Leitungsschutz für Sauna 9 kW: B13
Welcher Leitungsschutzschalter für Saunaofen 9 kW (rein ohmsche Heizlast)? Koordinationsprüfung gegen NYM-J 5×2,5 mm² nach DIN VDE 0100-430. I_B = 12,99 A · I_z = 20,2 A · Drehstrom 400 V
Empfohlener Nennstrom I_n (B-Charakteristik)
13 A
Laut Berechnung erfüllt B13 beide Überlast-Bedingungen, aber ohne Spielraum — 100 % Auslastung bei 12,99 A Betriebsstrom, 7,2 A Reserve bis zur Belastbarkeit der Leitung
- Auslösebereich
- 39–65 A
- Auslastung I_B / I_n
- 100 %
- Reserve bis I_z
- 7,2 A
- Koordination
- Erfüllt, ohne Reserve
Kurzantwort
Für Saunaofen 9 kW (rein ohmsche Heizlast) auf NYM-J 5×2,5 mm² ergibt die Rechnung einen B13 Leitungsschutzschalter. Die Überlast-Bedingungen der DIN VDE 0100-430 sind laut Berechnung erfüllt, bei 30 °C Umgebung und ohne Häufung mit anderen Stromkreisen: I_B = 12,99 A, I_n = 13 A, I_z = 20,2 A. Auslastung 100 Prozent.
Grundlage: DIN VDE 0100-430 Bedingungen 1+2, IEC 60898-1 Auslösekennlinien
Stückliste zu dieser Berechnung
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Koordination von LS-Schalter und Kabel
Drei Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Leitung und Leitungsschutzschalter zusammen gegen Überlast schützen: I_B ≤ I_n (Last unter Nennstrom), I_n ≤ I_z (Schalter schützt Leitung), I_2 ≤ 1,45 · I_z (großer Prüfstrom unter thermischer Grenze). Für diese Kombination (12,99 A Betriebsstrom, B13 LS, 20,2 A Leitungsbelastbarkeit):
| Bedingung | Wert | Grenze | Status |
|---|---|---|---|
| Bedingung 1: I_B ≤ I_n Betriebsstrom unter Nennstrom | 12,99 A | 13 A | erfüllt |
| Bedingung 2a: I_n ≤ I_z Nennstrom unter Leitungsbelastbarkeit | 13 A | 20,2 A | erfüllt |
| Bedingung 2b: I_2 ≤ 1,45 · I_z Großer Prüfstrom (1,45·I_n) unter thermischer Grenze | 18,8 A | 29,3 A | erfüllt |
Bedingung 2b ist für Leitungsschutzschalter nach IEC 60898-1 automatisch erfüllt, wenn 2a erfüllt ist (I_2 = 1,45 · I_n). Sie wird für Transparenz explizit mitgeprüft, relevant wird sie bei Schmelzsicherungen gL/gG.
Eigene Werte durchrechnen
Betriebsstrom, Leitungsbelastbarkeit und Lastcharakter lassen sich hier frei ändern — die Koordinationsprüfung nach DIN VDE 0100-430 läuft sofort neu.
Eigene Werte einsetzen: Betriebsstrom, Leitung und Charakteristik
Welche Absicherung für meine Anwendung? Charakteristik und Nennstrom nach DIN VDE 0100-430 (Überlast-Check) und IEC 60898-1 (Auslösebereiche).
Schnell-Modus: typische Anwendung wählen, Querschnitt anpassen.
Standard für Sauna 9 kW: 2,5 mm² (NYM-J 5×2,5 mm²).
Empfohlener Leitungsschutzschalter
- Charakteristik
- B (3–5·I_n)
- Betriebsstrom I_B
- 13,0 A
- Nennstrom I_n
- 13 A
- Leitung I_z (2,5 mm²)
- 20,2 A
- Auslösebereich I_a
- 39–65 A
- Auslastung
- 100 %
I_z gilt für 30 °C Umgebung und einen einzeln verlegten Stromkreis. Wärmere Umgebung oder Häufung senken I_z; der Kurzschluss- und Fehlerschutz (Schleifenimpedanz) ist separat zu prüfen.
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Welche Charakteristik (B/C/D) passt für Sauna 9 kW?
Leitungsschutzschalter nach IEC 60898-1 gibt es in den Charakteristiken B, C und D. Sie unterscheiden sich im Kurzschluss-Auslösebereich. Für diese Anwendung (ohm'sche Last ohne nennenswerte Einschaltströme):
| Charakteristik | Auslösebereich | Typische Anwendung | Eignung |
|---|---|---|---|
| B Empfohlen | 3–5 · I_n | Ohm'sche Lasten, Haushaltskreise (Licht, Steckdosen, Herd) | Optimal Optimal — passt zur ohm'schen Last ohne nennenswerte Einschaltströme |
| C | 5–10 · I_n | Gemischte Lasten, Wärmepumpen, Kleinmotoren, Leuchtstofflampen | Zulässig Zulässig, verlangt aber einen doppelt so hohen Fehlerstrom (sichere Auslösung erst ab 10 mal I_n) |
| D | 10–20 · I_n | Hohe Einschaltströme — Trafos, große Maschinen mit Anlaufstrom | Ungeeignet Zu unempfindlich — sichere Kurzschluss-Auslösung erst ab 20 mal I_n |
Welcher Nennstrom passt für Sauna 9 kW?
Was passiert, wenn ich den LS-Schalter eine Stufe kleiner oder größer wähle? Die Tabelle zeigt die Koordinations-Prüfung für die 5 Nennströme rund um den empfohlenen Wert von 13 A — bei gleicher Leitung (NYM-J 5×2,5 mm², I_z = 20,2 A):
| I_n | Auslösebereich | Auslastung | B1 · B2a · B2b | Urteil |
|---|---|---|---|---|
| B6 | 18–30 A | 217 % | B1 nicht erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt | Nicht zulässig |
| B10 | 30–50 A | 130 % | B1 nicht erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt | Nicht zulässig |
| B13 Empfohlen | 39–65 A | 100 % | B1 erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt | Erfüllt |
| B16 | 48–80 A | 81 % | B1 erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt | Erfüllt |
| B20 | 60–100 A | 65 % | B1 erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt | Erfüllt |
Die drei Badges B1/B2a/B2b entsprechen den Bedingungen 1, 2a, 2b nach DIN VDE 0100-430. Eine Stufe größer: der LS-Schalter schützt die Leitung nicht mehr (Bedingung 2a). Eine Stufe kleiner: der Schalter löst bereits bei Normallast aus (Bedingung 1).
Überlast- und Kurzschlussschutz der Leitung
Ein Saunaofen ist die Lehrbuch-Anwendung für die B-Charakteristik: rein ohmsche Heizstäbe ohne jeden Einschaltstrom, dafür volle Dauerlast über die komplette Aufheizzeit. 9 kW ergeben 13,0 A je Außenleiter — rechnerisch genügt B13, allerdings bei voller Auslastung über die ganze Aufheizzeit. In der Praxis wird deshalb meist B16 verbaut; mit NYM-J 5×2,5 mm² in B2 (Belastbarkeit rund 19,5 A) ist auch diese Stufe koordiniert. Eine C-Charakteristik wäre hier unnötig und würde nur den Kurzschlussschutz auf langen Leitungen verschlechtern.
Der Lastcharakter ist eine ohm'sche Last ohne nennenswerte Einschaltströme — daraus folgt die Empfehlung für B-Charakteristik (Auslösebereich 3 bis 5 mal I_n, ohm'sche Lasten). Der Auslösebereich des B13 liegt zwischen 39 A und 65 A (3- bis 5-facher Nennstrom): Unterhalb von 39 A löst der Schalter nicht unverzögert aus — Einschaltströme bis dahin sind unkritisch —, ab 65 A löst er sicher unverzögert aus. Dazwischen hängt es vom einzelnen Exemplar ab. Im Überlastbereich darunter wirkt die thermische Auslösung nach der Strom-Zeit-Kennlinie des Schalters.
Koordinationsprüfung nach DIN VDE 0100-430: Bedingung 1 (I_B 12,99 A kleiner-gleich I_n 13 A) ist erfüllt. Bedingung 2a (I_n 13 A kleiner-gleich I_z 20,2 A) ist erfüllt. Bedingung 2b (I_2 gleich 1,45 mal I_n 18,8 A kleiner-gleich 1,45 mal I_z 29,3 A) ist erfüllt. Das Verhältnis I_B/I_n liegt bei 100 Prozent; die verbleibende Reserve der Leitung beträgt 7,2 A bis zur berechneten Belastbarkeit. Diese Belastbarkeit gilt bei 30 °C Umgebung und ohne Häufung mit anderen Stromkreisen — liegt die Leitung in wärmerer Umgebung oder im Bündel mit weiteren belasteten Kreisen, sinkt I_z, und die Prüfung muss mit dem verminderten Wert wiederholt werden.
Die Überlast-Bedingungen sind laut Berechnung erfüllt, aber die Auslastung liegt bei 100 Prozent nahe am Nennstrom. Leitungsschutzschalter sind auf 30 °C kalibriert; in einem warmen Verteiler lösen sie bei Dauerlast nahe I_n früher aus, und der Schalter altert schneller. Die nächste Stufe B16 wäre mit dieser Leitung ebenfalls koordiniert (16 A ≤ 20,2 A Belastbarkeit) und lässt Reserve für lange Volllast.
Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm, Eingangswerte, Formeln, Normen
Auslastung I_B/I_n für verschiedene Standard-Nennströme. Punkte in Rot: Bedingung 1 (I_B ≤ I_n) oder 2a (I_n ≤ I_z) verletzt. Gelb: Bedingungen erfüllt, aber ≥ 95 Prozent ausgelastet. Grün: erfüllt mit Reserve. Empfohlen ist B13 bei 100 Prozent Auslastung.
Eingangswerte und Ergebnisse
| Anwendung | Saunaofen 9 kW (rein ohmsche Heizlast) |
|---|---|
| Lastcharakter | ohm'sche Last ohne nennenswerte Einschaltströme |
| Betriebsstrom I_B | 12,99 A |
| Nennspannung | 400 V |
| Stromart | Drehstrom 400 V |
| Leistungsfaktor cos φ | 1 |
| Leitung | NYM-J 5×2,5 mm² |
| Leitungsbelastbarkeit I_z | 20,2 A |
| Empfohlene Charakteristik | B |
| Empfohlener Nennstrom I_n | 13 A |
| Auslösebereich I_a | 39–65 A |
| Großer Prüfstrom I_2 (1,45·I_n) | 18,8 A |
| Auslastung I_B / I_n | 100 % |
Grundlage: DIN VDE 0100-430 (Koordinationsregel), IEC 60898-1 (Charakteristik-Definitionen).
Koordinationsregel nach DIN VDE 0100-430
- I_B
- Betriebsstrom der Last (A)
- I_n
- Nennstrom des Schutzorgans (A)
- I_z
- Strombelastbarkeit der Leitung (A)
- I_2
- Großer Prüfstrom des Schutzorgans (LS: 1,45·I_n) (A)
Auslösebereich der Charakteristik
- I_a
- Unverzögerter Kurzschluss-Auslösestrom (A)
- k
- Faktor: B = 3–5, C = 5–10, D = 10–20; unterhalb des unteren Werts keine unverzögerte Auslösung, ab dem oberen sicher
- I_n
- Nennstrom des LS-Schalters (A)
Normative Grundlagen
- DIN VDE 0100-430 — Errichtung von Niederspannungsanlagen: Schutz bei Überstrom
- IEC 60898-1 — Elektrisches Installationsmaterial: Leitungsschutzschalter für Haushalt und ähnliche Zwecke
- EN 60898-1 — Europäische Fassung der IEC 60898-1
- DIN VDE 0100-410 — Schutz gegen elektrischen Schlag (Abschaltbedingungen, nicht Teil dieses Rechners)
Dieser Rechner deckt die Überlast-Koordination (Bedingungen 1 und 2 der DIN VDE 0100-430) ab. Der Kurzschluss-Check (Bedingung 3: I_k,min ≥ I_a) ist nicht Teil der Berechnung und muss für die konkrete Anlage separat mit der Netzimpedanz des Hausanschlusses geprüft werden.
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Berechnung
Welcher Leitungsschutzschalter für Sauna 9 kW?
Warum B und nicht C?
Ist die Kombination nach DIN VDE 0100-430 zulässig?
Was passiert bei Überlast?
Kann ich eine Stufe größer absichern?
Unterschied B, C und D?
Nächste Schritte
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