontaktverschleiß zusätzlich.

Der Sonoff MINIR4 schaltet ohne eigene Leistungsmessung; wer den Verbrauch sehen oder eine Überlast-Abschaltung will, greift zu einem Modell mit „PM" im Namen. Schaltaktoren werden fest in die Installation eingebunden — der Anschluss an 230 V gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.

Aktor-Daten und Lastannahmen

Aktor Sonoff MINIR4
Hersteller Sonoff
Lastart Motor-/induktive Last
Nennstrom ohmsch (AC1) 10 A
Nennstrom induktiv (Richtwert) 5 A
Kanäle 1
Leistungsmessung nein
Netzspannung 230 V
Repräsentative Last 30 W
Dauerstrom 0,13 A

Berechnet am 2026-05-30. Nennströme aus öffentlichen Sonoff-Datenblättern; Anlauf-/Inrush-Faktoren sind allgemeine Richtwerte.

Berechnungsgrundlage

I
Dauerstrom der Last (A)
P
Lastleistung (W)
U
Netzspannung (V)

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination

Welche Last darf der Sonoff MINIR4 maximal schalten?
Ohmsch (Heizung) bis 10 A, also rund 2300 W bei 230 V. Als Faustregel sollte ein Relais dauerhaft nicht über 80 Prozent belastet werden, hier also bis rund 1840 W. Für Motoren gilt ein niedrigerer Richtwert von rund 5 A wegen des Anlaufstroms, für LED ist der Einschaltstrom der begrenzende Faktor.
Eignet sich der Sonoff MINIR4 für Motor-/induktive Last?
Bei 30 W Motorlast fließen 0,13 A Dauerstrom und rund 0,7 A Anlaufstrom — Auslastung 3 Prozent, also sicher schaltbar.
Warum ist der Einschaltstrom wichtiger als die Wattzahl?
Relaiskontakte sterben selten am Dauerstrom, sondern am Schaltmoment. Kapazitive Lasten (LED-Treiber) und induktive Lasten (Motoren) ziehen beim Einschalten ein Vielfaches des Nennstroms. Diese Spitze verschweißt über viele Schaltzyklen die Kontakte. Deshalb bewertet ein seriöser Last-Check nicht nur P / U, sondern auch die Lastart.
Brauche ich ein Schütz vor dem Sonoff MINIR4?
Ein Installationsschütz ist sinnvoll, sobald die Last den Nennstrom des Aktors erreicht, ein Motor häufig anläuft oder eine dreiphasige Last geschaltet wird. Der Funkaktor steuert dann nur die Schützspule an (wenige Watt), und der Leistungskontakt des Schützes trägt den eigentlichen Strom — das schont die Aktor-Kontakte und erlaubt beliebig große Lasten.
Lässt sich der Sonoff MINIR4 lokal ohne Cloud betreiben?
Sonoff-Geräte lassen sich mit alternativer Firmware (Tasmota oder ESPHome) vollständig lokal und cloudfrei betreiben; ab Werk laufen sie über die eWeLink-Cloud. Für eine datensparsame, DSGVO-freundliche Installation ist der lokale Betrieb die bevorzugte Variante.

Fachbegriffe in diesem Text

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Berechnungsgrundlage

Der Dauerstrom folgt aus dem Ohmschen Gesetz I = P / U und wird gegen den für die Lastart maßgeblichen Nennstrom des Relais bewertet. Bei Motorlasten wird zusätzlich der Anlaufstrom (rund das Fünffache des Nennstroms) berücksichtigt, bei LED-Last das Einschaltstrom-Risiko der kapazitiven Treiber.

Die Nennströme stammen aus den öffentlichen Hersteller-Datenblättern von Sonoff; die induktiven Werte sind konservative Praxis-Richtwerte, der genaue AC3-Wert steht im jeweiligen Datenblatt. Anlauf- und Inrush- Faktoren sind allgemeine elektrotechnische Richtwerte und keine Herstellerzusagen — im Zweifel gilt das Datenblatt des konkreten Geräts.