TGB Automation

Steckdosenstromkreis 16 A komplett — 2,5 mm², B16, FI Typ A

Schuko-Steckdosenstromkreis 16 A — 2,5 mm², B16 und FI Typ A 30 mA komplett.

Empfohlener Querschnitt

2,5 mm² Cu
LS-Schalter
B16
FI-Schutz
Typ A 30 mA
Spannungsabfall
1,78 % (15 m)
Schleifenimpedanz
0,665 Ω

Kurzantwort

Für die Steckdose 16 A reichen 2,5 mm² Cu (NYM-J 3×2,5) bei 15 m Zuleitung. Spannungsabfall 1,78 %, Absicherung B16 und FI Typ A 30 mA — alle DIN-VDE-Bedingungen erfüllt.

Grundlage: Berechnung nach DIN VDE 0100-410, -430 und -520 sowie DIN EN 60898-1.

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Berechnungen im Detail für Steckdose 16 A

Passende Folgeberechnungen für diese Parameter-Kombination.

Wie schließe ich Steckdose 16 A richtig an?

Sechs aufeinander aufbauende Berechnungen — vom Querschnitt nach Strombelastbarkeit über Spannungsabfall und Leitungsschutz bis zur Abschaltbedingung im Erdschluss-Fall. Jeder Schritt verlinkt auf den Single-Rechner mit Längen-Matrix und Detail-Berechnung.

  1. Schritt 1

    Querschnitt nach Strombelastbarkeit dimensionieren

    23,4 A Belastbarkeit 2,5 mm² Cu in B2 bei 30 °C

    Bei 16 A Betriebsstrom und Verlegeart B2 (Installationsrohr unter Putz) liefert die Wärmebilanz des 2,5 mm² Cu-Leiters eine maximale Dauerbelastbarkeit von 23,4 A. Damit ist der Querschnitt thermisch ausreichend dimensioniert — die Auslastung liegt bei rund 68 Prozent.

    Kabelquerschnitt-Berechnung im Detail
  2. Schritt 2

    Spannungsabfall auf der Zuleitung prüfen

    1,78 % Spannungsabfall auf 15 m

    Auf 15 m einfacher Leitungslänge fällt bei 16 A und 2,5 mm² Cu ein Spannungsabfall von 4,10 V an — das sind 1,78 Prozent der Nennspannung. Damit liegt die Installation innerhalb der 5-Prozent-Empfehlung der DIN VDE 0100-520 für Endstromkreise.

    Spannungsabfall-Berechnung im Detail
  3. Schritt 3

    Leitungsschutz-Koordination wählen

    B16 Leitungsschutzschalter B-Charakteristik

    Für 16 A Betriebsstrom liegt der nächstgrößere Standard-Nennstrom bei 16 A. Empfohlene Charakteristik: B. Die Auslastung des Schutzorgans beträgt 100 Prozent, die Reserve zur Leitungsbelastbarkeit liegt bei 7,4 A. Bedingungen 1+2 nach DIN VDE 0100-430 sind erfüllt.

    Leitungsschutz-Koordination im Detail
  4. Schritt 4

    Schleifenimpedanz für Abschaltbedingung verifizieren

    0,665 Ω Schleifenimpedanz Z_s bei 15 m

    Mit 15 m Zuleitung, 2,5 mm² Cu und 0,4 Ω angenommener Versorger-Impedanz beträgt die Schleifenimpedanz Z_s = 0,665 Ω. Der zu erwartende Kurzschlussstrom liegt bei 346 A — Abschaltbedingung im Schutzziel 0,4 s erfüllt, Reserve 71 Prozent zur maximal zulässigen Z_s.

    Schleifenimpedanz-Berechnung im Detail
  5. Schritt 5

    Verlustleistung der Zuleitung im Dauerbetrieb

    65,6 W Verlustleistung bei 16 A Dauerstrom

    Der reine ohmsche Schleifenwiderstand der 2,5 mm² Cu-Leitung beträgt bei 70 °C Leitertemperatur R = 0,256 Ω auf 15 m. Mit 16 A Dauerstrom ergibt sich eine Verlustleistung von 65,6 W. Über das Jahr (8.760 Stunden) sind das bei voller Nutzung rund 0,6 kWh Wärmeverlust auf der Zuleitung selbst.

    Leitungswiderstand-Rechner
  6. Schritt 6

    FI-Schutzschalter Typ A für Personenschutz

    Typ A 30 mA FI für Personenschutz

    Steckdose 16 A hat keine DC-Fehlerstrom-Quellen — ein FI Typ A mit 30 mA Auslösestrom genügt für den Personenschutz nach DIN VDE 0100-410. Bemessungsstrom des FI: nächstgrößere Stufe über dem Leitungsschutzschalter, also typisch 40 A bei B16 / 40 A bei B32. Bei Frequenzumrichtern (z.B. Inverter-Wärmepumpen) lohnt der Blick ins Datenblatt — manche verlangen Typ F oder Typ B.

    FI Typ A Datenblatt-Vergleich

Was brauche ich konkret für Steckdose 16 A?

Komponenten und Mengen für die elektrische Anbindung der Steckdose 16 A nach den oben berechneten Werten. Cross-Links führen zum Komponenten-Katalog mit Hersteller-Datenblättern.

Position Menge Hinweis
Leitungsschutzschalter B16, 1-polig 1 Stk Standard-Absicherung für einen Steckdosen-Endstromkreis
Fehlerstromschutzschalter Typ A, 30 mA, 2-polig 1 Stk Personenschutz (30 mA) für Endstromkreise mit Steckdosen
NYM-J 3×2,5 mm² Cu 20 m Verlegeart B2 (Installationsrohr unter Putz)
Schutzkontakt-Steckdose Unterputz 1 Stk Schuko-Einsatz mit Rahmen

Mengenangaben sind Richtwerte für eine typische Installation. Der tatsächliche Bedarf hängt von Trassenführung, Verteilerstandort und installationsspezifischen Anforderungen ab und muss von einer eingetragenen Elektrofachkraft vor Ort geprüft werden.

Eingangswerte und Konstanten

Anwendung Steckdosenstromkreis 16 A komplett
Nennleistung 3,7 kW
Betriebsstrom 16 A
Nennspannung 230 V
Stromart Wechselstrom
Leistungsfaktor cos φ 1,00
Leiterquerschnitt 2,5 mm²
Aderzahl 3
Material Kupfer (Cu)
Leitungstyp NYM-J 3×2,5 mm²
Repräsentative Länge 15 m
Verlegeart (Annahme) B2 (Installationsrohr)
Umgebungstemperatur (Annahme) 30 °C
Leitertemperatur (Annahme) 70 °C

Berechnet am 2026-06-13. Annahmen: Verlegeart B2, Umgebungstemperatur 30 °C, Versorger-Impedanz 0,4 Ω, Schutzziel 0,4 s (Endstromkreis).

Spannungsabfall im Drehstromkreis

ΔU
Spannungsabfall auf der Leitung (V)
L
Leitungslänge (einfach) (m)
I
Strom im Leiter (A)
cos φ
Leistungsfaktor
κ
Spezifische Leitfähigkeit bei Betriebstemperatur (m/(Ω·mm²))
A
Leiterquerschnitt (mm²)

Passt das alles zusammen?

Die Komplett-Berechnung für die Steckdose 16 A folgt der Standard-Reihenfolge der DIN VDE 0100-Reihe: erst Querschnitt nach Strombelastbarkeit (23,4 A maximal bei B2 / 30 °C), dann Spannungsabfall auf der Zuleitung (1,78 % auf 15 m), dann Leitungsschutz-Koordination und Abschaltbedingung. Jeder Schritt baut auf dem Ergebnis des vorherigen auf.

Mit 2,5 mm² Cu bleibt der Spannungsabfall unter der 5-Prozent-Empfehlung nach DIN VDE 0100-520 für Endstromkreise. Bei längeren Strecken oder höheren Anlauflasten lohnt der Blick auf den nächstgrößeren Querschnitt — eine Aufstockung kostet wenig im Material, reduziert aber Dauer-Verluste deutlich (P_v ~ I²·R, also quadratisch im Strom und linear im inversen Querschnitt).

Die Leitungsschutz-Koordination nach DIN VDE 0100-430 ist mit B16 und 2,5 mm² Cu vollständig erfüllt: Bedingung 1 (I_B ≤ I_n) prüft die Überlastfähigkeit, Bedingung 2 (I_n ≤ I_z und I_2 ≤ 1,45·I_z) sichert, dass der LS rechtzeitig auslöst, bevor das Kabel den thermischen Grenzwert erreicht.

Die Abschaltbedingung im TN-System nach DIN VDE 0100-410 verlangt Z_s ≤ U_0 / (k·I_n). Mit der berechneten Schleifenimpedanz von 0,665 Ω ist die Bedingung erfüllt. Reserve 71 Prozent zur maximal zulässigen Z_s.

Der FI Typ A mit 30 mA Auslösestrom genügt für den Personenschutz nach DIN VDE 0100-410. Typ A erkennt sinusförmige Fehlerströme und pulsierende Gleichfehlerströme — beides typisch für Heizwendel und Standard-Schaltnetzteile. Bei besonderen Lasten (Frequenzumrichter, Inverter mit hoher Leistung) lohnt der Blick ins Geräte-Datenblatt — selten verlangen Hersteller Typ F oder Typ B.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination

Welcher Querschnitt für die Steckdose 16 A bei 15 m Zuleitung?
2,5 mm² Cu reichen für die Steckdose 16 A bei 15 m. Spannungsabfall 1,78 % (Grenzwert 5 % nach DIN VDE 0100-520), thermische Belastbarkeit 23,4 A in Verlegeart B2 — Reserve zum Betriebsstrom 7,4 A.
Welcher LS-Schalter passt zur Steckdose 16 A?
B16 ist die Standard-Wahl: B-Charakteristik für ohm'sch dominierte Lasten und 16 A Nennstrom als nächstgrößerer Standardwert über dem Betriebsstrom von 16 A. Auslastung 100 Prozent.
Welcher FI-Typ ist für die Steckdose 16 A vorgeschrieben?
FI Typ A mit 30 mA reicht — die Steckdose 16 A hat keine DC-Fehlerstrom-Quellen, die einen Typ-A-Schalter überlisten könnten. Typ A erfasst sinusförmige und pulsierende Gleich-Fehlerströme. Bemessungsstrom 40 A.
Reicht der 2,5 mm² Cu-Querschnitt für längere Zuleitungen?
Bei 15 m liegt der Spannungsabfall bei 1,78 %. Die kritische Grenze von 5 % wird bei 2,5 mm² noch nicht erreicht — bei längeren Strecken sinkt der Spielraum, eine Aufstockung auf den nächstgrößeren Querschnitt ist dann sinnvoll. Verlustleistung im Dauerbetrieb: 65,6 W bei 16 A.
Wie wird die Schleifenimpedanz für die Steckdose 16 A berechnet?
Z_s = Z_versorger + R_phase + R_PE. Bei 15 m Zuleitung mit 2,5 mm² Cu (Phase und PE gleicher Querschnitt) und 0,4 Ω angenommener Versorger-Impedanz ergibt sich Z_s = 0,665 Ω. Die maximale Z_s nach DIN VDE 0100-410 für B16 im Schutzziel 0,4 s liegt bei 2,300 Ω — Bedingung erfüllt.
Welche Verluste hat die Zuleitung im Dauerbetrieb?
Bei 16 A Dauerstrom auf 2,5 mm² Cu fallen 65,6 W als Wärme über die 15 m Zuleitung ab. Über 8.760 Betriebsstunden im Jahr ergibt das bei voller Auslastung 0,6 kWh — bei realistisch reduzierter Nutzung entsprechend weniger. Größerer Querschnitt halbiert den Widerstand, viertelt die Verluste bei gleichem Strom.
Welche Komponenten brauche ich für den vollständigen Anschluss der Steckdose 16 A?
Mindestens: Leitungsschutzschalter B16 (3-polig), FI Typ A 30 mA, Zuleitung NYM-J 3×2,5 mm² in passender Länge, Aderendhülsen, sowie ggf. Anschlussdose oder CEE-Stecker. Die vollständige Material-Stückliste mit Mengen und Cross-Links zum Komponenten-Katalog steht weiter unten auf dieser Seite.

Fachbegriffe in diesem Text

Verwandte Berechnungen

Weitere Rechner-Seiten mit inhaltlichem Bezug zu dieser Berechnung.

Normative Grundlagen

  • DIN VDE 0100-410 — Schutz gegen elektrischen Schlag (Abschaltbedingung)
  • DIN VDE 0100-430 — Schutz bei Überstrom (Bedingungen 1+2)
  • DIN VDE 0100-520 — Kabel- und Leitungsanlagen (Spannungsabfall, Verlegeart)
  • DIN EN 60898-1 — Leitungsschutzschalter (B/C/D-Charakteristik)
  • DIN EN 61008-1 / IEC 62423 — Fehlerstromschutzschalter Typ A und Typ B

Berechnungen sind Orientierungshilfen aus eigenem physikalischem Modell. Die Auswahl konkreter Komponenten und die Errichtung der Anlage müssen durch eine eingetragene Elektrofachkraft erfolgen.