Elektroherd Anschluss komplett — 2,5 mm², B16, FI Typ A
Drehstrom-Elektroherd / Induktionskochfeld 10,5 kW — 2,5 mm², B16 und FI Typ A.
Empfohlener Querschnitt
Kurzantwort
Für die Elektroherd reichen 2,5 mm² Cu (NYM-J 5×2,5) bei 10 m Zuleitung. Spannungsabfall 0,56 %, Absicherung B16 und FI Typ A 30 mA — alle DIN-VDE-Bedingungen erfüllt.
Grundlage: Berechnung nach DIN VDE 0100-410, -430 und -520 sowie DIN EN 60898-1.
Berechnungen im Detail für Elektroherd
Passende Folgeberechnungen für diese Parameter-Kombination.
Wie schließe ich Elektroherd richtig an?
Sechs aufeinander aufbauende Berechnungen — vom Querschnitt nach Strombelastbarkeit über Spannungsabfall und Leitungsschutz bis zur Abschaltbedingung im Erdschluss-Fall. Jeder Schritt verlinkt auf den Single-Rechner mit Längen-Matrix und Detail-Berechnung.
- Schritt 1
Querschnitt nach Strombelastbarkeit dimensionieren
19,5 A Belastbarkeit 2,5 mm² Cu in B2 bei 30 °CBei 16 A Betriebsstrom und Verlegeart B2 (Installationsrohr unter Putz) liefert die Wärmebilanz des 2,5 mm² Cu-Leiters eine maximale Dauerbelastbarkeit von 19,5 A. Damit ist der Querschnitt thermisch ausreichend dimensioniert — die Auslastung liegt bei rund 82 Prozent.
Kabelquerschnitt-Berechnung im Detail - Schritt 2
Spannungsabfall auf der Zuleitung prüfen
0,56 % Spannungsabfall auf 10 mAuf 10 m einfacher Leitungslänge fällt bei 16 A und 2,5 mm² Cu ein Spannungsabfall von 2,25 V an — das sind 0,56 Prozent der Nennspannung. Damit liegt die Installation innerhalb der 5-Prozent-Empfehlung der DIN VDE 0100-520 für Endstromkreise.
Spannungsabfall-Berechnung im Detail - Schritt 3
Leitungsschutz-Koordination wählen
B16 Leitungsschutzschalter B-CharakteristikFür 16 A Betriebsstrom liegt der nächstgrößere Standard-Nennstrom bei 16 A. Empfohlene Charakteristik: B. Die Auslastung des Schutzorgans beträgt 100 Prozent, die Reserve zur Leitungsbelastbarkeit liegt bei 3,5 A. Bedingungen 1+2 nach DIN VDE 0100-430 sind erfüllt.
Leitungsschutz-Koordination im Detail - Schritt 4
Schleifenimpedanz für Abschaltbedingung verifizieren
0,577 Ω Schleifenimpedanz Z_s bei 10 mMit 10 m Zuleitung, 2,5 mm² Cu und 0,4 Ω angenommener Versorger-Impedanz beträgt die Schleifenimpedanz Z_s = 0,577 Ω. Der zu erwartende Kurzschlussstrom liegt bei 399 A — Abschaltbedingung im Schutzziel 0,4 s erfüllt, Reserve 75 Prozent zur maximal zulässigen Z_s.
Schleifenimpedanz-Berechnung im Detail - Schritt 5
Verlustleistung der Zuleitung im Dauerbetrieb
37,9 W Verlustleistung bei 16 A DauerstromDer reine ohmsche Schleifenwiderstand der 2,5 mm² Cu-Leitung beträgt bei 70 °C Leitertemperatur R = 0,171 Ω auf 10 m. Mit 16 A Dauerstrom ergibt sich eine Verlustleistung von 37,9 W. Über das Jahr (8.760 Stunden) sind das bei voller Nutzung rund 0,3 kWh Wärmeverlust auf der Zuleitung selbst.
Leitungswiderstand-Rechner - Schritt 6
FI-Schutzschalter Typ A für Personenschutz
Typ A 30 mA FI für PersonenschutzElektroherd hat keine DC-Fehlerstrom-Quellen — ein FI Typ A mit 30 mA Auslösestrom genügt für den Personenschutz nach DIN VDE 0100-410. Bemessungsstrom des FI: nächstgrößere Stufe über dem Leitungsschutzschalter, also typisch 40 A bei B16 / 40 A bei B32. Bei Frequenzumrichtern (z.B. Inverter-Wärmepumpen) lohnt der Blick ins Datenblatt — manche verlangen Typ F oder Typ B.
FI Typ A Datenblatt-Vergleich
Was brauche ich konkret für Elektroherd?
Komponenten und Mengen für die elektrische Anbindung der Elektroherd nach den oben berechneten Werten. Cross-Links führen zum Komponenten-Katalog mit Hersteller-Datenblättern.
| Position | Menge | Hinweis |
|---|---|---|
| Leitungsschutzschalter B16, 3-polig | 1 Stk | Standard für Herd-Endstromkreis |
| Fehlerstromschutzschalter Typ A, 30 mA, 40 A 4-polig | 1 Stk | Typ A reicht — Induktions-Schaltnetzteile nach IEC 62423 abgedeckt |
| NYM-J 5×2,5 mm² Cu | 12 m | Verlegeart C (direkt im Mauerwerk der Küche) |
| Herdanschlussdose 5-polig | 1 Stk | Festanschluss ohne Stecker |
Mengenangaben sind Richtwerte für eine typische Installation. Der tatsächliche Bedarf hängt von Trassenführung, Verteilerstandort und installationsspezifischen Anforderungen ab und muss von einer eingetragenen Elektrofachkraft vor Ort geprüft werden.
Eingangswerte und Konstanten
| Anwendung | Elektroherd komplett |
|---|---|
| Nennleistung | 10,5 kW |
| Betriebsstrom | 16 A |
| Nennspannung | 400 V |
| Stromart | Drehstrom |
| Leistungsfaktor cos φ | 0,95 |
| Leiterquerschnitt | 2,5 mm² |
| Aderzahl | 5 |
| Material | Kupfer (Cu) |
| Leitungstyp | NYM-J 5×2,5 mm² |
| Repräsentative Länge | 10 m |
| Verlegeart (Annahme) | B2 (Installationsrohr) |
| Umgebungstemperatur (Annahme) | 30 °C |
| Leitertemperatur (Annahme) | 70 °C |
Berechnet am 2026-05-21. Annahmen: Verlegeart B2, Umgebungstemperatur 30 °C, Versorger-Impedanz 0,4 Ω, Schutzziel 0,4 s (Endstromkreis).
Spannungsabfall im Drehstromkreis
- ΔU
- Spannungsabfall auf der Leitung (V)
- L
- Leitungslänge (einfach) (m)
- I
- Strom im Leiter (A)
- cos φ
- Leistungsfaktor
- κ
- Spezifische Leitfähigkeit bei Betriebstemperatur (m/(Ω·mm²))
- A
- Leiterquerschnitt (mm²)
Passt das alles zusammen?
Die Komplett-Berechnung für die Elektroherd folgt der Standard-Reihenfolge der DIN VDE 0100-Reihe: erst Querschnitt nach Strombelastbarkeit (19,5 A maximal bei B2 / 30 °C), dann Spannungsabfall auf der Zuleitung (0,56 % auf 10 m), dann Leitungsschutz-Koordination und Abschaltbedingung. Jeder Schritt baut auf dem Ergebnis des vorherigen auf.
Mit 2,5 mm² Cu bleibt der Spannungsabfall unter der 5-Prozent-Empfehlung nach DIN VDE 0100-520 für Endstromkreise. Bei längeren Strecken oder höheren Anlauflasten lohnt der Blick auf den nächstgrößeren Querschnitt — eine Aufstockung kostet wenig im Material, reduziert aber Dauer-Verluste deutlich (P_v ~ I²·R, also quadratisch im Strom und linear im inversen Querschnitt).
Die Leitungsschutz-Koordination nach DIN VDE 0100-430 ist mit B16 und 2,5 mm² Cu vollständig erfüllt: Bedingung 1 (I_B ≤ I_n) prüft die Überlastfähigkeit, Bedingung 2 (I_n ≤ I_z und I_2 ≤ 1,45·I_z) sichert, dass der LS rechtzeitig auslöst, bevor das Kabel den thermischen Grenzwert erreicht.
Die Abschaltbedingung im TN-System nach DIN VDE 0100-410 verlangt Z_s ≤ U_0 / (k·I_n). Mit der berechneten Schleifenimpedanz von 0,577 Ω ist die Bedingung erfüllt. Reserve 75 Prozent zur maximal zulässigen Z_s.
Der FI Typ A mit 30 mA Auslösestrom genügt für den Personenschutz nach DIN VDE 0100-410. Typ A erkennt sinusförmige Fehlerströme und pulsierende Gleichfehlerströme — beides typisch für Heizwendel und Standard-Schaltnetzteile. Bei besonderen Lasten (Frequenzumrichter, Inverter mit hoher Leistung) lohnt der Blick ins Geräte-Datenblatt — selten verlangen Hersteller Typ F oder Typ B.
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination
Welcher Querschnitt für die Elektroherd bei 10 m Zuleitung?
Welcher LS-Schalter passt zur Elektroherd?
Welcher FI-Typ ist für die Elektroherd vorgeschrieben?
Reicht der 2,5 mm² Cu-Querschnitt für längere Zuleitungen?
Wie wird die Schleifenimpedanz für die Elektroherd berechnet?
Welche Verluste hat die Zuleitung im Dauerbetrieb?
Welche Komponenten brauche ich für den vollständigen Anschluss der Elektroherd?
Fachbegriffe in diesem Text
Verwandte Berechnungen
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Normative Grundlagen
- DIN VDE 0100-410 — Schutz gegen elektrischen Schlag (Abschaltbedingung)
- DIN VDE 0100-430 — Schutz bei Überstrom (Bedingungen 1+2)
- DIN VDE 0100-520 — Kabel- und Leitungsanlagen (Spannungsabfall, Verlegeart)
- DIN EN 60898-1 — Leitungsschutzschalter (B/C/D-Charakteristik)
- DIN EN 61008-1 / IEC 62423 — Fehlerstromschutzschalter Typ A und Typ B
Berechnungen sind Orientierungshilfen aus eigenem physikalischem Modell. Die Auswahl konkreter Komponenten und die Errichtung der Anlage müssen durch eine eingetragene Elektrofachkraft erfolgen.