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Leitungsschutzschalter B 16 A 3-polig

Wo der B16 3P passt, welche Hersteller-Modelle es gibt und welche Normen gelten — auf einen Blick.

Nennstrom

16 A

Charakteristik
B
Polzahl
3-polig
Schaltvermögen
6 kA

Kurzantwort

B16 3P ist ein 3-poliger Leitungsschutzschalter mit 16 A Nennstrom und B-Charakteristik. Magnetische Auslösung im Bereich 3 bis 5×I_n (bei 16 A also 48 bis 80 A). Typischer Einsatz: Steckdosen-, Beleuchtungs- und Geräteanschlüsse mit ohm'schem Lastcharakter.

Grundlage: DIN EN 60898-1 · DIN VDE 0100-430 · DIN VDE 0100-530

B16 oder C16? Unterschied im Vergleich

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Wann passt B16 3P?

Eignung dieser Komponente für typische Anwendungsfälle — eine Praxis-Einordnung, keine Norm-Aussage. Wo eine Norm etwas vorschreibt, steht sie in der Begründung.

Anwendung Eignung Begründung
CEE-Steckdose 16 A Drehstrom direkt geschaltet Typischer Einsatz Gemeinsamer Schaltkontakt trennt L1/L2/L3 synchron, vermeidet einseitigen Phasenausfall am Verbraucher.
Drehstrom-Verteilerkreis Büro (3 TE Hutschiene) Empfohlen Modulare 3-polige Bauform passt in das Vierleitersystem mit separater N-Schiene.
Wallbox 11 kW (dreiphasig, 16 A) Empfohlen Empfehlung des Absicherungs-Rechners: B16 3-polig mit NYM-J 5×2,5 mm² — dazu RCD Typ B oder Typ A mit DC-Fehlerstromerkennung der Wallbox.
Elektroherd 10,5 kW (Induktion) Empfohlen Empfehlung des Absicherungs-Rechners: B16 3-polig mit 5×2,5 mm², rund 16 A je Außenleiter.
Kleiner Drehstrommotor 4 kW DOL Kompatibel Anlauf knapp im B-Korridor — bei häufigem Anlauf besser C16 3P verwenden.
Einphasiger Endkreis Wohnen Ungeeignet Drei TE Platzbedarf ohne Mehrwert — einpoliger B16 reicht und ist günstiger.
Stark unsymmetrische Hauptverteilung Ungeeignet Phasenausfall durch synchrone Abschaltung — getrennte 1-polige Absicherung pro Aussenleiter sinnvoller.

Die Eignungs-Stufen sind eine Praxis-Einordnung — sie ersetzen keine konkrete Anlagen-Auslegung durch eine Elektrofachkraft.

Technische Daten

Charakteristik B
Nennstrom 16 A
Polzahl 3 polig
Bemessungsschaltvermögen 6 kA (I_cs nach DIN EN 60898-1)
Magnet-Auslöseverhältnis 3 bis 5 × I_n (48 bis 80 A)
Übliche Querschnitte 2,5 mm² Cu

Modelle gängiger Hersteller

Eine Auswahl marktüblicher Modelle als technische Referenz. Keine Empfehlung, keine vergleichende Wertung — die Auswahl von Marke und Modell liegt bei der ausführenden Fachkraft.

Produktbild Hersteller Serie Typnummer Bezug
Hager MZ-Reihe 3P MZN316 nicht im Sortiment unserer Partner
Leitungsschutzschalter B 16 A 3-polig — ABB S203-B16 ABB System pro M compact S200 3P S203-B16 Preis bei Conrad prüfen → *
Leitungsschutzschalter B 16 A 3-polig — Siemens 5SY4316-6 Siemens 5SY4 3P 5SY4316-6 Preis bei Conrad prüfen → *

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Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Berechnung

Warum 3-polig und nicht eine andere Polzahl?
3-polige Ausführung passt zur typischen Netzkonstellation: 1-polig in 230-V-Endkreisen mit gemeinsamem N, 2-polig wenn beide Pole getrennt geschaltet werden müssen, 4-polig im Drehstromnetz mit separat geführten N-Leitern. Der Wechsel auf eine andere Polzahl ist meist nicht ohne Anpassung der Verteilung möglich.
Wann B16 statt einer anderen Charakteristik?
Die B-Charakteristik löst magnetisch im Bereich 3 bis 5×I_n aus, bei 16 A also zwischen 48 und 80 A. Typischer Einsatz: Steckdosen-, Beleuchtungs- und Geräteanschlüsse mit ohm'schem Lastcharakter. Bei deutlich höheren Einschaltströmen (Trafos, große Motoren) oder empfindlichen Halbleiterlasten passt eine andere Charakteristik — die Anwendungsmatrix oben ordnet die konkreten Fälle ein.
Welcher Leitungsquerschnitt zu B16 3P?
B16 3P koordiniert nach DIN VDE 0100-430 typisch mit 2,5 mm² Cu-Leitungen. Die genaue Auswahl hängt von Verlegeart und Umgebungstemperatur ab — der Absicherungs-Rechner prüft die Kombination automatisch.
Welche Normen regeln B16 3P?
Gerätenorm: DIN EN 60898-1 — sie legt fest, wie das Gerät auslöst, schaltet und gekennzeichnet ist; die Einhaltung bestätigt der Hersteller für das jeweilige Modell im Datenblatt. Errichtungsnormen: DIN VDE 0100-430, DIN VDE 0100-530 — sie regeln Auswahl und Einbau in der Anlage, etwa die Koordination mit der Leitung; dafür ist die Elektrofachkraft verantwortlich.

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