0,75 Ω Schleifenimpedanz: Wärmepumpe 9 kW mit C16
Prüfung der Abschaltbedingung im TN-System: Z_s ≤ 0,9 · U_0 / I_a für C16 an 2,5 mm² Cu. Validierung gegen DIN VDE 0100-520 Beiblatt 2:2023 Tab. 6.
Z_s bei 20 m
0,75 Ω
Laut Berechnung ist die Abschaltbedingung bei 20 m erfüllt — Schleifenimpedanz 0,75 Ω mit 42 % Reserve bis zum Grenzwert 1,29 Ω
- Z_s,max
- 1,29 Ω
- I_k,min
- 275 A
- max. Länge
- 51 m
- Status
- Erfüllt
Kurzantwort
C16 an NYM-J 5×2,5 mm² bei 20 m Zuleitung: Schleifenimpedanz Z_s = 0,75 Ohm, max zulässig Z_s,max = 1,29 Ohm — Abschaltbedingung erfüllt mit Reserve.
Grundlage: DIN VDE 0100-520 Beiblatt 2:2023, Tab. 6 (TN-Abschaltbedingungen)
Stückliste zu dieser Berechnung
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Zulässige Leitungslänge
Wie sich Z_s, der Kurzschlussstrom und die Reserve mit der Zuleitungslänge entwickeln.
| Länge | Z_s | I_k | Reserve | Status |
|---|---|---|---|---|
| 10 m | 0,58 Ω | 359 A | +55 % | OK |
| 20 m | 0,75 Ω | 275 A | +42 % | OK |
| 30 m | 0,93 Ω | 223 A | +28 % | OK |
| 50 m | 1,28 Ω | 161 A | +1 % | OK |
| 80 m | 1,81 Ω | 114 A | -40 % | FAIL |
| 120 m | 2,52 Ω | 82 A | -95 % | FAIL |
Eigene Werte durchrechnen
Länge, Querschnitte, Schutzorgan und Vornetz-Impedanz lassen sich hier frei ändern — Z_s, Z_s,max und die Reserve rechnen sofort neu.
Eigene Werte einsetzen: Z_s, Kurzschlussstrom und max. Länge
Prüft die Abschaltbedingung im TN-System: Z_s · I_a ≤ U_0.
Schleifenimpedanz Z_s
Abschaltbedingung laut Berechnung erfüllt
- Max. Z_s,max
- 1,29 Ω
- Fehlerstrom I_k,min
- 275 A
- Abschaltstrom I_a
- 160 A
- Max. Länge l_max
- 51 m
- Reserve
- +42 %
Der berechnete Wert ersetzt keine Messung: Bei der Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600 wird Z_s am fertigen Stromkreis gemessen.
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Z_s,max = 0,9 · U_0 / I_a, Leiter bei 80 °C, Reaktanz vernachlässigt. Mit der Vornetz-Impedanz der Längentabellen (0,3 Ω) trifft das Modell 12 Stützpunkte aus DIN VDE 0100-520 Beiblatt 2 (Typ B/C, 1,5–4 mm²) auf ± 2 %.
Abschaltbedingung im Fehlerfall
Eine Wärmepumpe mit C16 erfordert eine deutlich kleinere Schleifenimpedanz als die gleiche B-Absicherung: Sicher unverzögert löst ein C-Automat erst ab 10 · I_n aus statt ab 5 · I_n, also ab 160 A — das ergibt Z_s,max = 1,29 Ohm statt 2,59 Ohm. Bei 2,5 mm² und 0,4 Ohm Vorimpedanz sind rechnerisch nur rund 51 m möglich. Bei größeren Außenanlagen mit langer Zuleitung muss der Querschnitt entsprechend größer sein.
Im TN-System muss die Schleifenimpedanz Z_s so klein bleiben, dass der kleinste zu erwartende Fehlerstrom den Bereich erreicht, ab dem der LS-Schalter sicher unverzögert auslöst. Für C16 ist das I_a = 10 · I_n = 160 A. Mit dem Spannungsfaktor c_min = 0,9 (Netzspannung am unteren Toleranzrand) ergibt sich Z_s,max = 0,9 · 230 V / 160 A = 1,29 Ohm. Gerechnet wird mit 80 °C Leitertemperatur, weil der Leiter beim Fehlereintritt warm sein kann.
Bei der angenommenen Konfiguration (20 m NYM-J 5×2,5 mm², Versorger-Impedanz Z_v = 0,40 Ohm) liegt die berechnete Schleifenimpedanz bei 0,75 Ohm. Daraus ergibt sich ein kleinster zu erwartender Fehlerstrom von 275 A (c_min · U_0 / Z_s) — laut Berechnung ausreichend, weil er über den 160 A liegt, ab denen der LS sicher unverzögert auslöst. Reserve bis zur maximalen Schleifenimpedanz: 42 %.
Die maximal zulässige Leitungslänge bei sonst gleichen Parametern beträgt 51 m. Innerhalb dieser Grenze ist die Abschaltbedingung nach DIN VDE 0100-410 laut Berechnung erfüllt: Der Fehlerstrom liegt im Bereich der unverzögerten Auslösung, der LS schaltet damit in deutlich weniger als den geforderten 0,4 s ab.
Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm und Grenzwert-Kurve
Wie weit darf die Zuleitung für Wärmepumpe 9 kW sein?
Verlauf von Z_s über die Zuleitungslänge für C16 an NYM-J 5×2,5 mm². Die gestrichelte Linie markiert Z_s,max = 1,29 Ω. Oberhalb dieses Werts ist die Abschaltbedingung laut Berechnung verletzt — die maximale zulässige Leitungslänge beträgt 51 m.
Normative Grundlagen
- DIN VDE 0100-410 — Schutz gegen elektrischen Schlag: Abschaltbedingung im TN-System
- DIN VDE 0100-520 Beiblatt 2 — maximal zulässige Kabel- und Leitungslängen aus der Abschaltbedingung
- DIN EN 60898-1 (VDE 0641-11) — Leitungsschutzschalter: Definition der Auslösestrom-Charakteristik B, C und D
Z_s und der Kurzschlussstrom werden hier aus Vorimpedanz und Leiterwiderstand gerechnet, nicht aus einer Norm-Tabelle abgelesen: für C16 an NYM-J 5×2,5 mm² (2,5 mm² Außenleiter) ergeben sich rechnerisch 0,75 Ω gegenüber einem Grenzwert von 1,29 Ω (0,9 · U_0 / I_a) und daraus 51 m maximale Zuleitungslänge. Mit der Vornetz-Impedanz der Längentabellen im Beiblatt (0,3 Ω) trifft das Modell deren Werte für Typ B und C bis 4 mm² auf rund 2 %. Die Leitungsreaktanz ist vernachlässigt; bei großen Querschnitten wird sie spürbar und macht das Ergebnis weniger konservativ. Die reale Vorimpedanz des Hausanschlusses ist nur durch eine Messung an der Anlage belegbar.
Häufige Fragen
Fachliche Details zu dieser Berechnung
Welche maximale Leitungslänge ist bei Wärmepumpe 9 kW mit C16 und NYM-J 5×2,5 mm² zulässig?
Warum reicht der Spannungsfall-Rechner nicht — was kommt zusätzlich?
Welche Reserven stecken in der Berechnung von Z_s,max?
Wie verhält sich Z_s zur Versorger-Impedanz Z_v?
Was passiert, wenn die Abschaltbedingung verletzt ist?
Nächste Schritte
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