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CEE 125 A Kraftanschluss komplett — 35 mm², NH1, FI Typ A

CEE-125-A-Großanschluss bis 78 kW — 35 mm², NH1-Sicherung und Material-Stückliste komplett.

Empfohlener Querschnitt

35 mm² Cu
LS-Schalter
B125
FI-Schutz
Typ A 30 mA
Spannungsabfall
0,59 % (20 m)
Schleifenimpedanz
0,425 Ω

Kurzantwort

Für die CEE 125 A reichen 35 mm² Cu (NYM-J 5×35) bei 20 m Zuleitung. Spannungsabfall 0,59 %, Absicherung B125 und FI Typ A 30 mA — alle DIN-VDE-Bedingungen erfüllt.

Grundlage: Berechnung nach DIN VDE 0100-410, -430 und -520 sowie DIN EN 60898-1.

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Berechnungen im Detail für CEE 125 A

Passende Folgeberechnungen für diese Parameter-Kombination.

Wie schließe ich CEE 125 A richtig an?

Sechs aufeinander aufbauende Berechnungen — vom Querschnitt nach Strombelastbarkeit über Spannungsabfall und Leitungsschutz bis zur Abschaltbedingung im Erdschluss-Fall. Jeder Schritt verlinkt auf den Single-Rechner mit Längen-Matrix und Detail-Berechnung.

  1. Schritt 1

    Querschnitt nach Strombelastbarkeit dimensionieren

    118,3 A Belastbarkeit 35 mm² Cu in B2 bei 30 °C

    Bei 125 A Betriebsstrom und Verlegeart B2 (Installationsrohr unter Putz) liefert die Wärmebilanz des 35 mm² Cu-Leiters eine maximale Dauerbelastbarkeit von 118,3 A. Damit ist der Querschnitt thermisch ausreichend dimensioniert — die Auslastung liegt bei rund 106 Prozent.

    Kabelquerschnitt-Berechnung im Detail
  2. Schritt 2

    Spannungsabfall auf der Zuleitung prüfen

    0,59 % Spannungsabfall auf 20 m

    Auf 20 m einfacher Leitungslänge fällt bei 125 A und 35 mm² Cu ein Spannungsabfall von 2,38 V an — das sind 0,59 Prozent der Nennspannung. Damit liegt die Installation innerhalb der 5-Prozent-Empfehlung der DIN VDE 0100-520 für Endstromkreise.

    Spannungsabfall-Berechnung im Detail
  3. Schritt 3

    Leitungsschutz-Koordination wählen

    B125 Leitungsschutzschalter B-Charakteristik

    Für 125 A Betriebsstrom liegt der nächstgrößere Standard-Nennstrom bei 125 A. Empfohlene Charakteristik: B. Die Auslastung des Schutzorgans beträgt 100 Prozent, die Reserve zur Leitungsbelastbarkeit liegt bei -6,7 A. Bedingungen 1+2 nach DIN VDE 0100-430 sind verletzt — Querschnitt erhöhen.

    Leitungsschutz-Koordination im Detail
  4. Schritt 4

    Schleifenimpedanz für Abschaltbedingung verifizieren

    0,425 Ω Schleifenimpedanz Z_s bei 20 m

    Mit 20 m Zuleitung, 35 mm² Cu und 0,4 Ω angenommener Versorger-Impedanz beträgt die Schleifenimpedanz Z_s = 0,425 Ω. Der zu erwartende Kurzschlussstrom liegt bei 541 A — Abschaltbedingung im Schutzziel 0,4 s verletzt, Reserve -44 Prozent zur maximal zulässigen Z_s.

    Schleifenimpedanz-Berechnung im Detail
  5. Schritt 5

    Verlustleistung der Zuleitung im Dauerbetrieb

    330,4 W Verlustleistung bei 125 A Dauerstrom

    Der reine ohmsche Schleifenwiderstand der 35 mm² Cu-Leitung beträgt bei 70 °C Leitertemperatur R = 0,024 Ω auf 20 m. Mit 125 A Dauerstrom ergibt sich eine Verlustleistung von 330,4 W. Über das Jahr (8.760 Stunden) sind das bei voller Nutzung rund 2,9 kWh Wärmeverlust auf der Zuleitung selbst.

    Leitungswiderstand-Rechner
  6. Schritt 6

    FI-Schutzschalter Typ A für Personenschutz

    Typ A 30 mA FI für Personenschutz

    CEE 125 A hat keine DC-Fehlerstrom-Quellen — ein FI Typ A mit 30 mA Auslösestrom genügt für den Personenschutz nach DIN VDE 0100-410. Bemessungsstrom des FI: nächstgrößere Stufe über dem Leitungsschutzschalter, also typisch 40 A bei B16 / 40 A bei B32. Bei Frequenzumrichtern (z.B. Inverter-Wärmepumpen) lohnt der Blick ins Datenblatt — manche verlangen Typ F oder Typ B.

    FI Typ A Datenblatt-Vergleich

Was brauche ich konkret für CEE 125 A?

Komponenten und Mengen für die elektrische Anbindung der CEE 125 A nach den oben berechneten Werten. Cross-Links führen zum Komponenten-Katalog mit Hersteller-Datenblättern.

Position Menge Hinweis
NH1-Sicherung 125 A gG, 3 Stück (im Lasttrennschalter) 3 Stk Überstromschutz des größten genormten Industriesteckers über NH1-Sicherungen
NYY-J 5×35 mm² Cu 20 m Großer Querschnitt wegen hohem Strom und 5-%-Spannungsfall-Grenze
Fehlerstromschutzschalter Typ A, 4-polig 1 Stk Bei Subverteilungen meist selektiv (300 mA) im Schutzkonzept ausgelegt
CEE-Stecker 125 A, 5-polig 1 Stk
CEE-Kupplung 125 A, 5-polig 1 Stk Leistung je nach cos φ über den Drehstrom-Rechner ermittelbar

Mengenangaben sind Richtwerte für eine typische Installation. Der tatsächliche Bedarf hängt von Trassenführung, Verteilerstandort und installationsspezifischen Anforderungen ab und muss von einer eingetragenen Elektrofachkraft vor Ort geprüft werden.

Eingangswerte und Konstanten

Anwendung CEE 125 A Kraftanschluss komplett
Nennleistung 78,0 kW
Betriebsstrom 125 A
Nennspannung 400 V
Stromart Drehstrom
Leistungsfaktor cos φ 0,90
Leiterquerschnitt 35 mm²
Aderzahl 5
Material Kupfer (Cu)
Leitungstyp NYY-J 5×35 mm²
Repräsentative Länge 20 m
Verlegeart (Annahme) B2 (Installationsrohr)
Umgebungstemperatur (Annahme) 30 °C
Leitertemperatur (Annahme) 70 °C

Berechnet am 2026-06-25. Annahmen: Verlegeart B2, Umgebungstemperatur 30 °C, Versorger-Impedanz 0,4 Ω, Schutzziel 0,4 s (Endstromkreis).

Spannungsabfall im Drehstromkreis

ΔU
Spannungsabfall auf der Leitung (V)
L
Leitungslänge (einfach) (m)
I
Strom im Leiter (A)
cos φ
Leistungsfaktor
κ
Spezifische Leitfähigkeit bei Betriebstemperatur (m/(Ω·mm²))
A
Leiterquerschnitt (mm²)

Passt das alles zusammen?

Die Komplett-Berechnung für die CEE 125 A folgt der Standard-Reihenfolge der DIN VDE 0100-Reihe: erst Querschnitt nach Strombelastbarkeit (118,3 A maximal bei B2 / 30 °C), dann Spannungsabfall auf der Zuleitung (0,59 % auf 20 m), dann Leitungsschutz-Koordination und Abschaltbedingung. Jeder Schritt baut auf dem Ergebnis des vorherigen auf.

Mit 35 mm² Cu bleibt der Spannungsabfall unter der 5-Prozent-Empfehlung nach DIN VDE 0100-520 für Endstromkreise. Bei längeren Strecken oder höheren Anlauflasten lohnt der Blick auf den nächstgrößeren Querschnitt — eine Aufstockung kostet wenig im Material, reduziert aber Dauer-Verluste deutlich (P_v ~ I²·R, also quadratisch im Strom und linear im inversen Querschnitt).

Die Leitungsschutz-Koordination nach DIN VDE 0100-430 ist mit B125 und 35 mm² Cu noch nicht erfüllt: Bedingung 1 (I_B ≤ I_n) prüft die Überlastfähigkeit, Bedingung 2 (I_n ≤ I_z und I_2 ≤ 1,45·I_z) sichert, dass der LS rechtzeitig auslöst, bevor das Kabel den thermischen Grenzwert erreicht.

Die Abschaltbedingung im TN-System nach DIN VDE 0100-410 verlangt Z_s ≤ U_0 / (k·I_n). Mit der berechneten Schleifenimpedanz von 0,425 Ω wird die Bedingung verletzt — Zuleitung verkürzen oder Querschnitt vergrößern. Reserve -44 Prozent zur maximal zulässigen Z_s.

Der FI Typ A mit 30 mA Auslösestrom genügt für den Personenschutz nach DIN VDE 0100-410. Typ A erkennt sinusförmige Fehlerströme und pulsierende Gleichfehlerströme — beides typisch für Heizwendel und Standard-Schaltnetzteile. Bei besonderen Lasten (Frequenzumrichter, Inverter mit hoher Leistung) lohnt der Blick ins Geräte-Datenblatt — selten verlangen Hersteller Typ F oder Typ B.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination

Welcher Querschnitt für die CEE 125 A bei 20 m Zuleitung?
35 mm² Cu reichen für die CEE 125 A bei 20 m. Spannungsabfall 0,59 % (Grenzwert 5 % nach DIN VDE 0100-520), thermische Belastbarkeit 118,3 A in Verlegeart B2 — Reserve zum Betriebsstrom -6,7 A.
Welcher LS-Schalter passt zur CEE 125 A?
B125 ist die Standard-Wahl: B-Charakteristik für ohm'sch dominierte Lasten und 125 A Nennstrom als nächstgrößerer Standardwert über dem Betriebsstrom von 125 A. Auslastung 100 Prozent.
Welcher FI-Typ ist für die CEE 125 A vorgeschrieben?
FI Typ A mit 30 mA reicht — die CEE 125 A hat keine DC-Fehlerstrom-Quellen, die einen Typ-A-Schalter überlisten könnten. Typ A erfasst sinusförmige und pulsierende Gleich-Fehlerströme. Bemessungsstrom 40 A.
Reicht der 35 mm² Cu-Querschnitt für längere Zuleitungen?
Bei 20 m liegt der Spannungsabfall bei 0,59 %. Die kritische Grenze von 5 % wird bei 35 mm² noch nicht erreicht — bei längeren Strecken sinkt der Spielraum, eine Aufstockung auf den nächstgrößeren Querschnitt ist dann sinnvoll. Verlustleistung im Dauerbetrieb: 330,4 W bei 125 A.
Wie wird die Schleifenimpedanz für die CEE 125 A berechnet?
Z_s = Z_versorger + R_phase + R_PE. Bei 20 m Zuleitung mit 35 mm² Cu (Phase und PE gleicher Querschnitt) und 0,4 Ω angenommener Versorger-Impedanz ergibt sich Z_s = 0,425 Ω. Die maximale Z_s nach DIN VDE 0100-410 für B125 im Schutzziel 0,4 s liegt bei 0,294 Ω — Bedingung verletzt.
Welche Verluste hat die Zuleitung im Dauerbetrieb?
Bei 125 A Dauerstrom auf 35 mm² Cu fallen 330,4 W als Wärme über die 20 m Zuleitung ab. Über 8.760 Betriebsstunden im Jahr ergibt das bei voller Auslastung 2,9 kWh — bei realistisch reduzierter Nutzung entsprechend weniger. Größerer Querschnitt halbiert den Widerstand, viertelt die Verluste bei gleichem Strom.
Welche Komponenten brauche ich für den vollständigen Anschluss der CEE 125 A?
Mindestens: Leitungsschutzschalter B125 (3-polig), FI Typ A 30 mA, Zuleitung NYM-J 5×35 mm² in passender Länge, Aderendhülsen, sowie ggf. Anschlussdose oder CEE-Stecker. Die vollständige Material-Stückliste mit Mengen und Cross-Links zum Komponenten-Katalog steht weiter unten auf dieser Seite.

Fachbegriffe in diesem Text

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Normative Grundlagen

  • DIN VDE 0100-410 — Schutz gegen elektrischen Schlag (Abschaltbedingung)
  • DIN VDE 0100-430 — Schutz bei Überstrom (Bedingungen 1+2)
  • DIN VDE 0100-520 — Kabel- und Leitungsanlagen (Spannungsabfall, Verlegeart)
  • DIN EN 60898-1 — Leitungsschutzschalter (B/C/D-Charakteristik)
  • DIN EN 61008-1 / IEC 62423 — Fehlerstromschutzschalter Typ A und Typ B

Berechnungen sind Orientierungshilfen aus eigenem physikalischem Modell. Die Auswahl konkreter Komponenten und die Errichtung der Anlage müssen durch eine eingetragene Elektrofachkraft erfolgen.