3,05 % Spannungsabfall: Modul 450 W bifacial bei 10 m
DC-Strecke vom PV-Modul zum Wechselrichter — Solarleitung H1Z2Z2-K mit MC4-Stecker. Standard: H1Z2Z2-K 1×4 mm² · 11 A · 41 V.
Spannungsabfall bei 10 m
Kurzantwort
3,05 % Spannungsabfall (1,25 V) auf 10 m H1Z2Z2-K 1×4 mm² bei 11 A — Modulstrang (Gleichstrom) mit MC4-Stecker, über dem Richtwert von 3,0 % (3 % Praxis-Akzeptanz (Optimum nach DIN VDE 0100-712: 1,5 %)).
Grundlage: 3 % Praxis-Schwelle (Optimum nach DIN VDE 0100-712: 1,5 %)
Verlauf des relativen Spannungsabfalls über die einfache Leitungslänge bei 11 A. Die gestrichelte Linie markiert die Praxis-Akzeptanzschwelle (3,0 %); das DIN-VDE-0100-712-Optimum von 1,5 % ist als zweite Linie eingezeichnet.
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Bezugsquellen für diese Anwendung
Typische Komponenten für diese Berechnung, mit aktuellen Bezugsquellen — keine technische Empfehlung, die Auswahl der konkreten Marke und des konkreten Modells liegt bei der ausführenden Fachkraft.
Solarkabel H1Z2Z2-K 1×4 mm² (1500 V DC)
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Wie viel Spannungsabfall hat mein BKW-Kabel bei welcher Länge?
H1Z2Z2-K 1×4 mm² bei 11 A (Solarkabel 450 W bifaziales Modul (MPP 41 V, 11 A)): Spannungsabfall, Verlustleistung und Compliance gegen den 3,0-%-Richtwert für DC-Modulstränge nach DIN VDE 0100-712. Ab 10 m überschreitet diese Kombination den Richtwert.
| Länge | ΔU absolut | ΔU relativ | Verlust P | Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| 1 m | 0,125 V | 0,31 % | 1,4 W | ✓ Konform |
| 3 m | 0,376 V | 0,92 % | 4,1 W | ✓ Konform |
| 5 m | 0,626 V | 1,53 % | 6,9 W | ✓ Konform |
| 7 m | 0,877 V | 2,14 % | 9,6 W | ✓ Konform |
| 10 m | 1,252 V | 3,05 % | 13,8 W | ✗ Über Richtwert |
| 15 m | 1,878 V | 4,58 % | 20,7 W | ✗ Über Richtwert |
| 20 m | 2,505 V | 6,11 % | 27,6 W | ✗ Über Richtwert |
Grün = unter 3,0 % · Rot = über dem Richtwert (Querschnitt erhöhen oder Strecke verkürzen).
Welcher Querschnitt reicht bei 10 m Strecke?
Modul 450 W bifacial bei 11 A und 10 m: 2,5 mm² → 4,89 % · 4 mm² → 3,05 % · 6 mm² → 2,04 % · 10 mm² → 1,22 %.
| Querschnitt | Spannungsabfall | Verlust | Status |
|---|---|---|---|
| 2,5 mm² Cu | 4,89 % | 22,0 W | ✗ Über Richtwert |
| 4 mm² Cu Standard | 3,05 % | 13,8 W | ✗ Über Richtwert |
| 6 mm² Cu | 2,04 % | 9,2 W | ✓ Konform |
| 10 mm² Cu | 1,22 % | 5,5 W | ✓ Konform |
Bewertung gegen den Richtwert 3,0 % bei 10 m und 11 A.
Ab welcher Länge wird es kritisch?
Konform mit 4 mm²
bis 7 m
Querschnitt erhöhen
ab 10 m
Mit H1Z2Z2-K 1×4 mm² bleibt der Spannungsabfall bei 11 A bis 7 m unter dem Richtwert von 3,0 %. Ab 10 m muss entweder der nächstgrößere Querschnitt gewählt oder die Strecke verkürzt werden. Aus der Standard-Querschnittsreihe wäre 6 mm² der erste Querschnitt, der die Schwelle bei 10 m einhält.
Reicht mein Kabel für die geplante Strecke?
Bifaziale Module nutzen Lichteinfall auch von der Rückseite und liefern unter günstigen Reflexionsbedingungen 5–15 % Mehrertrag bei nahezu identischem MPP-Strom — die zusätzliche Leistung zeigt sich primär in einer leicht höheren MPP-Spannung von rund 41 V. Für die Strangverkabelung ändert sich dadurch wenig: weiterhin H1Z2Z2-K 4 mm² mit MC4-Stecker. Wichtiger ist die Montagesituation, weil eine ungünstig verschattete Rückseite den Mehrertrag aufhebt — die Verkabelung darf den Lichteinfall auf der Rückseite nicht reduzieren, weshalb Kabelkanäle möglichst dünn an den Modulrand verlegt werden.
Auf 10 m Leitungslänge bei 11 A durch 4 mm² Kupfer ergibt sich eine spezifische Leitfähigkeit von 43,9 m/(Ω·mm²). Bei Gleichstrom gilt ΔU = (2 · L · I) / (κ · A) — der Faktor 2 berücksichtigt Plus- und Minus-Leiter, cos φ entfällt. Solarleitung H1Z2Z2-K wird mit 90 °C Leitertemperatur unter Volllast gerechnet, weil die direkte Sonneneinstrahlung in Verbindung mit dem ohmschen Eigenverlust diese Größenordnung erreicht. Das Ergebnis: 1,25 V absoluter Spannungsabfall, 3,05 Prozent vom Nennwert 41 V.
Mit 3,05 % überschreitet die Leitung die Empfehlung von 3,0 % für Modulstrang (Gleichstrom). Aus der Standard-Querschnittsreihe wäre 6 mm² der erste Querschnitt, der die Schwelle einhält (dann nur noch 2,04 % Spannungsabfall).
Die Verlustleistung des Leiters beträgt bei 11 A rund 13,8 W und wird als Wärme an die Umgebung abgegeben. Über den jährlichen PV-Ertrag eines 800-W-Balkonkraftwerks (typisch 600–900 kWh/Jahr) summieren sich Leitungsverluste auf einen kleinen, aber messbaren Bruchteil — größere Querschnitte amortisieren sich bei langen Strecken über die Lebensdauer der Anlage.
Eingangswerte und Konstanten
| Anwendung | Solarkabel 450 W bifaziales Modul (MPP 41 V, 11 A) |
|---|---|
| Verkabelungs-Modus | DC-Modulstrang |
| Kabeltyp | H1Z2Z2-K 1×4 mm² |
| Steckverbinder | MC4-Stecker |
| Leiterquerschnitt (Standard) | 4 mm² |
| Leitermaterial | Kupfer (Cu) |
| Strom (MPP / Nenn) | 11 A |
| Spannung | 41 V |
| Leitertemperatur (angenommen) | 90 °C |
| Leitfähigkeit κ | 43,9 m/(Ω·mm²) |
| Compliance-Richtwert | 3,0 % |
Berechnet am 2026-05-21. Grundlage: physikalische Spannungsabfall-Formel mit modus-spezifischer Leitertemperatur.
Berechnungsgrundlage
- ΔU
- Spannungsabfall auf der Leitung (V)
- L
- Leitungslänge (einfach) (m)
- I
- Strom im Leiter (A)
- κ
- Spezifische Leitfähigkeit bei 90 °C (m/(Ω·mm²))
- A
- Leiterquerschnitt (mm²)
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination
Welcher Querschnitt für Modul 450 W bifacial?
Warum H1Z2Z2-K und nicht NYM-J oder H07RN-F?
Welche Spannungsabfall-Grenze gilt für die DC-Strecke?
Wie funktionieren MC4-Stecker?
Verlustleistung bei 10 m und 11 A?
Wieviel Mehrertrag bringt ein bifaziales 450 W Modul wirklich?
Verschattet das Modulkabel auf der Rückseite den Bifacial-Ertrag?
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Normative Grundlagen
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- DIN VDE V 0126-95:2025-12 — Steckersolargeräte: Produktnorm (Schuko-Stecker normkonform bis 960 Wp Modulleistung)
- DIN VDE 0100-712:2022-10 — Errichten von Niederspannungsanlagen: Photovoltaik-Stromversorgungssysteme
- DIN VDE 0100-520:2023-06 — Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel: Kabel- und Leitungsanlagen
- EN 50618 — Solarkabel H1Z2Z2-K: Aufbau, Prüfungen, Anforderungen
Die hier verwendeten Spannungsabfall-Schwellen sind Empfehlungen der DIN VDE 0100-712 (1,5 % DC-Strang) bzw. DIN VDE 0100-520 (3 % Beleuchtung / 5 % Geräte). Akku-Strecken haben keinen expliziten Norm-Grenzwert; die hier verwendete 3-%-Schwelle ist ein praktischer Richtwert wegen der BMS-Endspannungs-Schwellen.